Vor sechs Jahren legte sich der Provokateur Leo Greller mit der Hamburger Medienschickeria an.
Vor drei Jahren entging er in einem Berliner Nachtclub nur knapp der Bekehrung durch drei psychopathische Fans.
Aktuell leckt er seine Wunden, die von jeder Menge schlechter Publicity herrühren, nach der er angeblich
das Vertrauen einer weltfremden Aussteiger-Community missbraucht haben soll.
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AUSSTEIGER
Im ersten Anlauf gescheitert
Im nordöstlichen Brandenburg wollte die Germanistikstudentin Vera Warkentin zusammen mit rund einem Dutzend anderer alternativer Aussteiger ihre Idee eines freien, autonomen und gerechten Lebens verwirklichen. Sie hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass 'Mutter Staat' solcherlei potentiell gefährliche Vorhaben auf keinen Fall erlauben kann.
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# Es könnte so schön sein ohne die anderen: Aussteiger haben´s schwer hierzulande
# Nicht nur für Zukurzgekommene: Der Segen einer Ersatzmutter
# Das ist ja wohl etwas übertrieben: Trotz allem fühlen wir uns noch nicht als Sklaven
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V-MÄNNER
Über das Ziel hinausgeschossen
Neben einer großen Anzahl wunderbarer menschlicher Eigen-schaften zeichnet sich der Berliner Provokationskünstler Leo Greller auch dadurch aus, in politischen Zusammenhängen lediglich über ein unterdurchschnittlich ausgeprägtes Gefühl für das rechte Maß zu Verfügen: Er ist eben im positiven Sinne fanatisch, denn zum Glück steht er auf der Seite des Staates.
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MEUCHELEI I
Vollkommen überschätztes Berliner Nachtleben
In einem Berliner Club kam es kürzlich zu einem Zwischenfall, an dem der sympathische Künstler Leo Greller sowie drei seiner Fans beteiligt waren. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, noch herrscht Verwirrung vor. Aber fest steht schon jetzt: Leo wird nach diesem Vorfall kaum mehr derselbe sein, der er vor dieser Nacht in Moabit war.
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MEUCHELEI II
Angebrütet oder ausgeschlafen ?
Zwar ist `Schlafen´ nach seiner eigenen Aussage Leos zweitliebste Tätigkeit - aber als er sich nach seinem Auftritt auf ein versifftes Sofa hinter der Bühne im HickHack-Club sinken ließ und entschlummerte, hatte ihn nicht nur die Müdigkeit sondern auch der Leichtsinn übermannt, denn das fragliche Event zog seltsame und ziemlich irre Gestalten an.
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"Lühr nutzt das Medium Hörspiel, um auf das Meinungsmonopol der Massenmedien aufmerksam zu machen." (taz-Berlin) "Hier wird in 38 Minuten ein Bild erschaffen, welches sich von den üblichen Themen von Hörspielen abhebt. Interessante Unterhaltung mit Nachwirkung." (der HÖRSPIEGEL über das zweite Greller-Drama) Leo Greller, der sich "... an seiner Umwelt reibt, ... chaotisch ist und es ablehnt, sich ... korrumpieren zu lassen." (Holger Rink [Radio Bremen])
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LOSERMEDIEN
Staubtrockene Rundfunkbräute
Die Redakteurin eines Hamburger Rundfunksenders realisierte ein Radiofeature über die `Hamburger Schule´ deutsch-sprachiger Popmusik und bat Leo Greller um inhaltliche Unterstützung für das Projekt. Durch ihn sollte das Leben eines typischen Hamburger Liedermachers aus verschiedenen Perspektiven dokumentiert werden. Dies misslang gründlich.
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BOULEVARDMEDIEN
Feuchter Klatsch
Was tut man als aufstrebender Liedermacher nicht alles, um aufzufallen ? Man steigt zum Beispiel in eine Badewanne und beantwortet der Reporterin eines Klatschmagazins neugierige und anmaßende Fragen über sein Leben als C-Promi. Immerhin riecht man hinterher angenehm und es war tatsächlich nach langer Zeit mal wieder eine Frau im Badezimmer.
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LEBENSKUNST
Auf den Magen geschlagen
Wenn man es mit der Hamburger Medienschickeria zu tun hat, sollte man sicherstellen, dass dies mit einer soliden kulinarischen Grundlage geschieht. Leo Greller greift diesbezüglich gerne auf alte Hausmannskost zurück und gönnt sich ein deftiges Blaubarschgericht, bevor er sich in die Schlacht mit einer nervigen und notgeilen Journalistin stürzt.
