Science-Fiction-Hörspiele


"Zwar scheint es grundsätzlich begrüßenswert, dass neue SF-Vertonungen im kommerziellen Bereich anlaufen -
wenn diese jedoch bar jeglicher Originalität ausfallen, fällt es schwer, in ihnen eine Bereicherung zu erkennen.
Vielleicht riskiert es ja eines Tages irgendein mutiges Hörspiel-Label, eine SF-Reihe zu produzieren, die nicht im
schützenden `Windschatten´ einer bereits erfolgreichen Roman- oder TV-Serie vor sich hinadaptiert wird." [H.Lühr]
[Höre auch H.Körting]



Abseits des Hauptstroms
PROFITUM

Abseits des Hauptstroms

Über die unabhängigen Science-Fiction Hörspielproduktionen Ixplorer 5003, Adams van Ghoot sowie Menage á trois im All : Futuristische Kritik am gegenwärtigen Internet, eine SF-Liebesgeschichte à la Douglas Adams und ein psychologischer "old school"-Science Fiction. Semi-Profitum, Profitum oder Laientum - wer wollte das entscheiden ?

# Ixplorer 5003 (Captain Ormog) # Adams Van Ghoot # Menage á trois im All





Kommerzielle SF-Hörspiele
REZENSIONEN

Kommerzielle SF-Hörspiele

Nicht alle denken darüber wie manche Vertreter der öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalten: "Die wenigen Science-Fiction-Hörspiele, die von der Schallplattenindustrie produziert wurden, sind ärgerlichste Musterbeispiele nicht nur für alle gängigen Science-Fiction- Klischees, sondern darüber hinaus auch dafür, wie man Ahnungslosigkeit in Ware umsetzt..." (Dieter Hasselblatt)

# Perry-Rhodan-Classics # Perry Rhodan # Douglas Adams # Maritim-Klassiker # Jan Tenner
# Weitere Serien# Einzeltitel# Commander Perkins# Die große Reise# Widerliche Zeiten





Öffentlich-rechtliche SF-Hörspiele
REZENSIONEN UND MEINUNGEN

Öffentlich-rechtliche SF-Hörspiele

Vorurteile gegenüber öffentlich-rechtlichen Hörspielproduktionen lauten, sie seien oft künstlerisch hochgradig ambitioniert, elitär und nur in den seltensten Fällen spannend. Wie bei fast allen Vorurteilen gibt es auch hier einen wahren Kern, aber dennoch: Gerade Science Fiction-Freunde werden mit Hörspielproduktionen dieses Genres von den öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalten mehrheitlich ausgesprochen gut bedient.

# Vorurteile über kommerzielle Science-Fiction-Hörspiele

# Fiktionales Interview mit M. Gaida # Über 200 Hörspiel-Kurzrezensionen



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provokative Hörspiele
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ZIVILGESELLSCHAFTLICHE INITIATIVEN UNSERER SCHWESTERSEITE moderne21:

DIE NAMEN DER BETEILIGTEN SIND AUF DEN JEWEILS VERLINKTEN SEITEN AUFGEFÜHRT.
ALLE AUFGEFÜHRTEN INITIATIVEN ARBEITEN U.A. MIT HÖRSPIELEN ALS AUSDRUCKSMITTEL.



IXPLORER 5003
Captain Ormogs Suche nach irdischer Intelligenz


Ormog-Image
Captain Ormog und seine Roboter-Gefährtin Andra sind mit dem Raumschiff Ixplorer 5003 zur Erde gekommen, weil sie sich von dort Unterstützung für ihre bedrohte Heimatwelt erhoffen. Zunächst müssen sie jedoch erkunden, ob auf Terra tatsächlich intelligentes Leben existiert - keine sehr einfach zu beantwortende Frage ...
Vielleicht können Informationen aus der Anwaltskanzlei Dr. Bahr weiterhelfen, die ihnen eine ihrer Forschungssonden liefert. Über die Auswertung der Daten sind sich der Chauvi-Raumfahrer Captain Ormog und seine nicht immer ganz einfach zu bedienende Androidin aber häufig uneinig.

 Länge:    12 Folgen

Buch:
Matthias Wehner

Regie:
Uwe Hiob

(p) 2007
Dr. Martin Bahr




beteiligte Schauspieler: Andreas Fröhlich (Cpt. Ormog), Elena Wilms (Andra), Thomas Karallus (Erzähler)


Illustrationen von Christian Bahr
Captain-Ormog-Illustrationen: Christian Bahr
Homepage "Captain Ormog " - Homepage Dr. Bahr

 
5 Fragen an Dr. Martin Bahr

Der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Martin Bahr veröffentlicht bereits seit einigen Jahren kostenlose Hörspiele und Podcasts, die sowohl im weiteren als auch im engeren Sinne rechtliche Fragen im Zusammenhang mit den "neuen Medien" zum Inhalt haben.
Seine erste kostenlose Produktion Das Canossa-Virus oder der Tag, an dem das Internet verschwand wurde ein erfolgreicher Vorreiter moderner Infotainment-Hörspiele. Nun lässt Dr. Bahr, ebenfalls in Hörspielform, den 12-teiligen SF-Podcast Ixplorer 5003 folgen, bei dem in jeder Episode ein geschickt in die Handlung integriertes Problem des Online-Rechts angerissen wird.



(HÖRSPIELer:) Bei Ixplorer 5003 haben Sie, ungewöhnlich für einen unabhängigen Hörspielmacher, relativ viele Tätigkeiten bei der Realisation an Fachleute delegiert.

(DR.BAHR:) Ich bin der Meinung, man sollte sich heutzutage nach Möglichkeit immer an Spezialisten wenden: Ärzte, Techniker, Anwälte oder eben Hörspielexperten. Ich habe zwar selbst diverse Belletristik veröffentlicht, aber Drehbücher für Hörgeschichten unterscheiden sich doch erheblich von anderer Literatur: Man muss sich sehr viel kürzer fassen.
Anders als beim Canossa-Virus hatte ich diesmal sehr viele konkrete Themen aus dem jurisischen Bereich, die ich in den einzelnen Folgen angeschnitten wissen wollte. Die hat der Autor Matthias Wehner dann ins jeweilige Script eingearbeitet. Die Regie besorgte Uwe Hiob für mich, der mit den sehr erfahrenen Sprechern glücklicherweise auf hohem Niveau arbeiten konnte. Mein Bruder Christian Bahr ist sowohl Maler als auch Zeichner und schuf die Begleitillustrationen zur Serie.


Gibt es für Sie Vorbilder oder auch abschreckende Beispiele in der freien Hörspielszene ?

Sehr gut gefiel mir z.B. Öffne die Tür von Marco Göllner, der ja auch kein Unbekannter mehr ist. Da merkt man, dass auch Einzelgänger sehr gute Arbeit abliefern können und sozusagen ein guter geschlossener Kreis um Idee, Buch und Regie aus einer Hand entstehen kann. Auf der anderen Seite können unterschiedliche Leute bei diesen einzelnen Aufgaben natürlich jeweils auch ganz eigene Akzente für eine Produktion setzen, wie es bei Ixplorer 5003 meiner Ansicht nach geschehen ist.
Andererseits ärgert mich bei freien Hörspielproduktionen die häufig miserable Tonqualität, wo ich mich frage, ob die betreffenden Macher einfach nur das Mikro hingehalten und keinen weiteren Aufwand betrieben haben. Das Motto meiner eigenen Ixplorer- Produktion lautete daher"wenn schon, denn schon" und deshalb habe ich bei Sprechern, Klängen,PR und so weiter nicht gespart.


Ihre Hörspielserie ist mit insgesamt ca. 200 Minuten Laufzeit erfreulich umfangreich, die einzelnen Podcast-Folgen fallen mit jeweils ungefähr einer viertel Stunde Dauer jedoch relativ kurz aus. Ein Zugeständnis an die HörerInnen der MTV-Generation ?

Meine Anwaltskanzlei produziert ja bereits seit längerer Zeit Podcasts mit juristischen Inhalten. Diese dauern meistens ungefähr fünf Minuten. Damit ist dann sicher auch die Grenze der Aufmerksamkeit dieser recht konzentrierten Inhalte für die Hörer erreicht. Beim unterhaltsameren Ixplorer sind die Podcast-Folgen bereits dreimal so lang. Ich glaube, wir liegen für die meisten damit richtig - auch wenn eingefleischte Podcast-Fans sicher auch noch längere Folgen hören würden. Hätten wir weniger und dafür längere Einzelfolgen produziert, hätten wir außerdem weniger Themen behandeln können.

Wie wurde Ihr Infotainment-Podcast bisher von Hörspielfreunden angenommen ?

Die Erwartungen waren recht unterschiedlich: Viele haben wohl gedacht, dass sie ähnlich wie bei Peter Lustig von "Löwenzahn" von einem guten Onkel an die Hand genommen und ihnen dann komplexe Sachverhalte anschaulich erklärt werden. Aber meines Erachtens ist das bei Jura nicht möglich, weil es einfach von Natur aus eher trocken ist und ein derartiges Hörspiel sicher schnell langweilig würde. Ich wollte jedoch in erster Linie Unterhaltung produzieren. Mit der Möglichkeit, dass Leute mit Hilfe von "Teasern" auf bestimmte Themen neugierig gemacht werden und diese dann vielleicht noch zusätzlich nachlesen. Der "Jura- Anteil" an den einzelnen Folgen beträgt im Schnitt ungefähr 20 Prozent. Ich glaube, mit diesem Verhältnis liege ich richtig.

Ihr Infotainment-Hörspiel-Podcast Ixplorer 5003 macht nicht zuletzt Werbung für Ihre Anwaltskanzlei mit dem Schwerpunkt Online-Recht . Hoffen Sie mit seiner Hilfe neue Mandanten aus dem Hörspielmacher- bzw. Hörspielhörerbereich zu gewinnen ?

Auch wenn uns Anwälten häufig anderes unterstellt wird: Wir sind nicht alle grundsätzlich an der Zunahme von Problemen interessiert. Ich persönlich bin der Ansicht, dass es durchaus genug Konflikte gibt auf der Welt - da müssen wirklich nicht noch künstlich neue geschaffen werden. Ich würde mir vielmehr wünschen, dass mein Podcast vielleicht einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass in naher Zukunft mit Hilfe allgemein leichter zugängigen Fachwissens im Hörspielbereich wieder mehr Innovationen stattfinden können. Beispielsweise über legale mp3-Tauschbörsen, auf denen auch junge Hörspielmacher sich dann sicherer bewegen und ihren oft guten aber häufig schlecht vermarkteten Produktionen mehr Gehör verschaffen könnten. Die Möglichkeiten, die das Internet Hörspiel- Neulingen bietet, die Konvergenzen z.B. mit dem Videobereich, werden heute noch nicht einmal ansatzweise genutzt. Hier sähe ich noch viele Möglichkeiten, wenn die Leute sich mit dem Online-Recht leichter tun würden.

Juni 2007




ADAMS VAN GHOOT

Grafik: Jenny Gebauer
Zeichnung:
Jenny Gebauer
(auch CD-Cover)

Erde, ferne Zukunft. Der Loser Bov glaubt wieder an die Liebe, nachdem er einmal mit Jenny Mittagessen war. Um herauszufinden, ob mehr zwischen den beiden besteht als bloße Sympathie, muss er sie allerdings zunächstaus den Klauen mysteriöser Entführer befreien.
Hierbei erhält Bov unerwartete Unterstützung von untoten Rittern, nicht weniger untoten Prostituierten sowie mürrischen Hologrammen.

Hinter der Entführung steckt Adams, der vom fernen Planeten Ghoot stammt. Adams und der liebe Gott ringen bereits seit Ewigkeiten um die Geschicke der Erde - ein Konflikt, der am Ende tödlich für die Menschheit enden könnte.
  Länge:   
 100 min.

 Buch& Realisation:
 Oliver
 Wenzlaff

 (p) 2005/6
 Michael
 Strietzel




 

Beteiligte Schauspieler:

Andreas Fröhlich, Markus Stolberg, Engelbert von Nordhausen, Gundi Eberhard, Philipp Moog,Michael Tietz,
Peter Flechtner, Martin Sabel, Nicole Unger, Julia de Boor, MarionThesenvitz,Regina Schmolensky,
Jenny Bins, Karen Schulz-Vobach, Anne Kalkbrenner, Solveig Schuster,Eva Herold u.a.

als Erzähler - Adams - Gott - Jenny -Bov - PJ - Zahmer Ritter - Peter - Paula -
Mary - Novozon - Nazuvan - Fernfahrerin - Sekretärin - Kind - Technikeinheiten - Untote



Vorabaufführung am 26.03.2006 im Zoo Palast, Berlin  Autor Oliver Sprecherin Anne [vorne] und Sprecherin Regina [hinten] Sprecher Michael [links angeschnitten] und Sprecherin Gundi [rechts angeschnitten] Sprecherin Julia Produzent Michael Sprecherin Marion Autor Oliver [mit Blumen] mit Sprecherin Anne [links vorne] und Sprecherin Regina [links hinten]

Fotos vom Pre-Listening im Zoo Palast /Berlin, 26.03.2006
  (linkes Foto: H.Lühr; alle weiteren: Schmolensky & Thesenvitz )

Kino - Autor Oliver - Sprecherinnen Anne,Regina - Sprecher Michael, Sprecherin Gundi - Sprecherin Julia -
Produzent Michael - Sprecherin Marion - Sprecherinnen Anne, Regina, AutorOliver


 
5 Fragen an Oliver Wenzlaff

Oliver Wenzlaff, studierter Stadtplaner, ist gemeinsam mit Michael Strietzel Betreiber eines Berliner Tonstudios.
An seinem ersten Hörspiel Adams van Ghoot sind über 20 zum Teil recht namhafte und erfahrene Schauspieler beteiligt, die er gekonnt durch die detailverliebte Handlung dirigiert.


(HÖRSPIELer:) Ihr Stück besteht aus einem Mix aus Science Fiction, Liebesgeschichte und Philosophie. Das Hörspiel liegt verdächtig nahe am "Anhalter durch die Galaxis". Ein Vorbild für Sie ?

(WENZLAFF:) Unbedingt! Douglas Adams hat, wie ich finde, die Welt enorm bereichert. "Per Anhalter durch die Galaxis" steht ganz weit oben auf der Liste meiner Lieblingswerke. Danach kommt erst mal ganz lange nichts. Einmal hat mich eine Freundin, die irgendein Fragespiel mit Bekannten gespielt hat, angerufen, um mich als eine Art Telefonjoker einzuspannen. Die Frage war: Wie heißt beim "Anhalter" die lauteste Rockband des Universums ? Das hat mich so stolz gemacht, dass mir die Antwort ("Desaster Area") plötzlich nicht mehr einfallen wollte. Um aber auf mein Hörspiel zurückzukommen: Ich würde mich nie mit dem "Anhalter" vergleichen, aus dem einfachen Grund, weil er unerreichbar ist. Als Quelle der Inspiration nenne ich ihn aber gerne.

Bei Ihrer ersten Hörbuch-Produktion haben Sie mit Buch, Regie und Schnitt beinahe alles selbst gemacht. Hätten Sie sich bei Ihrer Arbeit einen Verlag oder eine Hörfunkredaktion gewünscht, die Ihnen hierbei ein wenig `den Rücken gestärkt´ oder Sie einfach nur ein wenig entlastet hätten ?

Na ja, alles habe ich nicht selber gemacht. Ohne die Sprecher und die Mischung bzw. Produktion von Michael wäre das Buch wohl ein Buch geblieben. Ich sehe mich grundsätzlich als Teamplayer, insofern hätte ich gegen Unterstützung durch einen Verlag oder eine Hörfunkredaktion nichts gehabt. Doch die wollen ja oft schon das (halbwegs) fertige Produkt haben, um zu entscheiden, ob sie mit einsteigen. Ein kleiner Teufelskreis.

Was hat es mit dem etwas ungewöhnlichen Hörspieltitel Adams van Ghoot auf sich ?

Der Titel fußt - wie wohl das ganze Hörspiel- auf mehreren miteinander verknüpften Ideen. Ich musste dem Außerirdischen einen Namen geben, und ichnannte ihn "Adams". Viele Leute haben das in Richtung Adam und Eva interpretiert, aber in Wirklichkeit ist es einfach der Nachname von Douglas Adams, der hier als Vorname missbraucht wird. Dann wollte ich den Konflikt zum irdischen Gott durchklingen lassen und habe den Heimatplaneten des Außerirdischen daher "Ghoot" genannt, was ja klanglich relativ nah beieinander liegt.Dann kam mir wiederum der Gedanke an einen Maler namens van Gogh, der sich wohl ein Ohr oder einen Teil davon abgeschnitten hat, und weil ich dachte, dass mein Adams, sagen wir mal, ein bisschen seltsam ist, passte das ganz gut, weil ich das - also sich ein Ohr oder einen Teil davon abzuschneiden - auch ein bisschen seltsam finde. So kam das "van" dazu und das als Arbeitstitel ins Spiel gebrachte "Adams van Ghoot" hat sich dann irgendwie gehalten.

Als Erzähler konnten Sie Andreas Fröhlich (Drei Fragezeichen) gewinnen, der hörbar viel Spaß bei den Aufnahmen hatte. Mussten Sie ihn vorher noch von dem Genre Science Fiction

Spaß hatten wir in der Tat; Andreas nannte meine mitunter langen Sätze kafkaesk undwir waren uns einig, mit dem Hörspiel endlich ein Mittel zur Hebung des Bildungsniveaus gefundenzu haben. Noch während der Aufnahmen haben wir uns darüber gefreut, dass man sich das Hörspiel spätersicherlich mehrmals anhören muss, weil man beim ersten Mal dasein oder andere Detail verpassen wird. Über das Genre haben wir eigentlich gar nicht gesprochen, insofern gehe ich davon aus, dass es da keine Probleme gab. Aber Andreas hat ja auch andere Sachen gesprochenals die Drei Fragezeichen. "Fight Club" zum Beispiel, wo er Edward Norton spricht, ist zwar nicht unbedingt Science Fiction, aber doch ziemlich abgedreht (im positiven Sinne). Es freut mich auf jeden Fall, dass unsere Hörspielaufnahmen (hoffentlich nicht nur bei Andreas!) nach Spaß klingen.

Dürfen wir uns auf eine Fortsetzung von Adams van Ghoot freuen ?

Prinzipiell sprichtnichtsgegen eine Fortsetzung, und Lust hätte ich auch, den Charakteren noch mehr Leben einzuhauchen, sie weitere Abenteuer erleben zu lassen, neue Charaktere einzusetzen etc. Viele Vertriebe, mit denen Michael und ich gesprochen haben, haben eine Fortsetzung sogar zur Voraussetzung gemacht, das Hörspiel ins Programm zu nehmen. Auch wieder ein kleiner Teufelskreis: Eine Fortsetzung zuzusichern, bevor das erste Produkt überhaupt auf dem Markt ist und man weiß, wie es ankommt. Denn zügig eine Fortsetzung zu liefern hieße, jetzt bereits wieder mit den Aufnahmen zu starten.
Mai 2006




MENAGE A TROIS IM ALL

Wächter-Image
Im Beneix-Sternensystem soll Matt Anderson die Isolation eines Planeten überwachen. Der Stationscomputer ist seit Jahren seine einzige Gesellschaft, biseines Tages überraschend zwei in das System eindringende Raumschiffe die Ruhe des Wächters stören: Das erste wird befehligt von Artan, der den Planeten für seine Leute vereinnahmen will; das zweite Schiff fliegt unter Leitung der Kommissarin  Mira Avajánanti, die diesen Gesetzesbruch verhindern soll.

