impressum
 

Auf der Suche nach Gold in der Küche
Eine Schimpfrede

Verlagsinfo:
`Ein Ich sucht Orientierung in einer Welt voller `Generationen´ und `innerer Werte´. Stimmen aus dem Computer verkünden Slogans. Die Stimme des Wanderers berichtet, was ihm zustösst. Die Stimme der Wohlmeinenden hinterfragt ihn.
Wanderung durch die Räume, welche die Smarten, Guten, Richtigen erzeugen. Darin findet der Wanderer nichts, worauf sich noch bauen ließe. Es bleibt ihm nichts übrig, als alleine zu gehen.´
 

Der HÖRSPIELer:
Sehr persönliches collagenhaftes Hörstück des Autors. Da es stellenweise sehr entrückt scheint, ist es sicher nicht zur leicht konsumierbaren akustischen Kost zu rechnen.
Herkömmliche Hörgewohnheiten werden den Hörern bei diesem Stück nicht weiterhelfen, sie vielleicht sogar behindern.
FAZIT: experimentell, vielfältig, tw. etwas kryptisch 

Frage an Caspar Abocab:
`Sehen Sie mit Ihrem Stück keine Gefahr, die Hörer zu überfordern ? Gibt´s die Hörer, die sich darauf einlassen können; zeitlich, mental ?´

Antwort Caspar Abocab:
  Ich weiß, dass dieses Stück `Die Suche Nach Gold In
Der Küche´ sogar Fans hat- es schaut der Tatsache ins Auge, dass es im Leben manchmal düster zugeht, man sich an irgendeinem Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht, neu definieren, nochmal alles durchdeklinieren muß, um von vorne anfangen zu können - als innerer Vorgang.

Frage an Caspar Abocab:
`Muß eine Schimpfrede grundsätzlich die persönlichen Ansichten Ihres Autors preisgeben, um überzeugen zu können ? Oder kann sie genau so Dichtung sein, wie andere literarische Inhalte auch ?´

Antwort Caspar Abocab:
Sie muß gar nichts. Oft fragen die Leute danach. Vor allem bei Herr Eislinger Hat Zähne ... .
Mit eigenem Empfinden haben meine Stücke wohl etwas zu tun. Dass es sich um ein Stück Literatur, Dichtung handelt, das möchte ich für dieses Stück in Anspruch nehmen. Als Essay oder Zeitkommentar ist es nun wirklich nicht gedacht.
In großen Teilen hat es sich sogar selber gedacht, und ich habe es nur aufgeschrieben.
Dass es zeitgenössisch ist, liegt daran, dass ich Zeitgenosse bin.

Frage an Caspar Abocab:
`Wie würden Sie Ihre Genreangabe Schimpfrede ein wenig nüchterner für eine um Neutralität bemühte Hörspielwissen- schaft umschreiben ?´

Antwort Caspar Abocab:
Ich glaube, da liegt ein Mißverständnis vor.
Das Stück wird den Genres Lyrik und Akustische Kunst zugeordnet.
`Eine Schimpfrede´ ist der Untertitel. Es hieß früher mal im Untertitel `Mein privater Amoklauf´, aber das schien mir aufgeblasen, wichtigtuerisch und gewollt schwergewichtig.
Also: Eine Schimpfrede. So bleibt es ein bißchen auf dem Teppich, auf den es gehört.