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# Nervige Radioprogramme erträgt man besser mit vollem Magen: Blaubarsch mit Senfsauce Teil I # Wenigstens für´s leibliche Wohl ist gesorgt: Blaubarsch mit Senfsauce Teil II
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MEDIEN
Unwort des Jahres 2009
Das inoffizielle Hörspiel zum Unwort des Jahres 2009 'Betriebsratsverseucht' heißt 'Gehobene Narrenfreiheit' und wurde bereits 1996 mit Constanze Köpp, Carsten Kölln und dem blutjungen Leo Greller realisiert. Es handelt vom schwierigen Verhältnis zwischen dem Direktor einer Autofirma und seinen Betriebsräten.
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ZIVILGESELLSCHAFTLICHE PROJEKTE UNSERER SCHWESTERSEITE moderne21:
DIE NAMEN DER BETEILIGTEN SIND AUF DEN JEWEILS VERLINKTEN SEITEN AUFGEFÜHRT. LEO GRELLER IST BEI 'GEWALT-GEHT-IMMER' SOWIE 'DUDELSTOPP' INVOLVIERT.
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UTOPIE
Verrat durch 'Mutter Staat' ?
Auf welcher Seite der Gesellschaft würden Angehörige der 68er-Generation stehen, wenn sie heute jung wären ? Würden sie sich in alternativen Projekten wiederfinden ? Oder würden sie, da mittlerweile der 'Marsch durch die Institutionen' erfolgreich abgeschlossen wurde, als Teil expandierender Behörden die Bürger bemuttern, um sie 'vor sich selbst zu schützen' ? Dieser und anderen delikaten Fragen widmet sich die neue Hörspiel-Satire 'Gewalt geht immer'.
In ihr wird das Dilemma des politisch korrekten Liedermachers Leo Greller beschrieben, der seit Jahren fester Bestandteil der modernen 'linken Szene' Berlins ist. Ganz besonders lässt sich dieser Künstler von der zeitgemäßen Version des Matriarchats als allumsorgendes und machtvolles Staatswesen inspirieren. In 'Gewalt geht immer' hat Greller die schwere Gewissensentscheidung zu treffen, ob er seine linken Freunde verrät, indem er vertrauliche Informationen ihres autonomen Wohnprojekts an Vertreter der inneren Sicherheit weitergibt, was das sichere Aus für die alternativen Aussteiger bedeuten würde.
Gerade das Berliner Publikum weiß aus Erfahrung, dass der hochsensible Sänger und Aktionskünstler Leo Greller zu skurrilen oder zumindest hochneurotischen Handlungen neigt. Hierfür lieferte er bereits in den Jahren 2003 in 'Abgesang auf Leo G.' (mit Nina Ernst und Tom Wlaschiha) und 2006 in 'Groupiedämmerung - Ein Abend im Hickhack' (mit Ades Zabel und Laurent Daniels) reichlich Anschauungsmaterial. Es steht daher zu befürchten, dass der Ex-Hamburger die Mitverantwortung für die gewaltsame staatliche Räumung des autonomen Wohnprojekts 'Sonnenschein' durch den Missbrauch des Vertrauens gegenüber seinen dortigen Freunden auf sich laden wird. Vielleicht besinnt sich der einstmalige Sympathiebolzen 'von der Waterkant' ja doch noch - aber wem wäre damit eigentlich geholfen ?
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AUSSTEIGER I
Im ersten Anlauf gescheitert
Im nordöstlichen Brandenburg wollte die Germanistikstudentin Vera Warkentin zusammen mit rund einem Dutzend anderer alternativer Aussteiger ihre Idee eines freien, autonomen und gerechten Lebens verwirklichen. Sie hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass 'Mutter Staat' solcherlei potentiell gefährliche Vorhaben auf keinen Fall erlauben kann.