Matt, Artan und Mira verband einst ein intensives Dreiecksverhältnis. Deshalb glaubt Artan, den Wächter für seine Ziele einspannen zu können.

[Freier Download / Einzelne Sequenz]

  Länge:   
 56 min.

 Buch & Realisation:
 Hartmut
 
Lühr


 
(p) 2003/4
 Hartmut
 Lühr


beteiligte Schauspieler:


Manfred Callsen , Kay Ramczyk , Branka Hanisch , Sascha GluthUta V. Kohlenbrenner, Frédéric von Hof
als  Artan - Choi - Mira- Matt- Adra- Schatín
Foto: Dana Laurich (U.V. Kohlenbrenner)

Herzlichen Dank, UTA - für Deine Hilfe, die mir Kraft und Mut gegeben hat.

Textauszug(ARTANS einleitende Worte) :

Nachdem im Jahr 2136 erstmals terrestrische Raumschiffe das 29 Lichtjahre
von der Erde entfernte Beneix-Sternensystem passiert hatten, war es
von der Regierung unter Isolation für die irdische Raumfahrt gestellt worden.
So war es grundsätzlich für alle Sonnensysteme üblich,
auf denen nicht-menschliches intelligentes Leben festgestellt wurde.
Die Isolation wurde jeweils von interplanetaren Ein-Mann-Wächterstationen
überwacht und der Wächter im Beneix-System war seit nunmehr fast 10 Jahren ich.
        Ich war der einzige Menschin diesem abgelegenen Sternensystem.
Was tut man da, wenn man gerade keine Wartungsarbeiten vornimmt ?

        Heute lag ich z.B. entspannt auf der Liege in meinem Schlafquartier
und  hatte meine virtuelle Cyberbrille aufgesetzt.
Zusammen mit meinem zugeschalteten Bordfunktionssystem `Adrasteia´war ich ein
weiteres Mal der nüchternen Realität von `ZahmiaI´ entflohen.
Uns gelang das in letzter Zeit immer besser. Ich war zufrieden mit Adra und mir.
        Sie war seit Fertigstellung der Wachstation 2137 meine einzige Gesellschaft.
Die moderne terrestrische Arbeitspsychologie warnte zwar vorzuviel Nähe
zwischen einsamen Raumstationspersonal und persönlichkeitsfähigen
Stationsfunktionssystemen -
Aber dessen ungeachtet verstanden Adra und ich uns seit den letzten 9 Jahren
einfach immer besser. Ich bezog sie inzwischen sogar schon in
meine virtuellen Entspannungsprogramme ein. Und es gefiel mir!




REZENSIONEN | 50 Jahre Perry Rhodan Jubiläum, 8. September 1961

Perry-Rhodan-Classics

Die drei Einzel-Hörspiele nach William Voltz "PLANET DES TODES", "INVASION DER PUPPEN", "AUFRUHR IN TERRANIA" von jeweils ungefähr 40 Minuten Spieldauer erschienen bei Europa in den 70ern. Unter anderem wirkten Horst Breiter, Andreas von der Meden, Marianne Kehlau und Hans Meinhardt mit.

Der Serie lagen drei Perry Rhodan-Romane zugrunde, die jeweils lediglich am Rande etwas mit Perry Rhodan und Reginald Bull zu tun haben. Andere leitende Charaktere aus der Heftserie spielen ebenfalls kaum eine Rolle, was den drei Stories kaum Abbruch tut. Die Umsetzung gelang insgesamt nicht besonders professionell. Wenn man den Produktionen auch ihr frühes Erscheinen in den 70er Jahren nachsieht, so klingen viele Dialoge zeitweilig doch recht gekünstelt. Die weiblichen Rollen spiegeln darüber hinaus ein aus heutiger Sicht ziemlich armseliges Frauenbild wider:
In PLANET DES TODES wehrt sich der Planet Woodlark anscheinend mit allen ihm verfügbaren biologischen Mitteln gegen seine Besiedlung durch die Menschen. Erst ein junger Fotoreporter vermag mit viel Einfühlungsvermögen zwischen den Menschen und der fremden Welt zu vermitteln. Bei dem Hörspiel handelt es sich um ein esoterisch angehauchtes aber dennoch bzw. gerade deshalb hörenswertes kleines Umweltdrama.
In INVASION DER PUPPEN bahnt sich auf einem Kolonialplaneten des terranischen Imperiums eine Verschwörung gegen den Rest der Galaxis an. Ein geheimnisvolles machtbesessenes Plasma ergreift über folkloristisch anmutende Puppen Besitz von den Kolonisten. In dem Hörspiel retten Vater und Sohn (beide Mutanten) gemeinsam die Galaxis vor dem bösen Plasma. Rührend, aber leider nicht sehr spannend.
In AUFRUHR IN TERRANIA planen Aufständische einer terranischen Kolonialwelt ein Attentat auf Julian Tifflor, der Perry Rhodan auf Terra vertritt. Mit Hilfe eines heimtückischen Sprengstoffanschlags soll Tifflor aus dem Weg geräumt werden. Bei dem Hörspiel handelt es sich um einen ziemlich belanglosen Krimi, der ebensogut wie in der Zukunft auch im Chicago der 20er Jahre spielen könnte (20. Jahrhundert !).



REZENSIONEN | 50 jähriges Perry-Rhodan-Jubiläum, 8. September 2011

Perry Rhodan

Die 12teilige Serie mit Uwe Friedrichsen, Judy Winter, Rolf Jülich, Ernst von Klippstein und durchschnittlich ungefähr vierzig Minuten Spieldauer erschien ab 1984 bei Europa ("UNTERNEHMEN STARDUST", "DIE DRITTE MACHT", "MUTANTEN", "DER ANGRIFF DER INDIVIDUAL-VERFORMER", "ALARM IM WEGA-SEKTOR", "MUTANTEN IM EINSATZ", "DAS GEHEIMNIS DER ZEITGRUFT", "ENTSCHEIDUNG IM WEGA-SYSTEM", "DIE SPUR DURCH ZEIT UND RAUM", "DIE GEISTER VON GOL", "PLANET DER STERBENDEN SONNE", "DER UNSTERBLICHE").

Die Serie beginnt handlungsmäßig mit Heft 1 der Trivialromanserie (`Unternehmen Stardust´ von 1961). In elf weiteren Folgen wird die Geschichte Perry Rhodans und der Erde bis hin zur Lösung des `kosmischen Rätsels´ verbunden mit Rhodans Unsterblichkeit erzählt. Was die Besetzung der Rollen anbelangt, wurde seinerzeit beim Quickborner Label EUROPA geklotzt und nicht gekleckert: Mit Uwe Friedrichsen als Perry Rhodan und Judy Winter als dessen weibliche Kontrahentin Thora verpflichtete man zwei durch Theater und Fernsehen sowohl bekannte als auch lange bewährte Schauspielergrößen. Auch die Nebenrollen sind mit erfahrenen EUROPA -Sprechern wie Ernst von Klippstein und Jörg Pleva glücklich besetzt. Bei der Produktion hat man sich außerdem offenbar weitgehend an die Vorstellung des Rhodan-Verlages Moewig gehalten, wovon auch der Name des Drehbuchautors zeugt: Rhodan-Stammautor H.G. Francis. Das Sound-Repertoire der Quickborner Produzenten hält den Anforderungen einer handlungsgeladenen Science-Fiction-Serie stand. Als etwas übertrieben könnte man aus heutiger Sicht vielleicht den ausgiebigen Einsatz dramatischer Orchestermusik als Lückenfüller zwischen den einzelnen Szenen bezeichnen:
In den ERSTEN VIER FOLGEN entdecken die Astronauten Perry Rhodan und sein Begleiter Reginald Bull auf der Rückseite des Erdmondes das havarierte Raumschiff der den Menschen von der Erde technisch zwar weit überlegenen, jedoch zugleich auch degenerierten humanoiden Arkoniden. Diese helfen zusammen mit menschlichen Mutanten der Erde daraufhin bei der Überwindung des Ost-West-Gegensatzes und befördern die neugegründete `Dritte Macht´ zu einer raumfahrenden Gemeinschaft fortschrittsorientierter Menschen. Das alles erzeugt viel Pathos um das durch den Lauf der Geschichte glücklicherweise überholte Menschheitsproblem auf die Spitze getriebener ideologischer Gegensätze. Was in der Fiktion deutscher Romanautoren aus den frühen sechziger Jahren noch der Hilfe außerirdischer Intelligenzen bedurfte, erledigte sich in der Realität durch den mutigen Gorbatschow.
In den MITTLEREN VIER FOLGEN wird das nahegelegene Wega-System aufgrund einer Verwechslung von den aggressiven Topsidern überfallen und besetzt. Rhodan entschließt sich zu helfen. Während er mit Hilfe der Arkoniden und seiner Mutanten die Invasoren vertreibt, stößt er auf die Spur der Unsterblichen, die allen Wesen, die sie erfolgreich in der Galaxis aufspüren, versprechen, ihr Wissen um die Zellerhaltung mit ihnen zu teilen. Das alles liefert für vier Folgen Strategie, Action und somit fast zwangsläufig auch Spannung.
Während der LETZTEN VIER FOLGEN rätseln Rhodan und seine Crew über die knifflige Spur der rätselhaften Unsterblichen. Immer wenn sich Perry dem Ziel nahe glaubt, wird er aufs neue enttäuscht und seine Geduld auf eine harte Probe gestellt. Die Prüfungen, denen er sich ausgesetzt sieht, bedrohen ihn, seine Crew und schließlich gar das Leben Unschuldiger. Dennoch gelangt er endlich ans Ziel, welches für die Arkoniden mit einer beklemmenden Einsicht verknüpft ist. Es reicht für einige gelungene Momentaufnahmen fremdartiger Welten in Folge 10 und 11. Der Schluß in Folge 12 bleibt zusammen mit dem Schicksal der Arkoniden offen.



REZENSIONEN

Douglas Adams

In den Jahren 1981, 1991 und 1999 wurden die Serien "PER ANHALTER INS ALL" (Teil 1-6), "PER ANHALTER INS ALL" (Teil 7-15) sowie das Einzelhörspiel "RAUMSCHIFF TITANIC" zu jewels 300, 360 und 130 Minuten Länge mit Siemen Rühaak, Rolf & Markus Boysen, Felix von Manteuffel, Matthias Fuchs, Martin Seifert, Frank Stöckle, Nina Weniger, Frauke Poolman, Jens Wawrczeck und vielen anderen veröffentlicht.

Wohltuend ist dem `Anhalter´ anzumerken, dass seine Realisatoren keinem großen Druck ausgesetzt waren, die facettenreichen Handlungsstränge aus Adams Romanen in ein begrenztes Zeitformat zu pressen. Was die schauspielerischen Qualitäten der Sprecher anbelangt, sind die Darsteller aller Adams-Adaptionen gut ausgewählt. Lediglich die Stimmen von Dent und Prefect, den Hauptfiguren des Anhalters, klingen einander leider sehr ähnlich, was dazu führt, dass sie über weite Strecken der Serie kaum auseinanderzuhalten sind. Markus Boysen fällt mit seiner immer wieder recht selbstgefällig und klamaukhaft überzogen wirkenden Darstellung des `Ford Prefect´ leider negativ auf. Die Soundkulissen sämtlicher Adams-Vertonungen sind ab der ersten Produktion mit steigender Tendenz bedauerlicherweise recht bombastisch ausgefallen, was beim Hörer nach einiger Zeit durchaus zu einen Brummschädel führen kann:
In den ersten sechs Folgen von PER ANHALTER INS ALL reist Ford Prefect, menschenähnlicher Urbewohner von Ursa Minor, durch die Galaxie, um ein Handbuch für Billigreisen durch den Weltraum auf den neuesten Stand zu bringen. Hierbei landet er schließlich auch auf der Erde in England, wo er einige Zeit verweilt und sich sogar mit dem terrestrischen Eingeborenen Arthur Dent anfreundet. Doch die gemütliche Zeit ist schnell vorüber: Arthur und Ford gelingt es gerade noch rechtzeitig, per Anhalter in einem Raumschiff der Vogonen von der Erde zu fliehen, als diese sich daran machen, die Erde für den Bau einer galaktischen Umgehungsstraße zu sprengen. Originelle Einfälle in Folge sowie motivierte Sprecher und eine angemessene Umsetzung bescheren den Hörern eine gelungene Weltraumexpedition.
In den letzten acht Folgen von PER ANHALTER INS ALL werden Arthur Dent und Ford Prefect nach einem kurzen unfreiwilligen Zwischenstop in der Frühgeschichte der Menschheit wieder in die Gegenwart zurückgeholt. Hier gilt es nun, die Galaxis vor den Cricket-Kriegern zu schützen, die alle Lebewesen, die nicht vom Planeten Cricket stammen, auslöschen wollen. In diesem Abschnitt des `Anhalters´ werden neben dem bewährten Tohuwabohu einer ungebremst galoppierenden Handlung durchaus auch nachdenkliche Töne über Krieg, Frieden und Gerechtigkeit angeschlagen, was dem Hörerlebnis keinen Abbruch tut.
In RAUMSCHIFF TITANIC wird eine Gruppe von Erdenbürgern auf eben dieses pompöse Gefährt entführt, einer Art intergalaktischem Luxusliner. Fehlprogrammierte Roboter, die fremdartigen Sitten und Gebräuche der anderen Passagiere und vor allem eine aus Versehen aktivierte Selbstzerstörungsvorrichtung machen den Mitreisenden auf ihrem Flug schwer zu schaffen. Diese dem `Anhalter´ angelehnte Erzählung lässt nur noch wenig von dessen Originalität spüren. Eine handvoll mehr oder weniger (eher weniger) amüsanter Einfälle reicht nicht aus, 130 Minuten Hörspiel-Unterhaltung zu gewährleisten. Die Bemühungen der Darsteller sowie streckenweise infantil anmutende Sprachschöpfungen ("Smurf-Wumme" etc.) und eine gegenüber dem `Anhalter´ gesteigerte Portion Sex vermögen es nicht, den Hörer über die sich hinziehenden und mitunter nervtötenden Handlungsstränge hinüberzuretten.



REZENSIONEN

Maritim-Klassiker

Hauptsächlich um 1978 produzierte das Hamburger `Maritim´-Label mit Friedrich Schütter, Christine Teelen, Michael v. Rospatt, Stephan Chrzescinski, Rolf Mamero, Rüdiger Schulsky, Werner Hoffmann, Joachim Richert und vielen anderen zwei Serien mit jeweils drei Folgen und 50 Minuten Dauer ("PROJEKT S.E.T.I. - SIGNALE AUS DEM ALL"; "ORBIT CHALLENGER - KILLERSATELLITEN GREIFEN AN"; "ORBIT CHALLENGER - SPACE SHUTTLE ENTERPRISE"; "DAS GEHEIMNIS DER MAYAS"; "DAS GEHEIMNIS DER VERSUNKENEN STADT TIAHUANACO"; "DAS GEHEIMNIS DER PYRAMIDEN") sowie einen Zweiteiler zu jeweils ungefähr 40 Minuten ("ANTARES 8: WELT-ALARM"; "ANTARES 9: VERRÄTER AN BORD") und ein `nachgeschobenes´ Hörspiel ("DAS GEHEIMNIS DES BERMUDA-DREIECKS") zu ungefähr 60 Minuten Dauer.

Zu einem Zeitpunkt als die kommerzielle Hörspielwelt noch weitgehend in Ordnung war, produzierte das Hamburger Maritim-Label eine professionelle Science-Fiction-Reihe mit insgesamt 8 Hörspielen Umfang. Bevor es dann später nach dem Verkauf um das Label ruhiger werden sollte, erschienen die Tonträger noch eine Weile lang unter dem Label Auditon. Die Besetzung besonders der beiden Dreiteiler `Science Fiction Documente´ und `Die Zeitmaschine´ nach P. Bars konnte u.a. mit Namen wie Friedrich Schütter, sowie den aus anderen Hörspielserien bekannten Renate Pichler und Stephan Chzescinski aufwarten. Die Produktionen `Science Fiction Documente´ wie auch die `Zeitmaschine´ bestechen durch ihre ausgesprochen solide und unaufgeregte Umsetzung, bei der auf billige Effekthascherei und übermäßigen Musikeinsatz vollständig verzichtet wurde. Der Zweiteiler `Antares 8´ und `Antares 9´ nach Heinz Kühsel fällt hingegen gegenüber den anderen beiden Serien etwas ab, was mit einem anderen Produktionsteam und der Zielgruppenausrichtung auf jüngere Hörer zu erklären sein könnte. Die beiden Hörspiele sind fast vollständig von einem eigenen Soundtrack untermalt, der allerdings die jeweilige Atmosphäre gut trifft und verhältnismäßig unaufdringlich sowie originell daherkommt (Edgar Schlepper auf einem Synthesizer-Oldtimer):
Das ForschungsPROJEKT S.E.T.I., das Signale aus dem All aufspüren soll, empfängt ausgerechnet in dem Moment, in dem ihm vom amerikanischen Senat die Gelder gestrichen werden sollen, Signale von Barnards Stern. Doch nicht nur das: Wenig später funken die Barnards von der Rückseite des Erdmondes, dass sie dort gestrandet sind und Hilfe benötigen. Die Wissenschaftler wollen helfen, die irdischen Militärs verfolgen jedoch andere Ziele. Hierbei handelt es sich um ein Action- aber nicht handlungsarmes Hörspiel mit glaubhaft dargestellten Charakteren, in dem der Ost-West-Konflikt noch voll zum Tragen kommt.
Die internationale zivile Raumstation ORBIT CHALLENGER wird von Killer-Satelliten, die von der Erde aus gesteuert werden, attackiert. Der Kampf scheint aussichtslos, da es auf der Erde viele Kräfte gibt, die gegen die Station sind und man daher nicht weiß, wer hinter den Anschlägen steckt. Ein gut durchdachtes, aufschlußreiches und aufregendes Weltraumdrama.
Ein Wissenschaftler auf ORBIT CHALLENGER erhält Besuch von seinen beiden Söhnen. Seine Experimente scheinen kurz darauf sabotiert zu werden. Die beiden Söhne haben schnell einen Handlungsreisenden aus dem Space Shuttle Enterprise in Verdacht, für die Anschläge verantwortlich zu sein: Leidet der Mann etwa unter dem mysteriösen Orbit-Koller ? Eine Geschichte durchaus nicht nur für jüngere Hörer, obwohl die beiden Hauptdarsteller Kinder sind. Das Ende wartet überdies mit einer Überaschung auf.
Professor Bailey hat eine ZEITMASCHINE entwickelt, die er, bevor er sie der Weltöffentlichkeit vorstellt, noch ausführlich testen will. Daher begibt er sich mit seiner Crew auf die Reise durch die Zeit, die sie an aufregende Orte zu ereignisreichen Epochen führen soll. Da die Zeitmaschine auf der Reise beschädigt wird, ist man immer wieder einigen Turbulenzen ausgeliefert. Zudem stoßen der Professor und sein Team häufig auf die Spuren Außerirdischer, die sich offenbar öfter als einmal in die Menschheitsgeschichte eingeschaltet haben. Dies sind gut recherchierte Geschichten, die um eine interessant beschriebene und buntgemischte Gruppe von Menschen herum inszeniert wurden.
Hinter dem GEHEIMNIS DES BERMUDA-DREIECKS und dem Verschwinden mehrerer Schiffe stecken zeitreisende Menschen aus der Zukunft. Mit dieser in Stil und Inhalt an die `Zeitmaschinen´-Serie angelehnten Produktion wollte man bei Maritim scheinbar noch einmal an den Erfolg der anderen Kurzserien anknüpfen. Dies gelang nicht wirklich.



