Daisy Day
(von Hermann Ebeling / 1984 / ca. 47
min.)
Das reichlich degenerierte Ehepaar Green
fliegt nicht ganz freiwillig mitsamt Tochter und
Ausflugsrakete in nicht allzu ferner
Zukunft vom hypermodernen New York II ins veraltete
und daher verlassene New York I. Dort
treffen sie auf eine handvoll Menschen, die sich
dem allgegenwärtigen Konsumterror
widersetzen. Problematisch wird es, als Hubschrauber
aus New York II, die davon ausgehen,
daß die abgesperrte Stadt menschenleer ist,
eine tödliche Fracht aus Reinigungschemikalien
zur Demonstration kompromißloser
Hygiene über New York I ablassen
...
Überdrehte und etwas makabere SF-Kömödie
mit gelungener Besetzung. Vor allem
Elisabeth Wiedemann als naiv-vertrottelte
postmoderne Konsumentin überzeugt in ihrer
Rolle als Familienmutter, die sich in
einer furchtbar veralteten Stadt ohne jeden Komfort
zurechtfinden muß. Die Kritik
an der Konsumgesellschaft wirkt überwiegend witzig und
erscheint daher glücklicherweise
nicht aufgesetzt.
Originelle Story, gute Sprecher, recht
spannend mit einem fiesen Finale.