Aus Warkentins Tagebuch: "Gut Sonnenschein – das klingt ziemlich kitschig. Aber es war alles andere als. Für einige von uns war es ein neuer Beginn, für andere eine letzte Chance: Ein von uns sanierter Bauernhof im nördlichen Brandenburg, auf dem knapp zwanzig ehemalige Bürger der Bananenrepublik Deutschland in Freiheit und Selbstbestimmung leben wollten. Das konnte ja nur schiefgehen - aber zumindest deutlich länger hätte es andauern können, unser kleines autonomes Glück, wenn nicht die Staazis jemanden bei uns eingeschleust hätten, der uns über Monate bespitzelte, ohne dass wir es merkten. Wir hätten ahnen müssen, dass sie uns das nicht erlauben würden. Dass sie auch nicht einen winzigen freien Flecken in Deutschland zulassen dürften, der sich ihren Machenschaften entzieht: Keine Steuern, keine Paragraphen, keine Unmündigkeit. Eine Trutzburg, die sich gegen moderne Wegelagerei und Raubrittertum verteidigt. Das Landleben ist für so etwas wie geschaffen.
Aber wie konnten wir so naiv sein zu glauben, dass sie uns das dauerhaft durchgehen lassen würden ? Es war doch klar, dass wenn unser Beispiel sich herumgesprochen hätte, wir eine Riesengefahr für ihr System geworden wären: Das sind einfach No-Gos, dass selbstbestimmt lebende Menschen grundsätzlich miteinander auskommen können und sich nicht beim ersten Aufkeimen von Problemen gegenseitig zerfleischen wie Wölfe – 'violare humanum est' ... dass, wer nur für die eigene Familie und die nähere Gemeinschaft arbeitet und darüber hinaus nichts an Unbekannte abgeben muss, viel besser lebt und ungleich mehr Vertrauen in sich selbst und in die Zukunft hat ... dass Gewalt und Kriminalität kaum eine Chance haben, wo nicht eine anonyme Verwaltung vorgibt, die ursächlichen Probleme zu bekämpfen, sondern wo die Menschen gegenseitig Verantwortung für sich tragen ...
Natürlich konnten sie das nicht zulassen, unsere modernen Führer: Glückliche Menschen ohne Angst, die offensichtlich keine Politiker und keine Verwaltung brauchen, sind logischerweise sehr schlecht für´s Geschäft. Wenn wir ganz klandestin und dezent gelebt hätten, dann hätten sie uns vielleicht geduldet und uns nicht hochgenommen. Aber so hatten sie natürlich Angst, dass sich unser Erfolg herumspricht unter den modernen Steuer- und Abgabensklaven. Aus heutiger Sicht also kein Wunder, dass sie uns bereits nach wenigen Wochen einen Spion auf´s Gut geschickt haben. Hinterher ist man halt immer schlauer."
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V-MÄNNER I
'Wichtigtuer-Airlines'
Im nordöstlichen Brandenburg besuchte der bekannte Liedermacher und linke Politaktivist Leo Greller seine neuen Freunde in ihrem autonomen Wohn- und Lebensprojekt 'Gut Sonnenschein'. Nachdem er wieder abgereist war, bekamen die Alternativen Besuch von einer Eingreiftruppe des Innenmysteriums und wurden geräumt. Leo muss sich nun unberechtigter Kritik stellen.
Aus seinem Tagebuch: "Früher bin ich ja eigentlich nie verreist. Schon gar nicht ins Ausland. Ich fand Reisen so lächerlich und überflüssig und habe daraus auch keinen Hehl gemacht – ich hatte eben ganz klar den Zusammenhang erkannt zwischen der Tatsache, dass die Deutschen Weltmeister im Reisen sind und gleichzeitig nachweisbar auch eines der dümmsten Völker auf diesem Planeten. Zu diesem Schluss musste man meiner Meinung nach kommen, wenn man sich den Zustand des Landes vor Augen hielt: Überschuldung, Überalterung, Überbetonung des 'Ichs'. Ich hatte seinerzeit sogar als Aktion der Lufthansa vorgeschlagen, auf ihre Flugzeuge statt ihres Namens das Statement 'Wir-sind-wichtig' zu schreiben, damit sich ihre Kunden noch mehr hätten bestätigt sehen können. Aber das hielten die wohl für keine so gute Idee und die Presse hatte meinen Vorschlag auch nicht aufgegriffen.