REZENSIONEN

Weitere Serien

Als weitere Science-Fiction-Serien scheinen 'Space Ryder SR447' (Abenteuer des Einsatzkommandos des solaren Sicherheitsdienstes) sowie 'Flash Gordon' (Der Superstar im Reich der Sterne) nennenswert.

Im 75minütigen Zweiteiler SPACE RYDER SR447 ("DAS UNHEIMLICHE RAUMSCHIFF"; "DIE PYRAMIDE DES EISPLANETEN") von Nevil Yd, das bereits 1967 öffentlich-rechtlich produziert wurde und ab Ende der 70er Jahre auch als Kassettenversion erhältlich war, sprachen neben Frank Rehfeldt noch Alexander Herzog, Marlies Kreipe, Werner Eichhorn, Werner Hanfgarn, Hans Georg Andree und Gerhard Retschy u.a.: Eine Crew des solaren Sicherheitsdienstes verschlägt es auf die Spuren einer überlegenen Zivilisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, von jeder Rasse intelligenter Lebewesen in der Milchstraße ein Exemplar zu konservieren. Der Zusammenhalt des Teams wird auf eine harte Probe gestellt. Eine für Jugendliche konzipierte Handlung mit einigen mehr für noch jüngere Hörer geschriebenen Dialogen. Ausgezeichnete, leider in keinerlei anderen Hörspielproduktionen mehr auftauchende Darsteller (vermutlich Theaterschauspieler). Minimaler Musikeinsatz, dieser dafür absolut pointiert. Beispielhafte Umsetzung. Die Geschichte befürwortet für menschliche Unternehmungen im All die Einhaltung eines hierarchischen `Führerprinzips´, was vermutlich für jugendliche Hörer etwas bedenklich ist, was allerdings gleichzeitig ebenfalls sehr vielen erfolgreichen US-amerikanischen SF-Filmproduktionen zu eigen ist (Siehe die Star Trek-Serien).
Im Zehnteiler FLASH GORDON ("DER SUPERSTAR IM REICH DER STERNE"; "MING´S RÜCKKEHR"; "DIE SKLAVENJÄGER DES MING"; "SIEG ÜBER TÖDLICHE GEFAHREN"; "DIE VERRÄTERIN AUS DEM EWIGEN EIS"; "BRUKKA, DER FEUERGOTT"; "DAS GRÜNE UNGEHEUER"; "RÜCKKEHR ZUR ERDE"; "DIE BESTIE AUS DEM WELTALL"; "DAS TOR DES UNHEILS"), dessen Folgen im Schnitt vierzig Minuten laufen und der Anfang der 80er Jahre bei Europa erschien, spielten neben Lutz Mackensy noch Heidi Schaffrath, Gottfried Keller, Jürgen Thormann und zahlreiche andere Mimen mit. Die erste Folge ist handlungsmäßig identisch mit der des gleichnamigen Kinofilms. Auf den Planeten Mongo, der unter der Herrschaft des Tyrannen Ming steht, haben die dorthin verschlagenen Erdenbürger Flash Gordon, dessen Freundin Dale Arden und Professor Zarkov zahlreiche Abenteuer zu bestehen. Das Ergebnis ist ist eine Science Fiction-Serie mit einem starken Einschlag in Richtung Fantasy. Die `Kinofilm´-Folge 1 wurde adäquat in die Hörspielform transponiert. Ansonsten wird hauptsächlich auf die Vermittlung oberflächlicher und ziemlich phantasieloser Action gesetzt. Dies ist um so enttäuschender, als mit Gottfried Keller und Jürgen Thormann zwei ausgezeichnete Schauspieler zur Verfügung standen, deren Talent lediglich ansatzweise zur Geltung kommen konnte. In den Folgen 5-7 brilliert immerhin die unnachahmliche Marianne Kehlau als Königin Freya.
Die zweiteilige FLASH-GORDON-Vertonung ("DAS GEHEIMNIS DES SKLAVEN-PLANETEN"; "DIE RAUMFALLE") von Telefunken aus der Mitte der Siebziger Jahre muss leider trotz zum Teil gut beleumdeter Sprecher wie Konrad Halver und Franz-Josef Steffens als total misslungen angesehen werden, da es sich bei den Werken viel eher um Krach- und Kreischorgien handelt als um Hörspiele.
In der Mini-Serie RAUMSCHIFF GALAXIS aus den späten Achtzigern verschlägt es eine Crew von Menschheits-Überlebenden auf ihrer Suche nach einer neuen Heimatwelt in unsere Nachbargalaxis Andromeda, wo es einige Herausforderungen zu bestehen gilt. Die Serie verzichtet immerhin auf plumpe Action, wie man sie aus allzu vielen Vertonungen für Jugendliche kennt. Sie wartet dafür mit reichlich wissenschaftlichen Erläuterungen auf, die hin und wieder ganz interessant aber wenig unterhaltsam sind. Obwohl zahlreiche (eher mäßig gute) Sprecher an der Produktion beteiligt sind, werden sämtliche Rollen so gut wie kaum charakterisiert, so dass sich die Hörer nicht mit den Protagonisten identifizieren können. Der Mehrwert dieser sicher gut gemeinten Vertonung erschließt sich auch beim aufgeschlossenen Hören nicht.



REZENSIONEN

Einzeltitel

Als weitere Einzeltitel scheinen 'Krieg im All', 'Raumschiff UX3 antwortet nicht', sowie 'Alarm im Weltraum' nennenswert.

In KRIEG IM ALL von H.G. Francis, das Ende der Siebziger bei Europa erschien und knapp über eine halbe Stunde läuft, wirkten neben Brigitte Kollecker noch Christian Mey, Volker Brandt, Hans Meinhardt und andere Schauspieler mit. Die Handlung scheint bis auf den Austausch der Namen der Hauptakteure nahezu identisch mit der des Films `Krieg der Sterne´ - bombastischer Soundtrack, annehmbare Effekte, routinierte Sprecher in einem müden Hollywood-Abklatsch.
Im Schallplatten-Klassiker von 1969 RAUMSCHIFF UX3 ANTWORTET NICHT von Bert Varell mit etwas über einer halben Stunde Spieldauer sind neben Hans Clarin noch Horst Stark, Michael Paelchau, Ingrid Andree, Helmut Lange und einige andere bekannte Schauspieler zu hören: Die Besatzung des Raumschiffs UM9 geht auf Rettungsexpedition, um das verschollene Schwesterschiff UX3, das in einem fremden Sonnensystem gestrandet ist und von den dortigen Bewohnern überfallen wurde, zu retten. Wohl das erste deutschsprachige kommerzielle SF-Hörspiel mit nennenswerter Auflage überhaupt. Hans Clarin als Commander Tex Terry klang vor nunmehr nahezu 40 Jahren naturgemäß noch erstaunlich frisch. Die recht oberflächliche Handlung wird ergänzt durch eine abwertende (beinahe `rassistische´) Darstellungsweise der Außerirdischen. Bemerkenswert ist im negativen Sinne die Äußerung des Commanders über sein einziges weibliches Crewmitglied: "Sie ist als Frau für uns keine Belastung und überhaupt ganz in Ordnung..." Zwischen den Begriffen `Galaxie´ und `Sonnensystem´ wird in dem temporeichen Stück irritierenderweise nicht unterschieden.
Das Hörspiel BESUCH AUS DEM WELTRAUM hat den Untertitel "Eine Sonne explodiert", dauert ungefähr vierzig Minuten, erschien in den Siebzigern und kann unter anderem mit Friedrich Schütter als Sprecher aufwarten: Überlebende von drei untergegangenen Planeten machen sich auf den Weg zur Erde, auf der man Verwandte von sich wähnt. Die Geschichte ist für eine Kaufschallplatte (bzw. MC) erstaunlich komplex, besonders was die Beziehungen der beteiligten RaumfahrerInnen untereinander anbelangt. Die Handlung ist merkbar auf mehr als eine Folge angelegt, zu einer Fortsetzung des Hörspiels kam es jedoch nicht. Sehr befremdend wirkt heute der vorherrschende extrem militärische, beinahe `preußische´ Tonfall des Raumschiffkommandanten. Hierzu passt auch die fast antik anmutende spärliche Musikuntemalung durch eine frühe Elektro-Orgel. Dies alles erinnert beinahe ein wenig an Raumpatrouille Orion - ohne deren Niveau zu erreichen.



REZENSIONEN

Weitere Einzeltitel

Als weitere SF-Hörspiele besprechen wir kurz 'Jan Tenner' und einige Einzelhörspiele.

Zwischen 1980 und 1989 erschienen 45 Folgen der Serie JAN TENNER. Sie wirkt bestenfalls wie der Versuch einer deutschen Ausgabe von Flash Gordon. Die Gordon-Abenteuer bei Europa sind gute Unterhaltung und nicht gerade bekannt für ihre übertriebene Tiefe. Im Vergleich zu Jan Tenners Niveau jedoch wirken sie geradezu wie philosophische Literatur. Die Handlung in Westland, in Greyville und in Westland-City erscheint dermaßen zäh und vorhersehbar, dass man sich wundern muss, wie die berühmt-berüchtigte Autorenlegende H.G Francis die Hörspielskripte für die ersten sieben Folgen scheinbar ohne Skrupel an Kiosk verkaufen konnte. Vermutlich hat man ihm dort enge inhaltliche Grenzen gesetzt - ganz enorm enge. Die Figuren bleiben in allen Folgen oberflächlich und entwickeln sich kaum, die Inszenierung geriet träge und hausbacken. Selbst die Namensgebung erscheint unelaboriert (Professor Zweistein, 'Leonen', Professor Futura etc.). Sehr bedauerlich - man hätte die verfügbaren Mittel und die nicht unbeachtliche Vertriebsstruktur von 'Kiosk' auch für eine Serie mit etwas mehr Esprit und Witz einsetzen können. Immerhin scheint die Reihe eine gewisse Lücke gefüllt zu haben, sonst wäre sie sicher viel eher eingestellt worden.
Mit RAUMKONTROLLSCHIFF WEGA I hat sich Wolfgang Ecke, seines Zeichens erfolgreicher Kinderkrimi-Autor, im Science-Fiction-Genre versucht. Der Ausflug missglückte gründlich. Das Stück mit dem Untertitel "Das Geheimnis des Planeten Drudu" enttäuscht so ziemlich alle der ohnehin nicht sehr hoch geschraubten Erwartungen: Bei der Geschichte um den Fluchtversuch einer Gruppe Verbannter von einem Gefägnisplaneten handelt es sich schlicht und einfach nicht um einen Science-Fiction-Stoff. Die anmaßende Genrewahl muss vielmehr verdecken, dass die dünne Geschichte ohne einen nachvollziehbaren 'Clou' auskommen muss. Sie hätte ebensogut auf der amerikanischen Gefängnisinsel Alcatraz spielen können. Immerhin wurde das Hörspiel mit ruhiger Hand und solide realisiert - das ist aber auch alles.
Bei ROBOTER R7 AUßER KONTROLLE handelt es sich wie auch beim Schwesterhörspiel GEFAHR FÜR DIE ERDE um eine Weltraumabenteuer-Vertonung des Labels 'Europa' aus dem Jahr 1969. Der junge Andreas von der Meden spielt einen von seinem vorlauten Roboter genervten Raumschiffkommandanten. Das eher für junge Hörer konzipierte Stück vermag immerhin kurzfristig zu unterhalten. Das ebenfalls in den Siebzigern erschienene Hörspiel ABENTEUER IM WELTALL scheint ebenfalls für junge und arglose Hörer produziert worden zu sein. Die solide Vertonung der dünnen Story um einen Angriff fremdartiger Fledermäuse auf ein Raumschiff, der noch dazu brutal abgewehrt wird, kann immerhin mit dem hervorragenden Schauspieler Gerd Baltus als Erzähler aufwarten.
Der Hörspiel-Zweiteiler DIE GÖTTER AUS DEM ALL nach Erich von Däniken mit den beiden Folgen 'Landung in den Anden' sowie 'Atlantis - Experimente mit Menschen und Monstern' kann als Comic-Adaptionen trotz routinierter Sprecher wie Wolfgang Kieling, Konrad Halver und F.J. Steffens nicht überzeugen, da er mit purem Aktionismus statt mit überzeugender Handlung zu punkten versucht. Da helfen auch die Sound-Effekte eines Kino-Kassenerfolgs von George Lucas nichts. Die stets niedlich-burschikose Fernsehansagerin Hanni Vanhaiden wirkt in der Hauptrolle des Atlantis-Hörspiels wenig glaubwürdig. Bei LIL BOLDERS STERNENKINDERn hingegen lagen die Erwartungen nicht sehr hoch und konnten daher auch kaum enttäuscht werden. Im 'Kampf gegen Sator' muss die bunte Truppe um Lil gegen einschläfernde Synthesizer-Harmonien frisch aus der Tonstudio-Hausorgel ankämpfen. So machte man beim Label Delta Music aus der Not eine Tugend, nicht auf Hollywood-Weltraumgeräusche zurückgreifen zu können: Problem sympathisch gelöst.




REZENSIONEN

Weitere Science-Fiction-Hörspiel-Serien

Ende der Siebziger Jahre kamen zwei wenig überzeugende Hörspiel-Zweiteiler auf den Markt: Zum einen die DIE ABENTEUER DER ALPHA CENTAURI, zum anderen EIN UFO KOMMT SELTEN ALLEINE. In den Centauri-Folgen `Die Roboter kommen´ und `Im All verschollen´ sind zwei der bekanntesten Stimmen des deutschsprachigen Raums der siebziger und frühen achtziger Jahre in den tragenden Rollen zu hören: Mister `Internationale Hitparade´ Wolf Dieter Stubel sowie Miss `Tagesschau´ Dagmar Berghoff. Beide waren als Sprecher mit ausgesprochen ästhetischem Timbre in Radio und Fernsehen sehr prägnant und eigentlich ohne Konkurrenz. Als Darsteller im Hörspiel scheinen sie jedoch vollkommen deplaziert und überfordert, da sie nun einmal keine routinierten Schauspieler waren. Man hört dies leider in jeder Sekunde des drögen Zweiteilers, der seine konfusen Handlungen und seine schon beinahe `preußisch´ anmutende Detailverliebtheit in Pseudo-Weltraumgesetze und Vorschriften nicht mit Leben zu füllen vermag. Nicht viel besser sieht es leider bei den `Ufo´-Folgen `Vol. 1´ und `Vol. 2´ aus, wenn auch umgekehrt: Die routinierten Darsteller können eine naive und enervierend moralisierende Geschichte um lernbegierige Außerirdische leider nicht in ein akzeptables Hörvergnügen verwandeln. Eine Art Waldorfschule im Weltall, der auch ihre pophistorischen Anspielungen à la `Amanda Lear´ keine Punkte bei den Hörern bescheren.
Nicht wirklich eine Bereicherung zu erkennen vermag man auch in der Mitte/Ende der Achtziger Jahre erschienenen Serie LORDS OF SPACE von Rudolf Leubner - obwohl es begrüßenswert scheint, dass auch abseits der nahezu vollständig marktbeherrschenden Europa- und Maritimstudios professionelle Hörspiele zu produzieren versucht wurden. Zwar zeichnen sich in den sechs erschienenen Folgen interessanterweise bereits Themen wie `Virtual Reality´ ab, die filmisch dann erst einige Jahre später z.B. in der Matrix-Reihe verarbeitet wurden. Die Umsetzung der detailverliebten Handlung mit der über längere Passagen unbeteiligt und auch leicht gelangweilt wirkenden Sprechercrew geriet jedoch leider wenig überzeugend.
In der Mini-Serie RAUMSCHIFF GALAXIS ("NEUE HEIMAT ANDROMEDA"; "FLUG INS UNGEWISSE"; "TÖDLICHE GEFAHREN") aus den späten Achtzigern verschlägt es eine Crew von Menschheits-Überlebenden auf Ihrer Suche nach einer neuen Heimatwelt in unsere Nachbargalaxis Andromeda, wo es einige Herausforderungen zu bestehen gilt. Die Serie verzichtet immerhin auf plumpe Action, wie man sie aus allzu vielen Vertonungen für Jugendliche kennt. Sie wartet dafür mit reichlich wissenschaftlichen Erläuterungen auf, die hin und wieder ganz interessant aber wenig unterhaltsam sind. Obwohl zahlreiche (eher mäßig gute) Sprecher an der Produktion beteiligt sind, werden sämtliche Rollen so gut wie kaum charakterisiert, so dass sich die Hörer nicht mit den Protagonisten identifizieren können. Der Mehrwert dieser sicher gut gemeinten Vertonung erschließt sich auch beim aufgeschlossenen Hören nicht.



REZENSIONEN

Commander Perkins

Die Serie COMMANDER PERKINS nach H.G. Francis mit zunächst sechs plus später noch einmal drei weiteren Folgen zwischen 33 und 40 Minuten Spieldauer ("DAS TOR ZU EINER ANDEREN WELT"; "IM STROM DER UNENDLICHKEIT"; "DAS GEHEIMNIS DER UFOS"; "BORDON, DER UNSTERBLICHE"; "SATURN RUFT DELTA-4"; "EXPEDITION IN DIE VERGANGENHEIT"; "VERSCHOLLEN IN DER UNENDLICHKEIT"; "DER GALAKTISCHE WAFFENMEISTER"; "DAS MITTLERE AUGE") erschien Ende der siebziger beziehungsweise Anfang der achziger Jahre bei Europa. Die Hauptpersonen wurden gesprochen von Horst Stark, Gernot Endeman, Gaby Libbach, F.J. Steffens, Mathias Lorenz und anderen.