Damals hatte ich noch nicht das Vertrauen in unsere politischen Führer, das ich heute habe - nach diesem Vorfall in Moabit als ein paar angebrütete Typen versucht hatten, mich nach einem Auftritt in `nem angesagten Nachtclub mit Gewalt zum Schweigen zu bringen. Ich hatte wohl wieder mal mehr als nur einen freiliegenden Nerv getroffen und letztlich konnten die mir natürlich keinen Maulkorb verpassen. Aber irritiert hat´s mich schon und als ich im Zuge des danach fälligen Gerichtsverfahrens zum ersten Mal in meiner Karriere intensiver Kontakt zu den Experten für innere Sicherheit hatte, ging mir ein Licht auf, wem wir es in diesem Land eigentlich zu verdanken haben, dass die Menschen nicht alle gegenseitig aufeinander losgehen und sich tothauen. Ich halte mit meiner neuen Erkenntnis auch nicht hinterm Berg. Nur dass man mir anscheinend nicht abnimmt, dass es mir damit tatsächlich ernst ist, aber das ist genaugenommen nicht mein Problem.
Ungefähr zu dieser Zeit hatte ich gerade einen hartnäckigen Fanclub bei facebook und als mir da ein paar ulkige Typen vorschlugen, ich solle einen kleinen Kreativurlaub auf ihrem sanierten autonomen Bauernhof im Norden von Brandenburg machen, dachte ich mir, das wäre mal etwas anderes. Insgesamt war´s eine schöne Erfahrung, aber richtig abschalten konnte ich insofern nicht als ich natürlich nicht ausblenden konnte, dass diese lustigen und fröhlichen Leute von 'Gut Sonnenschein' mit ihrem Tun und Nichtstun und sich gegenseitig helfen und keine Steuern zahlen die Solidarität zu den Menschen aufkündigten, die´s nicht so gut und leicht und flockig im Leben getroffen hatten, wie sie im schönen und menschenleeren Norden von Brandenburg – die Ausgegrenzten, die darauf angewiesen sind, dass der Staat sie finanziell unterstützt. Wenn da immer mehr aussteigen aus der Solidargemeinschaft, wird’s schnell eng mit der Unterstützung für die Schwachen und Benachteiligten. Das geht gar nicht."
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AUSSTEIGER II
Ersatzmutter 'Staat'
Aus Veras Tagebuch:
"Ausgerechnet Leo Greller, der Liedermacher, der in linken Anarchokreisen einen tadellosen Ruf als Spießerschreck und Moralapostel genoss. Ich weiß nicht mehr, wer vom Gut eigentlich auf die Idee kam, ihn für ein paar Wochen zu uns einzuladen. Wahrscheinlich kam der Kontakt über irgendein Internet-Forum für Künstler und Freigeister zustande. Jessica hatte schon recht gehabt, als sie bei unserem Einzug ins Gut vorschlug, dieses weltweite Fangnetz außen vor zu lassen. Aber damit kam sie bei den Männern natürlich nicht durch, bei Daniel, Thang und den anderen: 'Fairer Tauschhandel funktioniert nur über´s Netz'. Von wegen ! Die waren sicher nur spitz auf ihre scharfen Seiten. Als ob wir nicht genug moderne und aufgeschlossene Frauen auf dem Gut gewesen wären – real und in echt, analog eben ! Wir hatten schließlich auch noch was anderes im Kopf als Heim und Herd. Und für die Kommunikation mit der Außenwelt hätte sich sicher ebenfalls noch `ne alternative Lösung finden lassen, ohne dass wir auf Brieftauben hätten zurückgreifen müssen. Wir Frauen hätten Jessica damals mehr unterstützen sollen gegen diese offene Leitung nach 'Sonnenschein' – nun ist es zu spät und Herr Greller darf sich von den Siegern feiern lassen, dieser Opportunist. Haben die bei ihm 'ne Gehirnwäsche gemacht, hat er zu viele Pilze gegessen oder wie ist es bloß möglich, dass jemand so eiskalt die Seiten wechselt und zum Verräter wird ?
Kurz bevor er festgenommen werden konnte, hat Kevin Selbstmord begangen. Er war der idealistischte von uns allen. Und der Vater von Mandys Tochter, die jetzt bald geboren wird. Neben ihrer Trauer ist Marndy sicher auch wütend auf ihn, dass er sie mit Mia alleine gelassen hat. Aber dass die Staatsbüttel sich so entblößen und mit nackter Gewalt ein so einzigartiges Projekt wie unseres sprengen würden, hat Kevin auf einen Schlag sämtliche Zuversicht für die Zukunft geraubt. Er hatte wohl immer noch die Hoffnung gehabt, dass wenn die Oberen erst einmal bemerkt hätten, wie wunderbar es auf unserem Gut läuft, wir über Kurz oder Lang auch ihren Segen bekommen hätten – aber das hätte natürlich Vertrauen in die Untertanen vorausgesetzt ! Kevin hatte sich in der kurzen Zeit auf 'Gut Sonnenschein' einfach noch nicht von der Ersatzmutter 'Staat' lösen können. Da ist er aus dem Fenster im zweiten Stock gesprungen als der Sturm begann – mit dem Kopf voran. Er hat wohl vorausgesehen, was freiheitsliebenden Menschen in diesem Land bald noch blühen wird.