Vermutlich DIE SF-Hörspielserie der 70er Jahre. Geschrieben wurde sie von dem damals noch recht unverbrauchten H.G. Francis, der seinerzeit jedoch schon Science-Fiction-Erfahrungen als Perry Rhodan-Autor gesammelt hatte. Das Besondere an der Serie stellt das vom Autor über immerhin 6 Folgen durchgehaltene Aufeinander-Aufbauen der Handlung zu einer wirklich umfangreichen Geschichte dar. Dies ist um so mehr zu würdigen, als kommerzielle Hörspielverlage es wegen des geringeren ökonomischen Risikos meist vorziehen, in sich abgeschlossene Einzelfolgen einer Serie zu veröffentlichen. Auch die teilweise größeren Zeiträume zwischen den einzelnen Veröffentlichungen machten dieses Unterfangen vermutlich nicht einfacher. Anfang der 80er Jahre schob EUROPA wegen des Erfolges der ersten 6 Teile noch einmal 3 Folgen nach, die jedoch im Vergleich zu ihren Vorgängern merklich abfielen. Mit der Serie eng verbunden ist seit den 70er Jahren der Name ihres Hauptdarstellers Horst Stark. Seine forsche, beinahe gedrillt wirkende Darstellungsweise des Commander Perkins hat seither keine Nachahmung gefunden. Zur Seite stand ihm mit Gernot Endemann ein bekannter Bühnenschauspieler. Überhaupt war die Perkins-Serie beinahe ein reines Männerprojekt: Sie kam in 9 Folgen mit lediglich einer einzigen (!) Frauenrolle aus.
FOLGEN 1-6: Professor Common hat einen Dimensionsbrecher erfunden, mit dem Menschen den interstellaren Raum ohne Hilfe von Raumschiffen überwinden können. So gelangen sie auch auf die Wega, deren Bewohner aus zunächst unbekannten Gründen ein tiefes Mißtrauen gegenüber den Menschen auszeichnet. Als es dann noch zu einigen tragischen Zwischenfällen zwischen den Menschen von der Erde und den menschenähnlichen Bewohnern der Wega kommt, scheint eine militärische Auseinandersetzung beinahe unvermeidlich ... Spätestens ab der dritten Folge entläßt die Serie ihre Hörer nicht mehr aus ihrem Bann. Die Darsteller sind engagiert, die etwas actionlastige Handlung wird ergänzt durch psychologisch interessante Ausführungen die Verständigung mit einer völlig fremden Zivilisation betreffend.
FOLGEN 7-9: Mit Hilfe des Dimensionsbrechers haben die Wissenschaftler von Delta-4 den Planeten `Arrow´ erreicht, der über und über mit den Raumschiffwracks hochtechnisierter Weltraumfahrer bedeckt ist. Die irdischen Militärs sind begeistert, dann begeht jedoch ein Wissenschaftler einen gefährlichen Fehler. Er macht die Bewacher des Planeten auf die bis dahin im Verborgenen operierenden Menschen aufmerksam. Das ruft die galaktische Großmacht des `mittleren Auges´ auf den Plan, der der Dimensionsbrecher von Professor Common ein Dorn im Auge ist ... Atmosphärisch düster angelegter Dreiteiler, dem man sein Entstehen in einer Zeit des Wettrüstens alleine schon durch seine antimilitaristische Orientierung anmerkt. Recht actionlastig mit einer sehr dichten Szenenfolge. Der abgehackte Schluss bleibt etwas unbefriedigend.



REZENSIONEN

Die große Reise

Im Jahr 1981 veröffentlichte Maritim vier Folgen ("EIN UFO MACHT ÄRGER"; "WIRBEL IM MONDLIFT"; "ROTE ELEFANTEN AUF DEM JUPITER"; "BEGEGNUNG IM ALL") zwischen 50 und 60 Minuten Dauer der Serie DIE GROßE REISE von Alfred Krink mit Manfred Steffen, Renate Pichler, Konrad Halver, Thiemo Krink, Stephan Chrzescinski, Rolf Jahnke, Katharina Matz, Wolf Dieter Stubel und einigen anderen.

Die Reihe `Die große Reise´ ist für Kinder und Erwachsene konzipiert. Was auf den ersten Blick wie ein etwas platter Marketing-Spruch erscheint, erweist sich nach dem Hören als durchaus zutreffende Beschreibung der Stücke: Kinder werden spannend und humorvoll unterhalten und auch Erwachsene bekommen viel Stoff zum Schmunzeln geboten. Zu einer Zeit als den tonangebenden Medienhäusern im Hörspielbereich noch an niveauvoller Kinder- und Familien-Unterhaltung mit humanistischem Anspruch gelegen war -also Anfang der 80er Jahre- entstand unter dem Label Maritim ein Serien-Highlight. Für die damaligen Macher des Maritim-Labels typisch, wurden die Stücke hochkarätig besetzt und handwerklich vorbildlich realisiert.
EIN UFO MACHT ÄRGER: Die Familie Hermes ist auf dem Weg zum Mond, um von dort aus eine `große Reise´ zu den benachbarten Planeten zu unternehmen - Da wird Jelly von einem Ufo entführt und körperlich verändert. Ein etwas zäher Einstieg in das Weltraumabenteuer mit amüsanten Anspielungen auf die Fortschrittsgläubigkeit.
WIRBEL IM MONDLIFT: Im Mondlift angekommen gehen die Probleme weiter: Eine nicht frei im Handel erhältliche Tarnfarbe sorgt für Verwirrung und ein Passagier des Lifts verlässt die Fähre in einem fehlerhaften Raumanzug. Recht witzige Dialoge dank einiger skurriler Liftpassagiere begleitet von schrägen Wortschöpfungen futuristische kulinarische Leckerbissen betreffend.
ROTE ELEFANTEN AUF DEM JUPITER: Endlich ist die Familie Hermes vollständig im Raumschiff auf dem Mond versammelt. Mit einem getarnten blinden Passagier an Bord startet die Reise zu den sonnenfernen Planeten. Ein Besatzungsmitglied ist kauziger als das andere. Professor Nös eigenwilliges Obst-Modell des Sonnensystems ist anschaulicher als mancher Himmelsatlas.
BEGEGNUNG IM ALL: Das Expeditionsschiff `Golden Pilgrim´ ist schon ziemlich weit von der Erde entfernt, da trifft es auf ein Oldtimer-Raumschiff. Die Stimme des Kommandanten kommt den Mitgliedern der Familie Hermes sehr bekannt vor. Ein erstaunlich lebensnahes Beispiel für die menschlichen Auswirkungen von Langzeit-Aufenthalten im Weltraum vermag die Hörer zum Schmunzeln zu bewegen - Die Schilderung von Jellys Geburtstagsfest geriet zwar originell aber auch etwas betulich. Serienende eben ...



REZENSIONEN

Widerliche Zeiten

Aus zwölf turbulenten Folgen ("DAS NÄCHTLICHE NACHTKONZERT"; "AUF NACH NEUSCHNEELAND"; "EIN UNWICHTIGER GEBURTSTAG"; "BETRÜGERISCHER ABSTAUBER"; "AUFBRUCH UND STREIT"; "DAS SCHWARZE LOCH"; "WIDERLICHE HITPARADEN"; "VOODOOS UND MOGULE"; "MEHR GULLYS ALS VÖGEL"; "BIZARRE PRÜFUNGEN"; "IM MACHTRAUSCH"; "AKTION BEI MONDSCHEIN") aus der Feder von Abraham Greenbaum mit jeweils ungefähr 40 Minuten Dauer entstand zwischen 1984 und 1986 die Serie WIDERLICHE ZEITEN, bei der Stars und Sprecher wie Priscilla Greenbaum, Miss Arry-Laine, Friedrich Anvil und Abe Greenbaum mitwirkten.

Improvisierte stand-up-comedy eines Hamburger Piratensenders aus den 80ern, die ursprünglich als trashiges Spin-Off zu Loriots Ansagerinnensketch startete. Damals in der Kategorie Humor/Klamauk beheimatet würde man die für Kinder und Jugendliche konzipierte Serie heute neudeutsch wohl als Comedy/Trash einordnen. Teilweise recht amateurhafte Elemente stehen in dieser Serie zahlreichen sehr gelungenen Augenblicken gegenüber: Die schrägen Schwestern Mathilde und Doris Newton leben mit ihren Partnern Ottokar und Heinrich in wilder Ehe auf Schloss North Cothelstone Hole auf dem turbulenten Planeten Wega. Beide teilen sowohl ihre Liebe zu Buttermilch als auch die Neigung zu lautstarken Auseinandersetzungen:
Die vier Hauptfiguren auf der Spur des `kosmischen Rätsels´, welches Ihnen die Unsterblichkeit verschaffen soll. Eine eigenwillige Mischung aus `Schloss Mordabrunn´ und `Perry Rhodan´ (Folge 1-3).
`Heini´ und die anderen bauen ein Raumschiff, mit dessen Hilfe sie den Planeten `Barnard´ erreichen wollen. Auf dem Flug dorthin macht ihnen ein blinder Passagier zu schaffen. Ein heftiger und witziger Streit unter zickigen und irren Raumfahrern (Folge 4-6).
Mathilde und Doris haben die Raumfahrerei satt und starten beide jeweils konkurrierend eine Sangeskarriere. Ein früher Vorgriff auf 'Deutschland sucht den Superstar'. Durchaus ähnlich absurd. Und natürlich fliegen bei den Mädels die Fetzen (Folge 7-9).
Doris gerät in den Einfluss der weganischen Guru-Religion. Typisch für sie wird sie sogleich fanatisiert und steigt bis zum neuen `Großguru´ auf. Leider ist sie keine besonders friedliche Herrscherin ... Auch der letzte Abschnitt der Saga geriet an vielen Stellen erfreulich schräg und äußerst komisch (Folge 10-12).



FIKTION

Fiktionales Gespräch mit M. Gaida

Wer in den Achtziger Jahren unkonventionelle und respektlose Hörspiele hören wollte, der kam auf Dauer nicht an den Stücken von M. Gaida vorbei. Nach großen Erfolgen, wie z.B. dem Hörspielpreis der Kriegsblinden im Jahr 1990, wurde es seit Mitte der 90er Jahre recht ruhig um den in Berlin lebenden Autor. Mittlerweile erleben seine Stücke eine kleine Renaissance: Im Internet stehen seine Klassiker wie `Auf zur Venus´ ganz oben auf den Wunschlisten mp3-tauschwilliger Hörspielfreunde und auch Open-Air-Aufführungen von z.B. `Apocalypso oder äußerst besorgt - zutiefst befriedigt´ können sich über mangelnden Zulauf nicht beklagen.

Insbesondere seine Science-Fiction-lastigen Stücke erfreuen sich mit dem Aufkommen moderner Verfahren zur Datenkomprimierung in Internet-Tauschzirkeln von Hörspielfreunden seit einiger Zeit großer Beliebtheit. In einem fiktionalen Interview antwortet Autor M. Gaida auf die Frage, ob ihn dies freue, zustimmend:
Dass bei 'diesen Internetgeschichten' der Urheberschutz der Autoren aber auch anderer an der Produktion von Hörspielen beteiligter Personen weitgehend auf der Strecke bleibe, sei ihm persönlich ziemlich egal. Er sei kein Vertreter des rigiden Copyright. Diese Einstellung sei zwar manchmal defaitistisch und selbstzerstörerisch - Aber grundsätzlich seien wir doch alle nur Medien, die Einfälle und Intuitionen haben. Das wären immer nur Dinge, die in uns eintreten, durch uns hindurch finden usw. Eine sozusagen egalitäre Veranstaltung, weswegen seiner Meinung nach bezüglich kultureller Inhalte niemand wirklich sagen könne `Dies oder jenes ist meins.´ Es liefe zwar in der Praxis tatsächlich trotzdem so ab, insbesondere vorangetrieben durch Amerika und den Kapitalismus, aber letztendlich sei das in seinen Augen ein Witz: Wir alle hätten Teil an einem großen Zirkus, wobei wir aber lediglich Empfänger seien. Diese Metapher mit den Radioempfängern habe er ja zum Beispiel auch in `Auf zur Venus´ thematisiert.



ESTABLISHMENT

Vorurteile über kommerzielle Science-Fiction-Hörspiele

Die Einstellung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu kommerziellen SF-Hörspielproduzenten gibt Dieter Hasselblatt in seinem Aufsatz `Radio im Konditional - Über Science Fiction und Hörspiel´ wider. Darin schreibt er u.a.: "Die wenigen Science-Fiction-Hörspiele, die von der Schallplattenindustrie produziert wurden, sind ärgerlichste Musterbeispiele nicht nur für alle gängigen Science-Fiction- Klischees, sondern darüber hinaus auch dafür, wie man Ahnungslosigkeit in Ware umsetzt... ." [aus: Deutsches Rundfunkarchiv (Hg.): Horst G. Tröster: Science Fiction im Hörspiel 1947-1987, Frankfurt a.M., 1993, S. 9-34]

So sehr einige Kritikpunkte von Hasselblatt auch zutreffen mögen, der beinahe unverhohlene Neid eines Vertreters der öffentlich-rechtlichen Senderbürokratie auf die flexiblen produktions- und verbreitungsmäßig ungleich wirkungsvolleren Möglichkeiten kommerzieller Anbieter entgeht dem Leser hierbei nicht. Was nutzt es denn, wenn man in den Rundfunkanstalten anspruchsvolle und zugegebenermaßen oft auch unterhaltsame Genre-Hörspiele produziert, wenn diese kaum an Jugendliche und Jungerwachsene als Hauptzielgruppe dieser Literaturgattung herangetragen werden ? Es ist sicher bedauerlich, dass man es beim öffentlich- rechtlichen Rundfunk über Jahrzehnte nachlässigerweise versäumt hat, sich die Lizenzrechte der verwendeten Tonquellen wirkungsvoll zu sichern, so dass man gelungene Produktionen, mit denen es private Produzenten keinesfalls aufnehmen können, schon weil sie selten über vergleichbare finanzielle Mittel verfügen, heute nicht vermarkten kann. Wenn der SF-interessierte Hörer in den Hörbuch-Regalen der Kaufhäuser noch bis vor wenigen Jahren lediglich auf Douglas Adams und vielleicht einige wenige Uralt-Kamellen á la Stanislaw Lem stieß, dann sollte man sich mittlerweile in den Rundfunkhäusern nicht damit begnügen, auf die Kommerziellen zu schimpfen, sondern lieber versuchen, lizenzrechtlich zu retten, was noch zu retten ist und schleunigst aktuellere Stoffe veröffentlichen.
Um aber doch noch ein wenig Ehrenrettung für den `Schmachredner´ Dieter Hasselblatt zu betreiben, sei an dieser Stelle auf sein 1983 produziertes SF-Hörspiel Fix und Fertig (Siehe nachfolgende Tabelle) verwiesen, in dem er ein beklemmendes, psychologisch ausgefeiltes und zugleich spannendes Hörbild einer künftigen (bzw. heute schon beinahe verwirklichten) Mediendemokratie zeichnet. Die Schauspieler Judy Winter und Wolfgang Kieling machten dieses Werk zu einem wahren Hörerlebnis. Es ist wirklich bedauerlich, dass der nachwachsenden Generation der Genuß solcher Werke wegen der pseudo- elitären und medienökonomisch fragwürdigen Haltung einiger (nicht aller !) öffentlich-rechtlicher Entscheidungsträger verwehrt bleibt.



PROFITUM

Öffentlich-rechtliche Science-Fiction-Hörspiele

Diese Seite plädiert dafür, Vorurteile der Art gegenüber öffentlich-rechtlichen Hörspielproduktionen außer acht zu lassen, sie seien oft künstlerisch hochgradig ambitioniert, elitär und nur in den seltensten Fällen spannend. Wie bei fast allen Vorurteilen gibt es auch hier einen wahren Kern, aber dennoch: Gerade Science Fiction-Freunde werden mit Hörspielproduktionen dieses Genres von den öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalten mehrheitlich ausgesprochen gut bedient.

SF-Hörspiele öffentlich-rechtlicher Machart weisen sich nach Ansicht des HÖRSPIELers in ihrer Mehrzahl durch besondere Eigenschaften aus, die sie deutlich von SF-Produktionen kommerzieller Anbieter abheben. Sie sind meist ohne Zeitdruck unter der Regie erfahrener Realisatoren produziert; Bei der Schauspielerauswahl spielt die Gage eine nachgeordnete Rolle; Im Durchschnitt haben öffentlich- rechtliche SF-Hörspiele eine längere Spielzeit, in der es möglich ist, komplexere Inhalte mit dramaturgisch ausgereiften Dialogen darzustellen; Auf das `Strecken´ von Laufzeiten mit Hilfe aufwendiger Musik wird fast immer verzichtet; Produziert werden die SF- Hörspiele zudem überwiegend für eine erwachsene Zielgruppe, was sich positiv auf das Niveau der Inhalte auswirkt, da Alibi-Kinderrollen wegfallen. Als `Traumpaar´ des deutschsprachigen SF-Hörspiels können, was Qualität als auch Quantität Ihres Erscheinens anbelangt, mit Fug und Recht Karin Anselm und Walter Renneisen angesehen werden. Die ehemalige `Tatort´-Kommissarin, der man seinerzeit vorwarf, im Fernsehkrimi zu farblos zu agieren, sowie der Theater- und Filmschauspieler haben sich in dutzenden von Science-Fiction-Hörspielen (überwiegend aus Süddeutschland), für die beide ein hörbares Faible besitzen, im Duett aber auch als Solisten mehr als bewährt.
Oben genannte Vorzüge gelten mit Einschränkungen für Produktionen, die bis ungefähr Mitte der 90er Jahre realisiert wurden. Danach wirkte sich nach Einschätzung des HÖRSPIELers der Qualitätsabbau der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auch hier nachteilig aus. Nichtsdestotrotz sind die Archive der Sender gefüllt mit zahlreichen anspruchsvollen, originellen und oft auch spannenden SF-Hörspielen, die immer wieder einmal im aktuellen Hörfunkprogramm wiederholt werden. Der HÖRSPIELer versucht im Folgenden, eine kleine Übersicht sich aufgrund gewisser Datenkomprimierungsverfahren neuerdings wieder verstärkt im Umlauf befindlicher SF-Vertonungen anzubieten.
Die Punktevergabe für die mittlerweile über 200 Kurzrezensionen erfolgte nach rein subjektiven Kriterien: Über 200 Hörspiel-Kurzrezensionen