Und dabei hat er damals noch nicht einmal gewusst, dass unser Gast Leo der Verräter war. Ein V-Mann, der sich nicht damit begnügt hat, einfach Beobachtungen weiterzugeben, sondern der wahrscheinlich noch Sachen dazugedichtet und selber Ankläger gespielt hat. Dem würde ich inzwischen alles zutrauen, dem schrägen Abstinenzler !
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V-MÄNNER II
Political Correctness
Aus Leos Tagebuch:
"Was ist denn eigentlich politisch korrekt ? Ich würde es wirklich gerne wissen und mich danach richten. Ich hätte sehr gerne mehr Harmonie in meinem Leben. Wenn ich meinem guten Freund Ludo zuliebe und auch weil es ein guter PR-Gag ist die Aktion 'Dudelstopp' unterstütze, muss ich dann für oder gegen offensiven Musikeinsatz sein ? Vor ein paar Jahren traten die Macher dieser Aktion noch gegen unfreiwilliges Musikhören im öffentlichen Raum ein, in Kaufhäusern, Wartezimmern, Telefonschleifen und so. Und heute arbeiten die mit der Beschallungsindustrie zusammen und fragen 'Dudelstopp – wollen wir wirklich Friedhofsruhe ?'. Eine Drehung um 180 Grad oder um 360 ? Muss man, wenn man was Bestimmtes will, in der Öffentlichkeit und vor den Medien heute das Gegenteil sagen von dem, was man denkt, um weiterzukommen ?
Wenn ich vor Publikum im Kunsthaus Tacheles erzähle 'die Meinungsfreiheit in Deutschland ist gewährleistet', dann lachen die Leute und halten es für subtile Satire. Das ist aber gar nicht so gemeint. Ich bin doch der lebende Beweis dafür, dass wir kein Meinungsdiktat und keine Denkverbote in unserem Land haben. Wenn ich dann vorm Publikum nachsetze mit 'Das meine ich ernst', dann halten die die Leute für zwei, drei Sekunden kurz inne, um dann aber umso lauter und überzeugter weiterzulachen. Die gehen davon aus, dass Politiker heute Satire machen und Satiriker Politik. Das kann einen schon verwirren. Und so gesehen ist es kein Wunder, dass wir auf Gut Sonnenschein aneinander vorbeigelebt und vorbeigeredet haben. Vera, Kevin und die anderen hielten das für einen ganz schrägen Scherz als ich ihnen sagte, ich unterhielte neuerdings einen engen Kontakt zu den Spezies für Inneres. Kann ich was dafür, wenn die mich nicht ernstnehmen ?
Es war eben kein Scherz. Und niemanden, der meine Karriere ein bisschen verfolgt hat, wird das wirklich überraschen. Meine Lieder habe ich schließlich aus Überzeugung immer vor allem für Frauen geschrieben. Deshalb hat mich das Feuilleton ja oft genug auch als 'Frauenversteher' abgetan. Damit konnte ich gut leben – kein Problem ! Ich hab´ trotzdem jeder und jedem, die es hören wollten, bestätigt, dass ich für´s Matriarchat bin – was Besseres kann der Menschheit gar nicht passieren: Keine Kriege mehr, weniger Aggressionen und kuschelige wohlige Wärme in Mutters Schoß. Auf´s Politische übertragen heißt das, und das kann sich ebenfalls jeder an den Fingern abzählen, dass ich für einen starken, fürsorgenden Staat bin – einen weiblichen eben. Und diesem Staat, wie wir ihn schon fast erreicht haben, dabei zu helfen, seine Feinde auszukundschaften, damit er sich ihnen verstärkt zuwenden und sie besser erziehen kann, ist schließlich eine Aufgabe, der ich mich nicht entziehen konnte und wollte als man mich bat, ihm Informationen über diese Sozialverweigerer zu liefern."
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AUSSTEIGER III
Glückliche Sklaven als Freiheitsfeinde
Aus Veras Tagebuch:
"Mein Leben hat sich schon mal besser angefühlt. Ich habe Freunde verloren, einen sogar für immer. Ich saß im Gefängnis und muss dem Bewährungshelfer jetzt auch noch vorspielen, dass ich künftig wieder eine gute Untertanin sein werde. Ich weiß nicht, ob ich das kann. Ich weiß auch nicht, ob ich das will.
Wenn es nur irgendjemand anderes gewesen wäre, den sie zu uns geschickt hätten, der sich unser Vertrauen erschlichen und uns dann verraten hätte. Ich glaube, das würde es mir wenigstens ein bisschen leichter machen. Ausgerechnet Leo Greller ! Das demoralisiert einen doch auf Jahre hinaus ! Dieser Prototyp eines unverstandenen und verkannten Poeten-Revoluzzers. Er war immer so nett, so echt, so harmlos. Es war für alle, die seinen Weg verfolgt hatten über die Jahre, die sich für seine Karriere interessiert hatten oder sich einfach in gemütlicher Runde damit schmücken wollten, ein paar schräge Titel oder Zitate von ihm zu kennen, klar, dass er nie den ganz großen Erfolg haben würde. Damit war nicht zu rechnen, da musste man nicht Medienwissenschaft für studiert haben, um das nahezu ausschließen zu können. Aber das machte ja gerade seinen Charme aus. Alle haben gedacht, für den großen Durchbruch sei er nicht korrumpierbar genug oder einfach auch nur zu wenig durchtrieben, zu ungeschickt.
Außerdem war ich immer davon ausgegangen, vorauseilender Gehorsam in punkto politischer Korrektheit und gesellschaftlicher Harmonie würde sich für alle schnell erkennbar durch ein leeres Hirn und Rumgeschwafel entlarven. Aber so verhielt es sich bei Leo nicht. Bei allem Schmerz, den er mitzuverantworten hat, könnte ich ihm das nicht nachsagen. Aber vielleicht das: „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“ Ich weiß nicht mehr, von wem genau das Zitat stammt: Von Esther Vilar ? Oder war´s doch Marie von Ebner-Eschenbach ? Ob Leo ein glücklicher Mensch ist ? Schläft mit mir drei Monate in einem Zimmer und nichts passiert ? Der totale Gentleman oder die totale Lusche ? Die Sorte Mann, von der Frauen träumen ? Wohl kaum. Eher die Sorte Mann, die den Gleichstellungsbeauftragten vorschwebt - vielen Dank."
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V-MÄNNER III
Undankbarkeit
Aus Leos Tagebuch:
"Man braucht eine gewisse Größe, wenn man Leuten sehr geholfen hat und die einen dafür hassen. Da ist es besser, wenn man vorher im Leben bereits einen guten Vorrat an Applaus angesammelt hat. Das habe ich zum Glück in meiner Eigenschaft als politischer Aktionskünstler, denn die Rede ist natürlich von mir. Leo Greller ist sowieso weniger eine Person als vielmehr eine Einstellung. Eine Einstellung, die auf Aufrichtigkeit basiert, allen Schmähreden, die da garantiert jetzt im Internet bei den selbsternannten Freidenkern kursieren, zum Trotz. Ich war ehrlich zu den lieben Leuten vom 'Gut Sonnenschein'. Da muss ich mir nichts vorwerfen lassen. Ich bin immer ehrlich, das gehört alleine schon zu meinem Beruf.
Auch wenn man und frau von dieser aufgeflogenen Kommune 2.0 jetzt enttäuscht von mir sind - missbrauchtes Vertrauen, zerplatzte Illusionen und so - sind sie doch trotzdem gut damit gefahren, dass ich den Job erledigt habe, der unausweichlich war. Sie hatten ihre Chance, sie hätten mich ja überzeugen können. Oder mir zumindest was vorspielen, das hätte ich auch nicht so genau genommen, denn das hätte mir immerhin bewiesen, dass zumindest ein Bewusstsein dafür vorhanden gewesen wäre, was die Gemeinschaft, was der Staat von solch einem Projekt erwartet. Aber Fehlanzeige: Die Frauen haben gekocht, genäht und die Kleinen unterrichtet, die Männer haben geschraubt, angebaut und sind im Netz gesurft – also finsterstes Mittelalter, was die Rollenverteilung anging. Und die Kinder mussten das alles mit ansehen: die Jungs haben gebastelt und miteinander gerauft, die Mädchen die Tiere gefüttert und mit Puppen gespielt. Vollkommen ungegendert. Na, gut: und der liebe Leo hat das alles beobachtet und seiner Chefin davon berichtet. Ist ja wohl besser als wenn rechte Schläger oder linke Chaoten gleich das Geschäft für´s Mysterium erledigt hätten, oder ?