Titel Autor Jahr Min. Thematik Handlung / Kurzrezension Pkte.
2068 Stefan Blankertz 2008 54 Demographie, Diktatur Europa hat sich mit China gegen die USA verbündet und die an den Rand der Gesellschaft gedrängten Alten proben den Aufstand.
Die akzeptable und einigermaßen gewagte Grundidee des Hörspiels hat leider keine Chance gegen Regie und Drehbuch: Bei diesem wirren Durcheinander von Gekreische und Geraune bekommt man als Zuhörer in kürzester Zeit einen Brummschädel und fühlt sich um mindestens 10 Jahre vorzeitig gealtert.
2(von
 10)
Abteilung Fox Friedrich Scholz 1978 120 Raumfahrt Achtteiler über ein gemischtes Paar, das mal langweilige und mal aufregende Botenfahrten im All unternimmt.
Nette Unterhaltung im Plauderton, in 70er-Jahre-Atmosphäre und mit tradierten Rollenbildern.
6
Affäre Krater - Streng geheim Ursula Horwitz ca.
1980
30 Extraterristen Auch `tote´ Gegenstände können Intelligenz beherbergen: Z.B. Mondkrater.
Wohl eines der unaufregendsten SF-Hörspiele überhaupt. Die Handlung kann man getrost vernachlässigen, Sprecher und Regie sind großartig !
7
Alpha 0.7 – Der Feind in Dir Sebastian Büttner,
Oliver Hohengarten
2010 ca.300 Überwachung, Totalitarismus Junge Frauen begehren gegen den Überwachungsstaat auf.
Die 6-teilige Hörspielserie verspricht politisch korrekte Unterhaltung vom Feinsten mit zwei Frauen an der Spitze, die ja - das bestätigen uns offizielle Stellen immer wieder - ohnehin die besseren MenschInnen und somit auch AbenteurerInnen sind. Es ist wunderbar, dass wir dies von einem öffentlich-rechtlichen Sender auch einmal in Form einer SF-Serie bestätigt bekommen.
2
Die Ameise, die mit einer Fahne winkte
oder Doktor Federbaums Universum
Richard Hey 1978 75 Telepathie, Paraphysik Die in Eis eingeschlossene Welt von morgen ist nur mit Telepathie zu retten.
Verknüpft philosophische Fragen mit ökologischen und schildert darüber hinaus höchst menschliche Raumfahrerprobleme. Harmonisches Gesamtkunstwerk, musikalisch experimentell.
8
Das andere Land  Claude Cueni  1982 57 Überwachungsstaat  Finster, grotesk, unbarmherzig. Nicht besonders schlüssig und streckenweise ins Sadistische abdriftend. 3
An der Eisgrenze  Hermann Ebeling  1981 56 Eiszeit Unspektakuläres Stimmungsbild einer Eiszeit-Finalgesellschaft. Mentaler statt physischer Darwinismus. Mit sowohl zynischen als auch kitschigen Elementen sowie Gerd Haucke. 5
Die Anderen Horst Zahlten 1977 51 Okkultismus, Spiritismus Wie kommt man okkulten Vorgängen auf die Spur ?
Chaotische Erzählstruktur, dennoch streckenweise originell.
4
Andromeda Fred Hoyle, John Elliot 1970 55 Extraterristen, Gentechnik Außerirdische funken Baupläne für Übermenschen zur Erde. Wissenschaftler und Militärs sind dumm genug, die Pläne umzusetzen.
Ein Hippie-SF mit jeder Menge psychedelischer Musik. Für sein Alter erstaunlich aktuell. Engagierte Sprecher agieren in einer gelungenen Realisation.
7
Angst auf der Haut Hans Jürgen Buber 1984 60 Ökologie, Kapitalismus Extrem deprimierendes Hörspiel um Umweltgifte und Arbeitsausbeutung. Ähnlichkeiten mit George Orwells `1984´ sind schwer zu überhören. 1
Angst unter Bäumen Ursula K. LeGuin 1985 59 Telepathie Eine Planetenexpedition, die von einem Telepathen unterstützt wird, den alle wegen seiner Fähigkeiten hassen, gerät in Schwierigkeiten.
Gute Story, sehr gute Dialoge, wenig Action, teilweise bedrückend und atmosphärisch dicht.

Besprechung
9
Die Antipoden Chris Brohm 1988 53 Extraterristen Die Erde ist eine Scheibe und auf der unteren Seite leben `Unter´irdische (Antipoden).
Detailreich, wenig spektakulär, mit einem unbefriedigendem offenen Schluss.
4
Apis Mellifica Jiri Ort 1993 53 Evolution Immer mehr Menschen verwandeln sich nach und nach in Bienen. Eine Metamorphose, die nicht unbedingt von Nachteil sein muss ? Mit  Gerd Baltus 7
Arcturella Marina Dietz 1993 48 Extraterristen  Eigentlich ein Krimi. Oder docheher ein modernes Märchen ? Vielleicht zu 10 % ein Science Fiction. Immerhin: Die Story ist einigermaßen unorthodox und an einigen Stellen unterhaltsam. Auch kann man diesem Hörspiel sicher nicht vorwerfen, dass es nicht ausreichend verworren oder ungenügend kompliziert ist. 4
Das Attentat Isaac Asimov  1967 52 künstliche Intelligenz Beinahe wissenschaftlich, mäßig spannend, jedoch schlüssig und gut durchdacht. 5
Auf zur Venus Michael Gaida 1982 54 Psychopathologie Die Behörden auf der Erde entledigen sich fünf psychisch auffälliger Menschen mit Hilfe des Raumschiffs `Skarabäus´, das die lästigen Mitbürger zur Venus verfrachten soll. Während des Fluges bricht auf der Erde ein Atomkrieg aus, doch auch im Weltall bleibt man an Bord des `fliegenden Mistkäfers´ nicht unbehelligt.
Großartig !
10
Auf zwei Planeten Kurd Laßwitz, Helmut Swoboda 1984 85 Außerirdische Menschen entdecken Marsianer an den Polen der Erde. Diese sind zunächst recht friedlich.Recht langatmige Vertonung eines SF-Klassikers. Mit erhobenem Zeigefinger ... 2
Das Auge der Supernova Dana Ranga  2002 54 Psychologie, Intrigen Über langweilige Astronauten und noch langweiligere Computer - zäh, phantasielos, handlungsarm, bestenfalls `gemütlich´ 3
Aus einer anderen Welt Chris Bruhn  1991 57 Parapsychologie, Extraterristen Ein Jugendlicher hat einen Draht zu Außerirdischen.
Wirkt über lange Strecken jedoch sehr betulich und klischeelastig. Einige Sprecher sind leider hörbar überfordert.
2
Ausgeträumt Charles Bukowski 1997 54 Invasion, Krimi Ein Privatdetektiv stößt bei seinen Recherchen auf Außerirdische, die die Gestalt von Menschen annehmen können.
Ein typischer `Bukowski´ im Stil eines flotten (SF-)Krimis.
6
Die Außerirdischen Friedemann Schulz 2010 58 Arbeit, Burnout-Syndrom Eine Astronautin, die eine Weltraumstation leitet, kommt ins Grübeln über ihre Vergangenheit.
Mit Martina Gedeck prominent besetzt, verliert sich das mit ruhiger Hand inszenierte Stück in zu vielen Handlungsfäden. Aber wenigstens ist Gender-Mainstreaming jetzt im Weltraum angekommen.
4
Babel 1929 Hermann Ebeling  1979 55 Endzeit- Phantasie Der eintausend Stockwerke zählende hochmoderne Babel-Turm birgt eine perfekte Diktatur.
Der Funke springt trotz einiger interessanter Details nicht über. Düsteres Hörspiel mit einem deprimierenden Menschenbild.
4
Die Befristeten Elias Canetti 1966 88 Lebensdauer Eine Gesellschaft legt vorab die Lebensdauer ihrer Bürger fest. Welches nicht jeder akzeptieren mag.
Mit dem jungen Marius Müller-Westernhagen. Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Begegnung im Holotank Robert Silverberg  1992 59 Holographie Historie, Psychologie, intelligente Dialoge und eine Winzigkeit SF. 7
Beispiel Frederic Brown 1972 3 Extraterristen Kurzhörspiel über die Landung eines Ufos in einer idyllischen Kleinstadt. Atmosphärisch sehr gelungen, aber zu kurz ! (6)
Berenice
oder das Inseldilemma
Hans Kneifel 1988 46 Mutationen, Radioaktivität Gelungenes SF-Inseldrama für einen Menschen und ein wachsendes Korallenriff. 7
Die Beseitigung Eugen Egner 2009 42 Transdimensionalität, Paranoia Ein Mann gerät in Wuppertal an feindliche Außerirdische, die ihn per Magnetresonanz-Tomografie in eine andere Dimension versetzen.
Streckenweise unterhaltsame und amüsante Verfolgungsgeschichte, die sich jedoch allzu bekannter Stilmittel bedient.
3
Das bessere Drittel Robert Sheckley (Jörg Liebenfels) 1989 58 Persönlichkeitsspaltung Ein Geruchsingenieur will die zwei von ihm getrennt in jeweils anderen Körpern lebenden abgespaltenen Persönlichkeiten wieder mit sich vereinen. Bei ihnen handelt es sich jedoch um einigermaßen suspekte Charaktere.Optimale Kombination aus Erzählungen und Dialogen - Spannend, witzig, konsequent. Mit Gerd Haucke. 8
Best-Best Volkshochschule Köln (+ Peter Hasselblatt) 1974 36 Abweichung In der zukunft ist alles bestbest - aber nur für Leute, die sich anpassen.
Ein Mann (Peter Fricke) versucht auszubrechen ...Mit erhobenem Zeigefinger ...
3
Blond ist nicht zu sehen Lothar Stemmwedel 1994 44 Holographie Gute Sprecher, gute Dialoge, eher schräg als spannend.
Besprechung
6
Böhmen am Meer Hans Magnus Enzensberger 1988 58 Satire Eine fiktive Radio-Dokumentation über Europa im Jahre 2006.
Von Realität und Originalität überholt.

Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
3
Brille Fatal Chris Brohm 1997 52 Zeitreise, Fantastik Ein Mann reist in die Zukunft und stößt dort auf die Intrigen seiner Lieben.
Boulevardesker SF-Krimi mit angedeuteten philosophischen Anflügen.
2
Bruder Feind Barry B. Longyear 1981 56 Exo-Psychologie Zwei Fliegerpiloten verfeindeter Planeten betreiben interkosmische Völkerverständigung. (verfilmt als ENEMY MINE) 5
Bürger Z560031B drückt seinen Knopf nicht mehr Hans Peter Preßmar 1977 40 Totalitarismus Konserviert antiquierte Zukunftsängste. Gute atmosphärische Machart, jedoch keine überzeugende Handlung. 3
Die Bunkermann- Kassette Ulrich Horstmann 1979 40 Endzeit Eine Tonkassette überlebt den dritten Weltkrieg und wird von zurückentwickelten Menschen gefunden. Das Stück versucht, hart zu sein und aufzurütteln. Das war Ende der 70er Jahre sicher auch angezeigt.Mit erhobenem Zeigefinger ... 2
Centropolis Walter Adler 1975 54 Degeneration Eine künftige lebensfeindliche Metropole, in der sich ein zweitklassiger Schauspieler und seine Freundin, die Unfallopfern Organe für Transplantationen raubt, durchzuschlagen versuchen.
Sadistisch, sehr zynisch und extrem schwulenfeindlich - Das kam 1976 bei der Hörspieljury der Kriegsblinden gut an.
1
Chaos Mensch Chris Brohm 1993 55 Überbevölkerung Eine Hand von Wissenschaftlern entwickelt zweifelhafte Strategien gegen die Überbevölkerung.
Dramaturgisch bewegt sich das Stück leider auf Volkshochschulniveau. Immerhin äußert eine Figur die bisher mutigste Frage des neueren deutschsprachigen Hörspiels: `Soll denn nur noch der Pöbel Kinder zur Welt bringen ?´
3
Der Chip-Souffleur Jiri Ort  2001 53 Virtuelle Hybriden Boulevard-SF. Ob mit laienhaftem Regisseur oder laienhafter Besetzung hat sich dem HÖRSPIELer bisher nicht erschlossen. Kurzstreckenweise ein wenig unterhaltsam, aber dennoch: Es erscheint unfassbar, dass dieses Stück aus der Feder von SF-Ikone Jiri Ort stammen soll. Muss eine Auftragsarbeit gewesen sein. 2
Chlorophyll Christian Mehr 1985 60 Ökologie Wissenschaftler entdecken, dass einige Pflanzen mit übernatürlicher Geschwindigkeit zu wachsen beginnen. Die Ausbreitung wird schnell zum Problem.
Halbwegs geglückter Versuch, das Genre der amerikanischen 50er-Jahre-SF-Filme für´s Hörspiel zu adaptieren.
4
Citizen Robot Clifford D Simak 1989 59 Reproduktion, Kybernetik Ein zunächst nützlicher Haushaltsroboter macht sich selbständig und fängt an, sich zu reproduzieren.
Etwas sehr hemdsärmelige und betuliche 'Robots made by Robots'-Variation.
4
Cogito in vitro Ingomar von Kieseritzky 1999 59 Transplantation Trotz ausgezeichneter Besetzung reichlich verworren. Aber immerhin ein echter `Kieseritzky´ ... Mit  Donata Höfer 4
Countdown Günther Kuhnert 1984 48 Homosexualität, Kastration Zwei männliche Astronauten, die in einem Raumschiff versuchen, Nachwuchs zu zeugen. Originelle Story, solide umgesetzt.
Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
6
Der Dämon von Kowara Roger Dixon 1967 190 Extraterristen Der Held weiß, was getan werden muss - Die zunächst widerspenstige Frau steht ihm bald unterwürfig und dankbar zur Seite. Selbst 1967 war das bereits antiquiert ! (und zudem sehr langweilig) Bereits einige Jährchen zuvor hatte Thora ihrem Perry Rhodan bereits gehörig eingeheizt ... 2
Dafan Frank Peter Hermsen 2001 54 Zeitreise, Megalopolis Ein Soldat wird in die Zukunft einer gigantischen Technowelt versetzt.
Vielversprechernder Ansatz. Geht ein wenig in den eigenen zum Teil recht originellen Details unter.
5
Daisy Day Hermann Ebeling 1984 57 Konsumgesellschaft Eine degenerierte Familie auf Abwegen. Witzig, makaber.
Besprechung
7
D.A.S.E.R. Jörg Liebenfels  1993 43 Atomkraft Höher lassen sich Zeigefinger kaum noch heben. Dennoch gelingt es Liebenfels, einige Spannungsmomente zu erzeugen. Zusätzlich bietet das Hörspiel (Tatort: Helgoland; als Atommüllendlager, darauf muss man erst einmal kommen) eine Brise friesischen Humor..  6
Demolition Alfred Bester 1973 100 Telepathie SF-Krimi, in dem ein `Esper´ermittelt. Etwas zu lang, dennoch solide realisiert. 4
Designer-Baby Jörgpeter Ahlers 2005 69 Genetik Kinderhörspiel über unmoralisches Klonen, das sich nicht mit Mehrdeutigkeiten aufhält. Mit erhobenem Zeigefinger ... 4
Die drei Stigmata des Palmer Eldritch Philip K. Dick 2012 109 Parapsychologie Ein Seher kämpft um seine Liebe.
Routinierte aber leider schlecht strukturierte und daher konfus wirkende Vertonung einer vermutlich annehmbaren Originalgeschichte von Philip K. Dick.
3
Die drei von draußen Ekkes Frank  1988 44 Degeneration Über weite Strecken recht verworren. Linguistisch ein wenig anbiedernd. Die Figuren bleiben leider nur im Ansatz interessant.  4
Die dritte Zivilisation Boris Strugatzkij, Arkadi Strugatzkij 1999 61 Metaphysik, Extraterristen Astronauten treffen auf einem Planeten auf sehr sensible Außerirdische.
Exzellente Sprecher in einem potentiell spannenden Stück. Es fehlen jedoch der rote Faden und die Auflösung.
über Sprecher J. Wawrczek
5
Edit - Große Schwester Hermann Ebeling 1985 55 künstliche Intelligenz Ein Computer deckt eine Verschwörung auf.
Das Hörspiel kommt beinahe ein wenig als SF-Soap herüber. Unspektakulär, detailverliebt.
5
Eifelheim Hermann Motschach  1992 54 Extraterristen  Mysteriöser Recherche-Krimi mit badischem Lokalkolorit um eine im Mittelalter verschollene Stadt. 6
Einfache Hinfahrt Michael Springer 1987 74 Apokalypse, Anarchie Eine junge Frau will in einem Europa ohne Regierungen unbedingt nach Wales reisen.
Düstere, wenn auch packende Endzeitszenarien in einem Europa, dessen Regierungscliquen die einfachen Bürger verraten haben. Hat der Autor die Entwicklung für das 21. Jahrhundert bereits voraussehen können ?
3
Ein Experiment des Doktor E. über die Bewohnbarkeit der Hölle Hermann Ebeling 1976 55 Umwelt, Illusion Wie man ein Hörspiel ohne das Erzeugen von Spannung und Tiefgang auf über 50 Minuten strecken kann, bleibt das Geheimnis von Hermann Ebeling bzw. den seinerzeit an dieser Schlafstudie beteiligten Redakteuren vom SDR. 2
Einige tausend Jahre danach Lothar Streblow  1986 54 Radioaktivität Zwei Männer werden von ihrer Regierung in das seit Jahrhunderten überflutete Gebiet der norddeutschen Tiefebene geschickt, um die Folgen der dort anzutreffenden radioaktiven Verseuchungzu bestätigen.
Detailreiche Umsetzung einer sehr düsteren Szenerie.
Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Ein Raumanzug zu wenig Lex Stelkonikow 1974 36 Raumfahrt, Havarie Zwei Astronauten und nur ein Raumanzug zum Überleben: Das klassische Dilemma.
Brauchbares Jugendhörspiel aus der DDR.
4
Einsame sind erpressbar  Abdel Monem Labar  1989 53 Transplantation Quälend langatmige Umsetzung einer interessanten Idee. Auf die Auflösung aufgeworfener Fragen wird gänzlich verzichtet.  1
Ein Spaß für Engel Ken Whitmore 1982 54 Spiritualistät, Religion Gott ist kein gütiger alter Mann, sondern ein nerviger kleiner Junge.
Originelle und vielschichtige Geschichte, die maßvoll ein gewisses Tabu bricht.
5
Das Ende Frederic Brown 1972 1 Zeitreise Kurzhörspiel über eine Zeitmaschine. Leidlich originell und zu kurz ! (2)
Das Ende von etwas George R. R. Martin 1989 60 Extraterristen, Metamorphose Raumfahrer jagen Nebelwesesn im All.
Eine Art SF-Moby-Dick. Detailverliebt und intelligent, jedoch auch etwas versponnen.
5
Ende eines Störfalls Klas Ewert Everwyn 1984 58 Chemieunfall, Prophetie Ein rheinischer Chemiekonzern lässt die Anwohner einer gefährlichen Anlage im Unklaren über die Bedrohung.
Mit der wunderbaren Else Quecke. Auch Peter Lühr war sich nicht zu schade für diese Vertonung.
Mit erhobenem Zeigefinger ...
3
Endstation Kambrium Robert Silverberg 1987 50 Diktatur, Zeitreise Politische Dissidenten werden per Zeitreise in die Urzeit der Erde verbannt.
Sehr gute Idee aus der man mit Sprechern wie Jürgen Thorman und Gerd Haucke mehr hätte machen können.
4
Die Entscheidung Eva-Maria Mudrich 1988 54 Eliten, Alterung Im Kampf gegen den menschlichen Alterungsprozess sind Opfer zu beklagen.
Zähe und unentschiedene Handlung.
3
Der Erinnerungs-mechanismus Philip K. Dick 2002 22 Parapsychologie Der Bewohner eines drangsalierten Landstrichs rächt sich an der schuldigen Behörde.
Wirkt überraschend realistisch.
4
Esau Philipp Kerr 1999 96 Anthrobiologie Forscher und Agenten auf der Jagd nach dem Yeti. Funktioniert als Hörspielthriller mindestens ebenso gut wie das Buch - und mit Sicherheit besser als der Film. 5
Expedition in die Nacht George R.R. Martin 1987 54 künstl. Intelligenz Die Besatzung eines Forschungsraumschiffs fällt der eingebauten künstl. Intelligenz Ihres Gefährtes zum Opfer. Ein etwas überkandideltes aber spannendes Mutter/Sohn-Drama. Übernimmt sich etwas in seinen Andeutungen auf Parallelhandlungen. 6
Das Experiment Frederic Brown 1972 3 Zeitparadoxon Kurzhörspiel über ein paradoxes Zeitreise-Experiment. Amüsant, aber zu kurz ! (5)
Die Explantation Ulrich Finkenzeller 1993 53 Kybernetik Ein menschliches Hirn wird verpflanzt... Das grundsätzlich interessante Thema wird jedoch leider nicht in eine interessante Geschichte umgesetzt. 4
Ende ! Aus ! Vorbei ! Christian Gailus 1999 47 Apokalyse Massenmedien-Groteske, angelehnt an `Natural Born Killers´. Teilweise stark überzeichnet, dies jedoch gekonnt. Mit Ingolf Lück. 5
Fahrenheit 451 Ray Bradbury 1994 59 Totalitarismus, Spaßgesellschaft Bücherbesitz wird vom Staat verfolgt.
Ein klassisches Thema, welches in dieser Vertonung keinen Anlass zu neuen Überlegungen bietet.Mit erhobenem Zeigefinger ...
3
Falsch korrigiert Isaac Asimov 1970 59 künstliche Intelligenz Intrigen um die Zulassung eines geistig überlegenen Computers
Schlüssig, solide und ohne Pepp umgesetzt.
3
Feindliche Pflanzen  Michael Krausnik, Murray Leinster  1990 40 Extraterristen, Darwinismus Die Besatzung eines irdischen Raumschiffs trifft auf überlegene Pflanzenwesen, die sich von Menschen ernähren.Eine sehr aktionsgeladene Trivialhandlung wurde hier nahe am Tabubruch konsequent umgesetzt, wobei eine Präsenz entstand, der man sich als Hörer nur schwer entziehen kann. hoher TRASHfaktor
8
Feuerwerk für Morgen  Eva-Maria Mudrich  1977 33 Miniaturwaffen Hausbackener Kleinstadt-SF. DiePointe ist arg simpel ausgefallen. Mit Günther Strack (!). 3
Der Fisch Lothar Streblow 1972 10 Ökologie, Umweltverschmutzung, Totalitarismus Ein Mann sichtet einen Fisch. Die sind allerdings seit Jahrhunderten ausgestorben - also sollte er ihn lieber nicht gesehen haben.
Haarscharf am erhobenen Zeigefinger vorbei inszeniert. Nochmal Glück gehabt !
3
Fix und Fertig Dieter Hasselblatt
LINK
1977 42 Medienterror Alle wichtigen politischen Kontroversen werden in reißerischen Talkshow-Duellen ausgetragen ...
Ausgezeichnete Sprecher (Judy Winter & Wolfgang Kieling), ausgefeilte Dramaturgie.
9
Die 5. Dimension Konrad Fiakowsky (Bearbeitung: D.Hasselblatt ) 1984 25 Zeitreise Unbeherrschbare Technik: Die Zeitreise als Unfall im Physiklabor. Mit Herbert Bötticher. 4
Flucht zu den Sternen Louis Charbonneau 1968 218 Totalitarismus Eher eine Agentenstory. Teilweise brutal aber immerhin mit interessant charakterisierten Hauptfiguren. 3
Flug nach Ruber Eva-Maria Mudrich  1988 52 Telepathie Über Pflanzen, die Menschen verstehen und richten. Ein netter Pfarrer wird zum Instrument des Bösen. Unterhaltsam, originell. 6
Frankenstein in Hiroshima Jörg Buttgereit 2002 47 Monster, Mutationen Inhaltlich sehr vorhersehbarer und darüber hinaus geschmackloser Versuch einer zeitgemäßen Hörspiel-Umsetzung der klassischen Frankenstein-Geschichte. 1
Ein freier Nachmittag Manfred Jahnke  1980 46 Zeitdimensionen Ein solide realisiertes Hörspiel ohne Spannung und Aussage.  2
Der Fremde Theodore Sturgeon 1969 58 Extraterristen Eine Gruppe von Weltverbesserern gaukelt der Menschheit den Angriff Außerirdischer vor, um die verfeindeten Erdnationen zu einen.
Schlichtes Moralstück, das ein wenig an die Perry-Rhodan-Romane der frühen sechziger Jahre erinnert.
4
Der Fuchs und die Hasen Ray Bradbury 1968 23 Zeitreise Ein Pärchen flieht aus der kriegerischen Zukunft in die Vergangenheit, wird dabei jedoch verfolgt.
Mit 
Gerd Baltus. Mit erhobenem Zeigefinger ...
4
Gebaut, um Glück zuproduzieren  Horst Zahlten  1972 51 Duplikate Mutet thematisch etwas antiquiert an. Soziologisch und philosophisch interessant, annehmbare Dialoge.  6
Der Geburtstag Eva-Maria Mudrich 1981 49 Genetik Man befürchtet einen Großteil des Hörspiels das Aufrichten des erhobenen moralischen Zeigefingers zur Gänze - Wird dann jedoch gegen Ende mit einer überraschenden Auflösung für die erlittenden Sorgen bezüglich übergroßen Gutmenschentums entschädigt. Mit erhobenem Zeigefinger ...
5
Gedankenraum Jiri Ort 1989 55 Telepathie Etwas theorielastiger Auftakt zur `Gedankenraum´-Trilogie von Jiri Ort. Fortsetzung: `Die vergangene Zukunft´ 5
Geisterfahrer Hans-Joachim Alpers 1992 57 Organhandel Drei Menschen auf der Flucht vor Organhändlern.
Ein brisantes Thema wurde hier inhaltlich wie dramaturgisch unsagbar schlecht umgesetzt.
0
Genau wie auf der Erde Robert Sheckley 1973 46 Ethik Die naive und gutmütige Bevölkerung einer Erdkolonie muss sich plötzlich auf Mord und Totschlag umstellen.
Unspektakulär und nett anzuhören.
5
Geschichte einer Entdeckung Isaac Asimov 1968 47 Automation Während eines lange währenden Krieges mit den ebenbürtigen Denebern verlieren die Menschen ihre Selbstständigkeit gegenüber ihren eigenen Computern.
Eine gute Grundidee, leider sehr nichtssagend als Hörspiel adaptiert. Überflüssig, beinahe ärgerlich. Mit Günter Strack.
1
Der getreue Roboter  Stanislaw Lem  1980 46 Kybernetik Märchen um einen sehr menschlichen Roboter. Wirkt heutzutage etwas obsolet. 4
Gladiolen oder die neue Freiheit Julio Cortázar 1990 34 Zeitschleife, Diktatur Ein Bruder-Schwester-Ehepaar führt ein vorbestimmtes Leben.
Genügt sich mit düsteren Andeutungen.
3
Die Glücksmaschine Paul Thain 1992 51 Kybernetik, virtuelle Realität Die Entwicklerin einer Cyber-Software bekommt psychische Probleme.
Stimmiges, Trauriges Stück über eine ungute Zukunft.
4
Das große Ebenbild Dino Buzzati 1961 86 Genmanipulation Psychedelisch verworrene Geschichte um vom Menschen geschaffene Monstren - recht unkonventionell, aber ebenso enervierend. 2
Gott Barnes Miriam Allen de Ford 1984 43 Evolution Ein alter Wissenschaftler züchtet intelligente Heuschrecken. Werden sie die Weltherrschaft übernehmen ?
Intelligente Gedankenspiele über die Relativität des Menschseins.
5
Hallo, Schmetterling ! Kenneth Harmon 1965 21 Telepathie Eine Riesenspinne hat telepathische Kräfte.
Sehr altmodisch erzählt aber dennoch kurzweilig.
4
Die hässlichen Schwäne Boris Strugatzkij, Arkadi Strugatzkij 1979 80 Diktatur, Totalitarismus Die Kinder laufen einer Diktatur davon. Ihre Eltern sind dazu zu träge.
Surreales utopisches Märchen mit offenem Ende.
4
Das Haus am Meer  Eva-Maria Mudrich 1976 52 Transdimensionalität, Träume  Träge Story ohne Biss. 2
Heimkehr Otto Höschle 1978 59 Genetik Heimkehrende Raumfahrer finden die Erdbevölkerung verändert vor.
Nahezu nihilistische Zukunftsvision aus der Zeit des `kalten Krieges´. Überwiegend spannend.
4
Heisterbach Richard Hey 1973 42 Zeitreise Ein Hörspiel aus gespielten Interview-Versatzstücken ohne Dramatik 2
Der Held der Pest auf Blo Michael Springer 1977 62 Ideologie, Krieg Eine Planetenpest bedroht die Kolonien der Menschheit. Die Soldaten, die sie bekämpfen sollen, beginnen jedoch zu zweifeln.
Düstere Zukunftsvision mit hohem Depri-Faktor, Anspielungen zum 'kalten Krieg' sowie Christian Brückner. Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
3
Hinter den Masken Hans-Joachim Alpers 1991 57 Klonen Eine Clique von Menschen will mit Hilfe von Klonen die Weltherrschaft an sich reißen. Der für´sMedium Hörspiel gut geeignete Stoff geriet in der Umsetzung recht unspektakulär. 4
Hochhaus James Graham Ballard, Paul Plamper 2006 165 Darvinismus, Klassenkampf In einem gigantischen Hochhaus kämpfen arme und reiche Bewohner gegeneinander. Die Männer mutieren dabei immer mehr zu Primaten.
Die recht simple Story hätte sicher auch in einer halben Stunde erzählt werden können. Das Hörspiel reiht sich ein in die Serie defaitistischer Zukunftsvisionen, mit der der öffentlich-rechtliche Hörfunk seine ihm verbliebenen Hörspielhörer anscheinend über das Wesen der menschlichen Natur desillusionieren möchte.
2
Hört mich einer ? Eike Gallwitz 1989 57 Telepathie Frauen entdecken ihre telepathischen Fähigkeiten und wollen die Welt beherrschen.
Eine tiefenpsychologisch angelegte gut umgesetzte Story.
6
Hotel Auferstehung Horst Zahlten 1969 52 Alterung Menschen lassen sich in einer Bananenrepublik für die Zukunft einfrieren.
Vertonung mit leicht satirischen Einschlägen.
4
Hundeherz Michail Bulgakov 1989
2002
70
58
Transplantation Einem Hund werden menschliche Organe eingepflanzt.
Humor plus etwas SF plus Kritik am (real existierenden) Sozialismus. Kommt leider nicht richtig in Fahrt.
2
Die Hysteresis-Schleife Ilja Warschawskij  1977 58 Zeitreise; Christentum Hier wird nahezu Kindermärchenniveau erreicht. Wäre die Story streckenweise nicht so geschmacklos penetrant auf `Gutmensch´ angelegt, könnte man fast gutgelaunt dabei einschlafen. Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Ich, der Robot - 1: Robbie, das Kindermädchen Isaac Asimov 1971 40 Ethik Ein Kind vermisst seinen Roboter.
Harmlos, vorhersehbar.
2
Ich, der Robot - 2: Vernunft Isaac Asimov 1971 49 Kybernetik, Religion Roboter gründen ihre eigene Religion.
Handlungsgleich mit `Roboter QT1´
4
Ich, der Robot - 3: Ein Lügner Isaac Asimov 1971 50 Ethik, Psychologie Ein Roboter will sich durch Lügen bei Menschen beliebt machen.
Ein wenig boulevardesk, aber schlüssig.
5
Ich, der Robot - 4: Kleiner verlorener Sohn Isaac Asimov 1971 45 Ethik Die Anwendung der Robotergesetze ist nicht immer einfach.
Einfühlsam.
5
Ich, der Robot - 5: Beweismaterial Isaac Asimov 1971 46 Ethik Ein Roboter als Bürgermeister ?
Amüsant.
5
Die Immortellen des Dr. Melvin  Felix Ruby  1978 52 Unsterblichkeit Steckt das Geheimnis der Unsterblichkeit in Blumen ?
Detailverliebt und dabei originell; Simple aber dennoch stimmungsvolle Klangkulissen.
7
Im Zeichen des Maulwurfs Hermann Ebeling  1988 56 Überwachungsstaat Das klassische SF-Szenario einer unterirdisch lebenden Menschheit wird von Ebeling routiniert mit neuem Leben gefüllt. 6
In 5000 Jahren ... die 47 Minuten der Vernünftigen Hans Kaspar  1975 47 Havarie Eine Raumschiffladung voller Reisender, die ihr Ziel nicht erreichen werden.
Ein Höhepunkt deutscher Hörspielkunst der 70er Jahre.
8
In 5000 Jahren ... An der Biege der Erinnerung Hans Kaspar  1975 45 Telepathie Auf den `ersten Bürger´ soll per Telepathie ein Attentat verübt werden.
Unnötig schwer nachvollziehbare Handlungsstränge ohne erkennbaren roten Faden.
4
In 5000 Jahren ... Hochzeit  Hans Kaspar  1974 50 (Familien-)Soziologie 70er-Jahre Klangdesign. Recht langatmige und wenig gehaltvolle Dialogszenen um futuristisches Paarungsverhalten. Zu viel Musik, zu viel Kitsch. Bester Satz: "Ich habe das Kind auf Rapid-Wachstum gestellt ..." 3
In 5000 Jahren ... Penelope im Kristall  Hans Kaspar  1975 40 Metamorphose Menschen verwandeln sich auf molekularer Ebene in andere Gegenstände.
70er-Jahre Klangdesign. Enthält einige unorthodoxe Spielszenen. Ansonsten etwas langatmig.
4
In 5000 Jahren ... Schrei  Hans Kaspar  1974 40 Telepathie Ein Mensch in einer Ameisenkolonie ?
70er-Jahre Klangdesign. Unkonventionelle Handlung in (gewollt) bedrückender Atmosphäre. Schöne Effekte, gute Musik, aber leider sehr schleppend inszeniert.
4
Instruktionen  Donovan O´Malley  1992 59 Extraterristen  Außerirdische tarnen sich als Menschen, um diese zu studieren. Ein zunächst interessant erscheinender Plot wird leider handlungsmäßig nicht auf den Punkt gebracht und endet in schierer Effekthascherei. 3
Der Intelligenztest Bertram Chandler 1970 46 Mathematik; Extraterristen  Ein Raumschiff havariert auf einem Planeten, dessen Bewohner nicht zu erkennen vermögen, dass es sich bei den Gestrandeten um intelligente Wesen handelt. Einer der Gestrandeten wird übrigens von Günter Strack gesprochen ... 5
Das Interview  Ovid S. Crohmalniceanu 1996 25 Mathematik; Extraterristen  Unspektakulärer, intelligenter Interview-Dialog mit dem unvergesslichen Hermann Lause sowie einem humorigen Finale.  5
Irrgänger Morti Vizki 2000 32 Klone, Unsterblichkeit Junge geklonte Menschen treffen auf ältere.
Sehr verworrene Handlung, die auch ein maßvoller Musikeinsatz von Depeche Mode sowie die bewährte Margit Bendokat leider nicht retten können.
2
Die kalte Welt des Gabriel Eva-Maria Mudrich 1979 60 Totalitarismus Dröge Depri-Story ohne Pepp. Reiht sich damit ein in die meisten anderen Mudrich-Stücke. Warum wurde gerade diese Autorin seinerzeit so nachhaltig gefördert ? 2
Keine Sterne über Downtown Myra Çakan 2002 40 SF-Krimi Das Prinzip `Kino ohne Bild´ funktioniert hier nicht - wie so oft beim WDR.
Inhaltlich eine äußerst banale Kriminalgeschichte, die sich in unerträglicher Weise an die typische RTL2-Klientel anbiedert.
1
Kein Stern zum Bleiben Ekkes Frank 1991 58 Pazifismus In den TV-Talkshows der Erde werden vorgeblich pazifistische Außerirdische vorgeführt. Quirliger Unterhaltungs-SF mit einer etwas naiv anmutenden Weltverbesserungs-Botschaft. Originelle Sprachschöpfungen ergänzen sich mit kurz angedeuteten unorthodoxen Dialogen. 5
Die Killer-Kinder Armin Gärtner 1984 60 Telepathie Klassischer SF-Stoff um mit übernatürlichen Fahigkeiten versehene Kinder. Erfreulich konsequent umgesetzt ohne die z.B. in Verfilmungen dieser Art Stoffe üblichen Gefühlsduseleien. 6
Das Kinderzimmer Ray Bradbury 1967 33 Automatisierung Ein holografisches Zimmer bringt Kinder gegen ihre Eltern auf.
Brav und vorhersehbar. Mit der für die sechziger Jahre typischen wunderbar ruhigen Hand produziert.
3
Der Kipplinger-Report Walter Adler 1985 130 Wettrüsten Ein Außerirdischer einer Rasse, die sich selber totgerüstet hat, besucht die Erde, deren Bewohner sich ebenfalls immer mehr militarisieren.
Ein mit viel Muße umgesetztes `kalter Krieg´-Szenario, das sich langatmig in der Taktiererei und Rhetorik seiner Figuren verliert. Mit erhobenem Zeigefinger ...
3
Kleine Stadt Philip K. Dick 2000 18 Parallelwelt Im Keller seines Hauses baut sich ein frustrierter Mann die Miniatur-Eisenbahnwelt einer kleinen Stadt.
Kurzweilig.
3
Die Kolonie Philipp K. Dick 1986 52 Mimikri Gefräßige Wesen auf einer Kolonie im Weltall verwandeln sich in alltägliche Gegenstände und greifen Menschen an. hoher TRASHfaktor
6
Kolonie im Meer John Wyndham 1967 135 Invasion Die Erde wird von den Meeren aus erobert.
Etwas behäbiger Anfang, gewinnt zur Mitte hinmehr an Fahrt. Das Stück steckt jedoch wie fast alle SF-Hörspiele aus jener Zeit voller Banalitäten, die wohl so etwas wie Realismus entstehen lassen sollten.
Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
5
Der Kongress der Supervisionäre Christoph Kalkowski,
Matthias Wittekindt
2007 50 Gentechnik, Intrigen Ein Professor für Genetik begründet ein Ernährungsmonopol auf Tomaten. Das weckt Missgunst und Begehrlichkeiten.
Eine prominente Besetzung (Margit Bendokat, Zazie de Paris), eine gute Grundidee sowie einige pointierte Dialoge können leider nicht darüber hinwegtrösten, dass die Vertonung sehr konfus und hörerunfreundlich geriet.