Die sind trotz allem gut mit mir gefahren."
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LOSERMEDIEN I
Die Geschichte eines verkorksten Features
Die lange nicht mehr durch erwähnenswerte Produktionen aufgefallene Redakteurin eines Hamburger Rundfunksenders realisierte ein Radiofeature über die `Hamburger Schule´ deutschsprachiger Popmusik und bat Leo Greller um inhaltliche Unterstützung für das Projekt. Am seinem Beispiel sollte das Leben eines typischen Hamburger Liedermachers aus verschiedenen Perspektiven dokumentiert werden. Dies misslang gründlich.
Da wäre zunächst Leos Manager Ludo Kamberlein: Der Mann des Vertrauens für den Liedermacher. Kamberlein unterstützte die Feature-Redakteurin der Sache wegen, obwohl er neben Greller auch noch ein esoterisches Sängerinnen-Duo und eine Underground-Electrocombo aus Wedel betreut. Nach seinem Interview meinte er, er hätte `dieser Radiofrau´ viel mehr erzählt als er ursprünglich vorgehabt hätte, da sie ihm während der Gespräche ständig geschmeichelt habe.
Ebenfalls befragt wurde unnötigerweise eine Dame namens `Manuela´: Es ist kaum seriös zu nennen, in einem Feature über die Hamburger Schule im allgemeinen und Leo Greller
im besonderen ausgerechnet eine Ex-Freundin des vielbeschäftigten Sängers
zu Wort kommen zu lassen. Insbesondere dann, wenn man die Dame im Feature ausführen läßt, warum sie illoyalerweise eher auf Rockmusik als auf die Klänge der Hamburger Schule steht. Und dies mit einer Begründung,
die auch Männer mit mehr sexuellem Selbstbewußtsein als dem Grellers peinlich berühren würde.
Dann gibt es noch diesen ehemaligen Schulkameraden von Leo: Dieser ist mittlerweile Sanitärtechniker in Heide (Holst.). Hätte das nicht gereicht ? Der Mann wirkt wie voll durch seinen Beruf ausgelastet. Dies ist natürlich zu begrüßen, aber wir fragen trotzdem: Mußte ausgerechnet dieser Herr für das Feature über kulturelle Themen befragt werden ? War es tatsächlich eine glückliche Wahl, gerade einen ehemaligen Schulkameraden über Greller sinnieren zu lassen ? Jemanden, der Leo während der Schulzeit nicht sonderlich nahestand und den nachweislich schon die Betrachtung eines harmlosen Musikvideos aus dem Hause Greller überreizt ? Wir meinen, nein !
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LOSERMEDIEN II
VERbrauchtes MISStrauen
Leo Greller ließ sich -trotz Bedenken- zur beratenden Mitwirkung an dem Feature breitschlagen. Was er nicht wissen konnte war, dass es besagter Redakteurin bei ihrer Arbeit offenbar mehr um die Bestätigung bürgerlicher Vorurteile gegen Künstlerpersönlichkeiten aller colour (hier der Hamburgerischen) ging als um eine aufrichtige Dokumentation. Leo wörtlich: `Ich habe immer schon gerne Hörspiele gehört und auch Radio- Features. Das letzte war eine wirklich interessante Dokumentation über das frühe Ableben von Sven-Simon Springer, dem Sohn von Axel Springer. Nicht zuletzt deshalb wollte ich an dem Hamburger Schule - Feature mitwirken. Hat nur leider nicht viel genutzt.´
Man hatte offenbar auch keine Skrupel, aus Leos engstem Familienkreis Personen über die `Hamburger Schule´ und über Greller `auspacken´ zu lassen. Heraus kam bei Leos Schwester eine laienhafte psychologische Analyse über Grellers Sozialisation hin zum Liedermacher. Das hier bediente Klischee `bei gleichaltrigen Mädchen erfolgloser Teenager flüchtet sich in eine poetische Traumwelt, in der später von der unfreiwilligen Askese beeinflußte authentische Lieder über Frauen entstehen´ vermag bei genauerer Betrachtung von Leos Biografie jedoch nicht nachhaltig zu überzeugen.