2
Krok Eberhard Petschinka 1994 49 Genetik, Telepathie Von Menschenfressern und skrupellosen Professoren...
Hart, grausam, brutal. Mit berechtigten Anspielungen auf die Unterhaltungsmedien.
6
Krokodile sind auch nicht mehr das, was sie mal waren Eva-Maria Mudrich 1981 47 Vergreisung Seichte Groteske um einen Methusalem, der Selbstmord begehen möchte, was jedoch gegen das Gesetz verstößt. 3
Landgang Myra Çakan 2004 42 Abenteuer Gänzlich konfuses Hörspiel über Weltraumschmuggler.
Formal eine Zumutung. Was haben wir dem WDR Schlimmes angetan, dass er uns so straft ?
1
Lärmfresser Karlheinz Knuth 1991 50 Klonen Ein Mann entdeckt Duplikate von Prominenten. Und etwa auch von seiner Geliebten ?
Ein sehr schwaches Buch ohne roten Faden, das die Hörer keinesfalls mitnimmt ... nirgendwohin.
2
Die lautlose Invasion Lothar Streblow 1985 59 Invasion; Ökologie Außerirdische Plasmawesen wollen die Erde besetzen, weil es sich in ihrer mit Umweltgiften verseuchten Atmosphäre für sie so gut dort lebt.
Versuch der Weltverbesserung durch Hörspiel mit erhobenem Öko-Zeigefinger fehlgeschlagen ...
Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Letzte Ermittlungen am Rande der Galaxis Julia Förster 2006 53 Astrophysik Der Investigator stellt Fragen nach dem Sein und dem Universum.
Wäre als Feature akzeptabel. Als (ausgewiesenes) Hörspiel fällt das Stück ohne Handlung jedoch durch; als ein weiterer fehlgeschlagener Versuch, sich bei der MTV-Generation dadurch anbiedern zu wollen, in dem man sich anzuhören versucht wie eine Chillout-Lounge.
0
Leute wie wir  Donovan O`Malley 1983 47 Invasion Eine feindliche Invasion vom Krankenbett aus beobachtet.
Ausgezeichnete Sprecher (u.a. Katharina Thalbach) - witzig, spannend.
9
Leviathan 99 Ray Bradbury 1968 80 Moral Handelt wie viele alte Hörspiele von unbelehrbaren sturen alten Kriegern - eine Art Moby Dick im Weltall.
Altmodisch im unangenehmen Sinn.
2
Liebe Frau, die Menschheit ist müde Zvonimir Bajsic 1979 52 Utopie Schilderung einer von allen Leidenschaften befreiten Menschheit.
Es hat allerdings den Anschein, dass diese Utopie auch auf die vorliegende Hörspielproduktion übergegriffen hat ...
3
Die Lotus-Esser Stanley G. Weinbaum 1977 50 Darwinismus Intelligente Pflanzen auf der Venus besitzen nicht den geringsten Überlebenswillen und lassen sich ohne Gegenwehr auf(fr)essen.
Gut gemachtes kleines Drama.
5
Die Lüge Dirk Josczok 1982 17 Groteske Amüsantes Geplauder in einer futuristischen Bar. 5
Das Mädchen vom Mount Palomar Andreas Okopenko 1975 38 Liebe, Antimaterie Eine Frau und ein Mann aus zwei verschiedenen Galaxien lieben sich, obwohl sie nur per Funk miteinander kommunizieren können. Und außerdem gibt es noch ein weitaus gefährlicheres Problem ...
Nettes und kurzweiliges Rührstück mit einigen interessanten astronomischen Details.
4
Making Babies Bruce Thomson  1999 42 Genetik  Ein Menschenkind kommt als Halbfisch zur Welt.
Tragikomödie - nicht zu tiefschürfend, nicht zu anteilnehmend. Mit Margit Bendokat (ausnahmsweise einmal nicht als Ulknudel).
7
Der Mann mit dem flüchtigen Körper  Maurice Rennier  1979 49 Strahlentechnik Eine weitere, sehr antiquiert wirkende Variation vom `unsichtbaren Mann´.  3
Der Mann mit dem Schnurrbart Manuel van Loggin 1976 57 Darwinismus, Überwachungsstaat, Entfremdung Das Hausmeister-Ehepaar eines utopischen und anonymen Wohnblocks bekommt Besuch von einem seltsamen Mann: Handelt es sich um Charlie Chaplin oder um Adolf Hitler ?
Streckenweise groteskes Stück mit Tiefgang.
5
Der Mantel Vergissmeinnicht  Reinhard Wegerth  1979 36 Emanzipation, Biologie Sensoren in der Kleidung simulieren den Kontakt zu anderen Menschen.
Interessanter Ansatz für einen SF. Ein soziologischer Blick auf die zukünftige Erlebnisgesellschaft. 
7
Marionetten e.V. Ray Bradbury 1986 13 Doppelgänger Roboterimitate machen unser Leben einfacher.
Klischeelastiges Kurzhörspiel. Immerhin: Andere Autoren hätten dasselbe Thema sicher auf eine Stunde Spielzeit gedehnt. Daher Dank an Vera Kaltwasser (Bearbeitung)
4
Marsgeschichten  Ray Bradbury, Olaf R. Spittel  1987 55 Besiedlung Über die psychischen Probleme der Besiedlung eines fremden Planeten. Wirkt teilweise etwas antiquiert. Adaption und Umsetzung sind dem Rundfunk der `DDR´ jedoch unterhaltsam gelungen. 6
M.A.S.T.A. Michael Springer  1975 61 Extraterristen, Anthropologie  Die einfühlsame Schilderung einer extrem fremdartigen Welt steht hier zwar im Vordergrund - Der irdische `kalte Krieg´ läßt dennoch grüßen ... 8
Menschen Göttern gleich Herbert George Wells 1983 82 Transdimensionalität Menschen aus dem frühen 19. Jahrhundert geraten in eine überlegene Parallelwelt. Spannend, jedoch leider tw. mit Feature-Charakter. Erinnert ein wenig an Franz Werfels `Stern der Ungeborenen´ (s.u.)Mit erhobenem Zeigefinger ... 4
Mensch, wir haben ein problem James Murdoch MacGregor 1980 53 Evolution, Degeneration Eine viktorianische Frau wird von entenähnlichen Außerirdischen aufgetaut.
Konsequente, verspielte Zukunftsvision. Mit dem kultigen Manfred Schott, DER Stimme der frühen 70er.
5
Meuterei auf der Venus Herbert W. Franke 1967 55 Kybernetik Ein Mensch und ein Roboter sollen einen neuen Planeten erkunden. Um dem Menschen die ufgabe zu erschweren, fängt der Roboter nach einiger Zeit an, den Menschen zu sabotieren. Später mischen sich noch intelligente Planetenbewohner in den Machtkampf ein.
Die Vertonung verliert mit dem Auftauchen der niedlichen Planeten-Urbewohner ihren eigentlich spannenden roten Faden.
3
Mir - Frieden Sascha Arango 1996 55 politische SF- Groteske Politisches Intrigenspiel im All. Etwas makaber, witzig, ironisch. Mit bewährter Besetzung. 6
Der Minimalforscher Robert Sheckley 1972 55 Kybernetik Ein Mensch und ein Roboter sollen einen neuen Planeten erkunden. Um dem Menschen die ufgabe zu erschweren, fängt der Roboter nach einiger Zeit an, den Menschen zu sabotieren. Später mischen sich noch intelligente Planetenbewohner in den Machtkampf ein.
Die Vertonung verliert mit dem Auftauchen der niedlichen Planeten-Urbewohner ihren eigentlich spannenden roten Faden.
3
Mission ARGO Richard Farber 2000 52 Kybernetik, Raumfahrt Eine Astronautin kämpft gegen ihren Bordcomputer ums Überleben. Die Auseinandersetzung gestaltet sich für die Zuhörer jedoch leider recht zäh und langatmig. 2
Modelle Kirke, Kleistberg, Heisenberg usw. Dieter Hasselblatt 1974 85 Extraterristen Eher ein Utopie-theoretisches Hörspiel denn ein Science Fiction.
Mit Gerd Baltus .
3
Der Mörder Ray Bradbury 1975 47 Degeneration Ausgedehnte prosaische Monologe, zäh und langatmig, stilistisch eine Zumutung. 1
Mondglas  Stefan Wilke  1999 55 Extraterristen  Eine unheimliche Begegnung der verschwiegenen Art: Unkonventionell. (Als Bonbon gibt´s die Stimme von Peter Schiff dazu - `Hal´ aus `2001´) 7
Mondgöttin 513 Myra Çakan 2003 21 Repliken Ein Dichter verschwindet. Wurde er durch eine Replik ersetzt ?
Das stück meint, CNN und MTV formal kopieren zu müssen - dies tut leider der Veträglichkeit Abbruch. Soll wohl eine Art Krimi darstellen ...
2
Die Mondnacht Stanislaw Lem 1976 48 Strategie Ein Klassiker mit recht simpler Handlung. 2
Das Monument der Harmonie Jörg von Liebenfelß 1978 48 Überwachungsstaat `Big Brother´ in einer Unterwasserwelt. Intelligente Sprachschöpfungen. 7
Mühlheimers Experiment Bodo Traber  2003 43 Ökologie, Darwinismus Unter dem Deckmantel eines moralisierenden Ökologismus wird eine darwinistische und sadistische Endzeit-Szenerie beschrieben. Nicht ganz neu, aber immerhin glaubwürdig umgesetzt.  2
Mutmaßungen über New Topia Horst Zahlten 1974 54 Utopie, Ideologie Zwei Wissenschaftlern wird Zugang zu einer perfekten utopischen Gesellschaft gewährt. Aber diese ist mitnichten so perfekt, wie sie zunächst annahmen.
Die Erzählstruktur geriet leider etwas unübersichtlich.
5
Nach Manitoba Kenneth Brown 1993 57 Überwachungsstaat Düstere Geschichte über einen Zwangstherapierten zu Zeiten einer pseudoreligiösen Diktatur. 2
Das Musterexemplar Frederic Brown 1972 38 Extraterristen Außerirdische entführen einen Alkoholiker als Musterexemplar für die Menschen.
Säuferphantasie einer unheimlichen Begegnung der dritten Art. Soll angeblich komisch sein ...
2
Nach Null Alfred Bester 1980 69 Atomkrieg, Endzeit Ein Menschenpaar hat den Atomkrieg als einzige in New York überlebt. Aber sind sie wirklich allein in der Stadt ?
Gute Dialoge, gute Sprecher, nachvollziehbare Handlung nicht ohne Humor - mit einem etwas simplen Finale.
6
Die Niederlassung Edgar Piel 1993 82 Apokalypse Unerträglich moralisierendes Endzeitszenario in einer vergifteten Umwelt. Mit erhobenem Zeigefinger ...
1
Notlandung Rolf Schneider 1977 56 Telepathie Zwei Raumfahrer müssen auf einem unbekannten Planeten notlanden. Dort begegnet einer von ihnen einer entstofftlichen Lebensform, die ihn in seinem Unmut über die durchtechnisierte Erde bestärkt.
Intrigen und Misstrauen unter Raumfahrern. Glaubwürdig mit einem unvorhersehbaren Finale.Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
6
Ein Oberst mit Zahnweh  Max Rudolf  1980 59 Medienpropaganda Unsäglich platter Versuch einer zeitgenössischen Arturo Ui-Version .Mit erhobenem Zeigefinger ...
1
Offenbarungen Paul Thain 1988 58 Kybernetik Eine künstliche Intelligenz soll die Namen vermeintlicher Terroristen preisgeben, denen die Todesstrafe droht. Sie weigert sich. 4
Okke Dillens letzter Bericht Jochen Ziem 1972 60 Anarchie Leben in einer zerstörtenWelt.
Originelle Einfälle ohne weiterführende Aussage.
7
Palisander und Melasse - Ein Mondhörspiel Raoul Hausmann 1975 70 Metaphysik, Mystik Fabel des Dadaisten Hausmann um Palisander und Melasse, die auf dem Mond landen und von den Russen bedrängt werden.
Trotz perfekter Besetzung (Ingrid van Bergen u.a.) wirkt das Stück heute eher 'gaga' als 'dada': sehr konfus und prätentiös.
2
Papa Joe Herbert W. Franke 1976 46 Totalitarismus Kommt trotz Starbesetzung mit Judy Winter und Uwe Friedrichsen über ein heilloses Stimmenwirrwarr leider nicht hinaus. 2
Das Penthaus- Protokoll Carl Amery 1987 42 multinationale Konzerne, Propaganda Geheimes Tonprotokoll einer Sitzung zynischer Industrieller und ihrer Helfershelfer.
Zeitkritisch und originell.
7
Per Anhalter ins All (1-8) Douglas Adams 1980 400 Extraterristen, Astrophysik Arthur Dent und sein Freund Ford Prefect recherchieren für den Reiseführer 'Per Anhalter ins All'.
Detailgetreue Umsetzung der exzellenten Romanvorlage. Mit glücklicher Hand inszeniert (ausführliche Kritik).

8
Per Anhalter ins All (9- 15) Douglas Adams 1990 350 Extraterristen, Astrophysik, Ethik Die Cricket-Krieger wollen das Leben, das Universum und den ganzen Rest vernichten.
Erreicht bzgl. Buch und Regie leider nicht das Niveau der ersten Staffel (ausführliche Kritik). Ging es in der ersten Staffel humorvoll um Sinnfragen und die verrückte Galaxis, so geht es bei der zweiten moralinsauer um Krieg und Frieden.
3
Planziel Genie Ilja Warschawskij 1987 48 Genetik Sowjetische Wissenschaftler wollen einen genialen Wissenschaftler klonen.
Simple Geschichte mit überraschendem Schluss.
4
Der Posten Frederic Brown 1976 5 Krieg Kurzhörspiel über einen Sternenkrieger und mit überraschendem Schluss. (3)
Pralinen Donovan O`Malley 1984 69 Invasion aus dem All Extrem ähnlich dem `Leute wie wir´ (ebenfalls von O`Malley), nur dass jenes wesentlich mehr zu überzeugen vermag. Mit  3
President in Space Michael Esser 1997 55 politische Intrigen Amis gegen Russen im Weltraum. Erstklassige Besetzung, annehmbare Story.
Interview mit Autor
  Michael Esser
5
Das Prinzip Beharrung Gregor Retti 1986 53 Apokalypse Menschliches Zusammenleben in einer vom Krieg verwüsteten Stadt. In seinem Pessimismus schon beinahe nekrophil. Mit erhobenem Zeigefinger ...  Mit  Gerd Baltus. 1
Prioritäten Hans Peter Buschmann 1973 51 Manipulation Eine Gesellschaft hat die Vergangenheit abgeschafft. Außerdem darf aus Sicherheitsgründen niemand mehr die Gebäude verlassen. Die Bürokratie ist fast Perfekt
Ein ruhiges und etwas zu gemächliches Stück. Immerhin mit der richtigen staatskritischen Grundstimmung.
4
Professor Mancinis Geheimnis Anders Bodelsen 1971 64 Forschung, Blindheit Agenten nutzen die Hilflosigkeit eines blinden Professors aus.
Äußerst langatmig und gefühlsduselig.
Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Professor Tarantogas Sprechstunde Stanislaw Lem 1977 89 Futurologie Professor Tarantoga prüft die Erfindungen einer Reihe eingebildeter Erfinder.
Mit zahlreichen satirischen Anspielungen und hie und da überraschend aktuell, z.B. in Bezug auf Terrorismus oder Gruppensex. Ansonsten leider etwas behäbig.
4
Die Propan-Bakterien Egmont R. Koch 1975 41 Chemieunfall Bei der Forschung an neuartigen Chemikalien passiert ein Unfall.
Das Stück hört sich an, wie die Vertonung einer (deutschen, will heißen `nicht sehr spannenden´) Feuerwehrübung.
3
Die Quadratur des Einhorns John G. Taylor 1972 39 Endzeit, Kybernetik Computer werten die letzten Tage einer Durchschnittsfamilie mit Hilfe von Tonaufzeichnungen aus.
Freche Satire aus den frühen Siebzigern. Zum Teil ein wenig bemüht bzw. veraltet.
5
Queen Mary 3 Thilo Reffert 2007 54 Zeitreise, Demographie Zwei Paare unternehmen eine Kreuzfahrt auf der Queen Mary 3. Das ältere möchte das junge gerne adoptieren, da es mit dem Kinderkriegen im Jahre 2040 eine heikle Sache ist.
Sehr behäbiges Stück ohne spannende Handlung jedoch mit einem für öffentlich-rechtliche Verhältnisse recht schonungslosem Blick auf die aufziehende demographische Misere in Europa.
3
Rätsel im Andromeda-Nebel Theo Löbsack 1980 50 Extraterristen Radioteleskopforscher auf der Suche nach fremder Intelligenz im All - Ein interessantes Thema. Das Stück hört sich nur leider etwa so aufregend an, wie die vertonte Mitschrift einer wissenschaftlichen Tagung zum Thema `Außerirdische´. Ansprechend vertont mit guten Schauspielern, jedoch nahezu ohne Handlung. 2
Raumschiff Titanic Terry Jones, Douglas Adams 1998 138 Extraterristen Ein neuer, wenn auch leider sehr müder Aufguß des Klassikers `Per Anhalter ins All´: Überforderte Sprecher, chaotisches Buch, Effekthascherei - akustisch strapaziös.
über Sprecher J. Wawrczek;
(ausführliche Hsp.-Kritik).
3
Raumstation I beherrscht die Erde Ernst von Khuon 1953 52 Raumfahrt Eine Art handlungsfreies Lehrstück über die bemannte Raumfahrt.
Für die damalige Zeit bemerkenswert, heute jedoch recht belanglos.
1
Reise ins Weltall Charles Chilton 1959 273 Weltraumfahrt Antiquarisch. Für sein Alter recht beachtlich in Dramaturgie und Sound, jedoch heute vermutlich nur noch für Historiker interessant. 2
Reise zu van Gogh Sewer Gansowski 1978 53 Zeitreise Moralisierendes Rührstück über die ökonomische Nutzung von Zeitreisen in die Vergangenheit. Solide vom `DDR´-Hörfunk umgesetzt. Mit erhobenem Zeigefinger ...
4
Das Restauratio- Projekt Marina Dietz 1999 160 religiöser Fundamentalismus In naher Zukunft ziehen auf Mittelalter getrimmte künstliche Stadtstaaten viele dekadente Touristen an. Eine Restauratorin macht sich dorthin auf den Weg, um eine alte Rechnung zu begleichen.
Ein SF-Politthriller mit einer gehörigen Portion Frauenpower. Spannend - ein wenig wie `Der Name der Rose´.
8
Revolte auf Luna Robert A. Heinlein 1972 195 Konspiration Eine Abenteuergeschichte, die zufällig auf dem Mond spielt. Teilweise anheimelnd, tw. etwas brutal und platt. 3
Risse in einem gläsernen Netz Hans Bach 1979 27 Massenvernichtung Düsterer Old-School-SF aus der DDR. Sollte vermutlich eine Friedensbotschaft kommunizieren und meinte offenbar, hierbei ohne originelle Einfälle auszukommen. 2
Die Roboterfalle Bernd Ulbrich 1977 48 Kybernetik Netter philosophierender Antik-SF aus der DDR über die Standardfrage `Ist er ein Mensch oder ein Roboter ?´. Roboter `Made in GDR´ bestanden natürlich aus Plaste. Mit Wortungetümen wie `entartetes Leben´ hatte man seinerzeit offenbar keine Probleme. 4
Roboter QT1 Horst Krautkrämer (nach Isaac Asimov) 1981 54 Kybernetik; Religion Ein intellektueller Roboteraufstand hält eine Weltraumstation in Atem. Futuristische Philosophie-Light mit Gottfried John als Roboter-Revolutionär.  4
Rossums Universal Robots Karel Zcapek
D.Hasselblatt )
1978 57 Androiden Roboter gegen Menschen. Stark moralisierend,eher historisch interessant . Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Roter Stern, Winterorbit William Gibson,
Bruce Sterling
2005 54 Ideologie, Hierarchie Ein Stammhalter der darbenden Sowjetunion muss im All gegen Vorgesetzte kämpfen.
Eine verworrene Geschichte, bei deren Umsetzung die Macher ihre Hörer nicht mit einer schlüssigen Dramaturgie belasten wollten.
Gänzlich misslungen.
1
Routineuntersuchung eines unbekannten Planeten  Jorn Bing, Thor O. Bringsfeld 1982 38 Exo-Anthropologie Eine Expedition untersucht dasscheinbar rückständige Volk eines Planeten, auf dem vor langer Zeit ein irdisches Raumschiff verschollen ist.
Interessante Schilderung einer fremden Zivilisation. In klassisch-solider, etwas behäbiger Hörspielumsetzung.
5
Science Fixion
(Schreibweise ausdrücklich mit 'x')
Peter Jacobi 1980 60 Drogen, Umweltzerstörung Eine futuristische Talkshow, die sich des Falls des freiwilligen Drogenabstinenzlers Harry Haller annimmt:
Bitterböse, humorvoll, bedrückend, sexy und glänzend besetzt.
Hörspiele wie dieses können noch den größten Muffel zum Science-Fiction-Fan machen.
10
Schirmspringer  Carl Amery 1984 65 Überwachungsstaat SF-Satire auf Schwäbisch. 5
Schmetterlinge mit Hakenkreuzen Philip K. Dick 1982 85 Faschismus Eine Welt, in der Hitler-Deutschland den Krieg gewonnen hat. Jede Menge Geröchel und Gestöhne. Das Drehbuch zu Dicks scheinbar unvertonbarer Geschichte misslang völlig. Eine Zumutung für die Hörer, denen wohl so eine Art abschreckendes `Hörspiel noir´ präsentiert werden sollte. 1
Schöne Tage auf Marnova 3 Peter Striebl  1980 53 Tourismus Satire auf die Erlebnisgesellschaft. Leider weitgehend ohne Biß. Immerhin geriet die Besetzung mit Vater & Sohn Semmelrogge originell. Hier hätte man mehr draus machen können ... 3
Die schwarze Wolke Fred Hoyle  1958
1966
132
85
Astronomie Solider Wissenschafts-SF. Zu langgezogen, die Handlung hätte auch in der Hälfte der Zeit erzähltwerden können.
In der Version von 1966 gibt Horst Frank den Erzähler.
3
Sieg über die Tiefe
Zurück in die Tiefe
Hermann Ebeling 1978
1981
46 Metamorphose Forscher einer Unterwasserstation machen körperliche Veränderungen durch.
Durchdachte Charaktere, gut recherchierte Story, altbewährte Sprecher in beiden Versionen.
8
Simulation - Ausbruch  Hans-Joachim Frank 1973 53 virtuelle Realität Durchdachte Story, wenig spannend. 3
Solaris Stanislaw Lem 2006 127 Extraterristen, Halluzinationen Auf einer Raumstation, die über einem seltsamen Planeten steht, verfällt die Besatzung seltsamen Tagträumen.
Sehr konventionell umgesetzter SF-Klassiker, dem eine Straffung der Handlung auf ungefähr die Hälfte der Spieldauer sehr gut getan hätte.
4
Sonnenaufgang über Tharsis Myra Çakan 2003 30 Planet-Transforming Tagebuch einer Marsforscherin.
Solide aber leider recht eintönig, da beinahe eine Lesung. Mit etwas mehr Aufwand hätte hier leicht ein zweites `Angst unter Bäumen´ entstehen können. Chance verpasst ...
3
Space Azubis - Helden ohne Meisterbrief Stefan Wilke, Christoph Jacobi 2004 162 Abenteuer Gescheiterter Versuch, Douglas Adams für ein Publikum der deutschen Spaßgesellschaft neu aufzugießen. Viel Wirrwarr aus der Feder zweier Autoren ohne Meisterbrief. 2
Spaziergang in den Wolken Reinhard Schober 1987 39 Dekadenz Ermüdende Schilderung utopischer Überflussgesellschaften, die sich per Zweitverwertung Frank Duvals Soundtrack für `Per Anhalter ins All´ bedient. 3
Begegnung im Holotank Robert Silverberg  1992 59 Holographie Historie, Psychologie, intelligente Dialoge und eine Winzigkeit SF. 7
Stern der Ungeborenen Franz Werfel 1990 286 Utopie Ein Mann reist in die Zukunft in eine perfekte menschliche Gesellschaft.
Erinnert ein wenig an H.G. Wells `Menschen Göttern gleich´ (s.o.). Unaufgeregtes Plaudern über die Natur des Menschen.

7
Streng geheim Alexander Dobrin 1986 76 Human- Genetik Die seichte Machart wird dem ernsten Thema nicht gerecht.  3
Sybillen im Herkules Nelson Bond 1984 55 Apokalypse, Zeitreise Der kalte Krieg läßt hier noch einmal grüßen. Ein metapherreiches Atomkriegsszenario.Leider nicht übermäßig originell. 4
Testflug zum Saturn Stanislaw Lem 1974 57 Androiden Wer ist Mensch, wer ist Android? 4
Der Tod des letzten Schriftstellers Christian Linder 1993 46 Verdummung, Massenmedien Ein fiktives Radiofeature über das Ende der Literatur; die Menschen verlieren ihr Sprachgefühl.
In der Form einigermaßen unkonventionell, inhaltlich unprätentiös; streckenweise unbeholfen wirkend und langatmig.

Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
4
Total real Jens Hagen 1990 33 Sexualität, Holographie SF-Groteske um den Niedergang des Zwischenmenschlichen. Humorvoll. 8
Der Tote im Transmitter Hans-Joachim Alpers 1988 54 Teleportation SF-Krimi um einen Mord im Materie-Transmitter, der leider oft ins Triviale abgleitet. 3
Die Tränen der Sphinx Hermann Ebeling 1991 57 Klonen, Schimären Zwei Astronauten stranden auf einer vergessenen Raumstation, auf der Experimente mit Klonen und Kreuzungen stattfinden.
Unterhaltsam, wenn auch hinter den Möglichkeiten des Themas zurückbleibend.
Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
5
Die Trank des Schweigens Eike Gallwitz 1993 50 Alchemie Eine sehr unaufgeregte Verschwörungsgeschichte, der es leider an Biss fehlt. 3
Die transplutonische Plage Christian Mähr 1986 56 Materietransmitter Menschen, die in Kontakt mit Personen kommen, die sich mit einem neuen Gerät zum `Beamen´ transportieren ließen, verlieren den Verstand. Durch die Transmission ergeben sich ungeahnte Chancen aber auch schreckliche Gefahren.
Dasjenige SF-Hörspiel mit dem wohl besten Titel ...
5
Träumen Androiden ? 
(=Blade Runner)
Philip K. Dick  1999 55 Androiden  Aufmüpfige Androiden müssen beseitigt werden.
Das Hörspiel setzt andere Akzente als der legendäre Film und ist daher interessant.
8
Traumgeschäfte Hermann Ebeling 1993 93 autoritäre Systeme Ein Mann widersetzt sich dem Willen staatlicher Institutionen, seine Träume, die im Gegensatz zudenen anderer noch nicht total verflacht sind, aufzeichnen zu lassen.
Sehr brave Umsetzung des SF-Standardthemas `Synthetisierung von Träumen´. Solide umgesetzt und leider sehr vorhersehbar dümpelt das Stück ohne originelle Ideen vor sich hin.
3
die Triffids John Wyndham 1968 215 Darwinismus Gefährliche Pflanzen übernehmen die Herrschaft auf der Erde. Typischerweise für die 60er Jahre sehr betulich. Hansjoerg Felmy agiert wieder einmal als Held mit einem netten Frauchen an seiner Seite. Streckenweise spannend, obwohl man die Story auch in einer Stunde hätte erzählen können. Das Stück gefällt sich offenbar mit der Aussage `Unter extremen Bedingungen werden Menschen zu Tieren´. 3
Tylerton, 15. Juni Frederik Pohl 1986 52 Überwachungsstaat Ein Mann erlebt jeden Tag dasselbe. Ist er manipuliert oder seine Umwelt ?
Etwas überzogen, nicht sehr anspruchs- dafür aber humorvoll.
6
Die Überführung  Konrad Hansen  1987 56 Phantastik, Transdimensionalität  Menschen verschwinden in eine andere Dimension.
Amüsant skurril und doch bemerkenswert schlüssig.
7
Uhrwerk Orange Anthony Burgess 1995 57 Gewalt Die ausgesprochen violente Schilderung einer dekadenten Gesellschaft gehört wohl seit einigen Dekaden zur Standardlektüre seelisch zurückgebliebener männlicher Jugendlicher. Das Hörspiel hätte hier Gegenakzente zur Buch- bzw. Filmvorlage (`Clockwork Orange´) setzen können. Es tat es nicht. 1
Unter der Plexikuppel Wolfgang Oppenrieder 1986 69 Ökologie, Diktatur Alle Menschen über vierzig müssen in kleinen Gruppen unter Animationsplexikuppeln leben, die sie gegen die verseuchte Umwelt schützen.
Kurzweilige Vertonung mit viel Gruppendynamik aber leider ohne Ziel und daher einigermaßen belanglos.
4
Unheimliches Erwachen Chris Brohm 1987 57 Hirntransplantation Das Hirn eines Transplantations-Mediziners landet durch die Intrigen seiner Kollegen in einer Nährlösung.
Mit einem glaubwürdigen Vadim Glowna.
5
Das Unternehmen der Wega Friedrich Dürrenmatt 1955 64 Strategie Die Weltmächte wollen einen Stellvertreterkrieg auf der Venus führen.
Ermüdende Hahnenkämpfe alter Militärs um Macht und Einfluss.
2
Unternehmen N.E.R.O. Ekkes Frank 1986 52 Machterhalt Zynisches Moralisieren (hier offenbar kein Widerspruch) ohne Witz und Esprit. Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Unternehmen Stahlsprung Per Wahlöö 1984 54 Seuchen, Totalitarismus In Stockholm bricht ein Labor-Virus aus. Die Ärzte übernehmen die Macht und begehen Massaker.
Brutales, leider nicht ganz unrealistisches Spektakel. Mit seiner Sprecher-Hoheit Christian Brückner ...
3
Utopia SR447
Zweitverwertung als SPACE RYDER SR447
Nevil Yd 1967 75 Jugend- SF Ein Einsatzteam des solaren Sicherheitsdienstes wird zu einer Gruppe von Versuchskaninchen ausgestorbener aber dennoch immer noch mächtiger Außerirdischer.
Ein triviales Weltraum-Abenteuer - antiquarisch und hörbar mit Spaß an der Sache produziert sowie ein wenig bei Perry Rhodan abgekupfert.
7
Die verbotenen Erfindung Isaac Asimov 1967 58 Zeitreise Ein Ehepaar beauftragt einen Forscher mit dem Bau einer verbotenen Zeimaschine, eines Chronoskops, um in der Vergangenheit auf die verstorbene Tochter zu treffen.
Unglückliche Verquickung einer erzählten persönlichen Tragödie mit einer SF-Handlung der alten Schule und angerissenen philosophischen Fragen über die Wissenschaftsethik.Mit erhobenem Zeigefinger ...
2
Die vergangene Zukunft Jiri Ort 1990 50 Telepathie Tragische und zugleich spannende Weiterführung (Auftakt: `Gedankenraum´) zur `Gedankenraum´-Trilogie von Jiri Ort. Abschluss: `Die Welt im Schatten´ 7
Verhindern sie den ersten Weltkrieg ! Hans-Peter von Peschke 1984 51 Zeitreise, Zeitparadox Wissenschaftler wollen mit einer Zeitmaschine den ersten Weltkrieg, den Anfang vom Ende des Abendlandes, ungeschehen machen. Das ist schwieriger als erwartet.
Fundiertes Buch, gute Sprecher, anregendes Thema.
5
Das verlorene Jahrtausend Horst Zahlten 1970 46 Zeitreise Raumfahrer treffen nach einem missglückten Zeitsprung in die Antike auf ihre eigenen Nachfahren.
Interessante Handlung, die ungewöhnliche Fragen aufwirft.
6
Das Vermächtnis der Moorvögel  Eva-Maria Mudrich 1977 55 Unsterblichkeit; Ökologie Endlich einmal ein Stück, welches nicht wie fast alle anderen, die sich mit dem Thema `Unsterblichkeit´ befassen, einreden will, diese sei ein Fluch und Sterblichkeit ein Segen ! Ansonsten: Zu viele Rückblenden vor einem gelungenen Finale. 4
Das versehrte Leben
oder: Jona im Feuerofen
Wolfgang Jeschke 1988 60 Darwinismus Außerirdische geben bei der Fortpflanzung ihre aggressivsten Eigenschaften an die Nachfahren weiter.
Das `Alien´ unter den SF-Hörspielen.Glaubwürdig, beängstigend.
9
Die Vögel Daphne du Marier 1981 56 Anthropologie In England werden die Vögel aggressiv und greifen Menschen an.
Altmodisches Hörspiel, erfreulich harmlos im Vergleich zu neuen Produktionen. Die Handlung ist jedoch leider sehr vorhersehbar
2
Vorstudien Ilja Warschawskij 1980 57 Telepathie Mehrere Intellektuelle sollen für einen Computer Szenarien für Groschenheftromane liefern.
Wine amüsante Idee wurde sehr routiniert umgesetzt.
3
Was tun wir, wenn sie wiederkommen ? Michael Springer 1982 50 Extraterristen, Werbung Episodenhörspiel um eine durchkommerzialisierte Zukunft.
Deprimierende Aussichten. Unterhaltsam in Szene gesetzt, nicht zuletzt dank der wie immer hervorragenden Evelyn Hamann.
4
Wechselbalg Philip K. Dick 2001 19 Mimikri, Invasion Außerirdische wollen die Erde mit Hilfe terranisch anmutender Doppelgänger einnehmen. Was tun, wenn diese Doppelgänger wesentlich sympathischer als ihre Originale ausfallen ?
Originelle Idee, solide und im guten Sinne traditionell umgesetzt.
4
Der Weg zurück Uwe Nielsen 1975 45 Extraterristen Ein Raumfahrer wird auf dem Mond mit einem fremden, uralten Wesen konfrontiert, das sein Blut mit ihm tauscht.
Mit psychedelischer Musik unterlegtes akzeptables Hörspiel mit einer Tendenz zum Gruseln, das jedoch mehr hätte sein können.
5
Die Welt im Schatten Jiri Ort 1991 57 Telepathie Sehr harter Abschluss der `Gedankenraum´-Trilogie von Jiri Ort.
Start: `Gedankenraum´
6
Welt ohne Schlaf  Walter Knaus  1972 46 Spaßgesellschaft, Dekadenz  Interessante Geschichte, etwas langsam inszeniert, etwas antiquiert, nur wenig verhohlen moralisch. 4
Wer anderen eine Grube gräbt Simon Bagley, Walter Knaus 1971 55 Gehirnwäsche Eine eigentlich interessante Geschichte um Massensuggestion, die jedoch leider in der Umsetzung recht verworren geriet. 3
Wer weiß, was noch kommt Max Kruse 1978 45 Evolution Intelligente Ratten wollen die Menschheit vernichten.
Spannend, moralisch und gruselig.
5
Der Witzbold Isaac Asimov 1991 23 Humor Haben Außerirdische den Humor auf die Erde eingeschmuggelt, um die Menschheit zu testen ?
Originell, unspektakulär.
3
Wo blieb der 631. Tag ? Eva Maria Mudrich 1975 55 Eliten, Totalitarismus Eva Maria Mudrich versteht es wieder einmal meisterhaft, trotz guter Grundidee für die Story und guten Sprechern bei den Hörern keinerlei Spannung aufkommen zu lassen. 3
Die Wonnen der Physik Eike Gallwitz 1992 47 Zeitsprung Gerade als ein Physiker die Möglichkeit der Zeitreise entdeckt, begegnet ihm sein eigenes Ich aus der Zukunft. Die Vertonung kommt leider nicht ohne banale Beziehungsverwicklungen aus.
Mit
Gerd Baltus.
2
Der Wunschtraum Isaac Asimov 1971 36 Roboter Der Haushaltsroboter `Tony´ hat seinen ersten Bewährungstest zu bestehen.
Ein wenig harmlos und bieder. Mit einer überzeugenden Katharina Brauren, die man sonst eher aus EUROPA-Jugendhörspielen kennt.
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Zarathustra kehrt zurück Herbert W. Franke 1969 54 Überwachungsstaat Das klassische SF-Motiv `Gedankenkontrolle´ wird hier leicht abgewandelt in `Kommunikationskontrolle´. Und eine kleine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen.
Für 1969 nicht übel aber inhaltlich leider reichlich unspektakulär. Mit dem jungen 
Gerd Baltus.
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Zeit aus den Fugen  Philipp K. Dick (Marina Dietz)  2001 52 Parallelwelt  Ein Mann wird von einer kriegführenden Partei in einer simulierten Parallelwelt (die USA der 50er Jahre) gehalten, damit er dort ungestört seine prophetischen Fähigkeiten entfalten kann, die für den Verlauf des Krieges wichtig sein können. Ein originelles Thema, dessen Umsetzung leider ein wenig den nötigen `roten Faden´ vermissen lässt. 4
Zeitler sagt ab Werner Kließ 1992 47 Spionage Technik aus der fernen Zukunft wird in die Zukunft importiert.
Erstaunlich banaler Zukunftskrimi. Ungewöhnlich, dass auf eine übergeordnete Aussage verzichtet wurde.
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Zreitseln Dieter Hasselblatt  1990 58 Zeitreise Wenn Sozialwissenschaftler Hörspiele schreiben ... ; Schleppend, ermüdend, stellenweise immerhin (unfreiwillig?) komisch. 4
Zum Wohle der Allgemeinheit Horst Zahlten 1972 51 Telepathie, Totalitarismus
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Eine Diktatorin nutzt die Erfindung des Gedankenlesens.
Vertonung, die Oberflächlichkeit meidet. Die Diktatorin ist gut besetzt.
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