Auch eine Barfrau vom St.Pauli-Kiez wurde befragt. Will man allerdings seriös über prominente Personen recherchieren, dann sollte man nicht auf Informanten zurückgreifen, die diese Menschen regelmäßig in alkoholisiertem Zustand erleben. Es sollte daher schon die Fairneß gebieten, Barpersonal nicht zu Indiskretionen zu verleiten. Hat sich Redakteurin Carstensen in ihrem Feature daran gehalten ? Leider nicht, was mittlerweile allerdings kaum noch überrascht ...
Was bitte hat die Rundfunkredakteurin Carstensen dazu bewogen, sich ausgerechnet der bekannten Winterhuder Kolumnistin Reifenstein-Herbig als Quelle für ihr Feature zu bedienen ? Die Spatzen pfeifen seit Jahren von Hamburgs Dächern, dass es mit der Chemie zwischen der Zeitungsdame und dem wiederholt in Ihrer Kolumne schuldlos niedergemachten Liedermacher nicht zum besten bestellt ist. Und dies aus vollkommen privaten Gründen, die nichts in einem öffentlichen Rahmen zu suchen haben. Wir unterstellen, dass es die Hörer nicht interessiert, wer im vorliegenden Fall einen Korb vom jeweils anderen kassieren mußte: Der 36jährige Liedermacher oder die um einige unwesentliche Dekaden erfahrenere Zeitungsdame.
dass Frau Reifenstein-Herbig der `Hamburger Schule´ deutscher Popmusik ablehnend gegenübersteht, war daher vorhersehbar und hätte nicht noch zusätzlich durch besagtes Feature dokumentiert werden müssen.
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MEUCHELEI I
Vermurkste Ermittlungen
In einem Berliner Club kam es kürzlich zu einem Zwischenfall, an dem der sympathische Künstler Leo G. sowie drei seiner Fans beteiligt waren. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Es konnte noch nicht endgültig geklärt werden, was genau sich kurz vor drei Uhr morgens in einem Hinterzimmer des Clubs abspielte. Fest steht jedoch schon jetzt: Leo wird nach diesem Vorfall kaum mehr derselbe sein, der er vor dieser Nacht in Moabit war.
Vielleicht war es die Kombination aus Fetisch-Sex-Event sowie professioneller Publikumsbeschimpfung an diesem Abend, die zu der aufgepeitschten Atmosphäre in einem Hinterzimmer des Clubs führte, in dem sich der Künstler nach seinem Auftritt zur Ruhe begeben hatte und in dem sich ein ehemaliges Groupie, ein Fan sowie ein Mitläufer an ihm vergingen. Das Groupie gilt als Anstifterin der Tat und befindet sich zur Zeit in Untersuchungshaft. Im folgenden einige Personen, die an besagtem Abend ebenfalls in dem Club, der sich in einem verlassenen Industrie-Areal befindet, anwesend waren und eventuell Licht ins Dunkel der unschönen Vorgänge um den in letzter Zeit vom Schicksal gebeutelten Leo G. bringen können:
Als Freund des schnellen Springens über die Kanäle hätte ein Mitläufer die fragliche Nacht vermutlich lieber daheim im Fernsehsessel verbracht. Von solchen dramatischen Ereignissen, wie dem Kampf `Moderne´ gegen `Dekadenz´ im HickHack-Club, wird in der Glotze allerdings nur selten berichtet. Hierfür würden sich vermutlich keine Kunden für die Werbezeiten finden. Im Angesicht der eskalierenden Ereignisse in Moabit konnte auch keine Fernbedienung für Mäßigung sorgen: Das Programm stand fest - Lautstärke und Szenenabfoge lagen in der Hand der anwesenden Protagonisten. Die Frage, ob diese hierbei ihrer Verantwortung gerecht wurden, bleibt vorerst ungeklärt.
Und einem weiblichen angeblichen Fan Leos sagen wir: `Nein, Madame ! Wenn Sie uns auf unsere Frage, was denn an jenem Abend im HickHack-Club Spektakuläres passiert sei, lediglich von einer grandiosen Nackenmassage, die Ihnen zu teil wurde, berichten, dann hilft uns das nicht wirklich weiter. Natürlich ist es erfreulich, dass Sie eine optimale Methode zur Förderung Ihres körperlichen Wohlbefindens gefunden haben - aber mit Verlaub: ENTSPANNUNG ist nun ziemlich genau das Gegenteil, wozu Sie und Ihre Begleiter Herrn Greller in dieser Nacht verhalfen. Aber sich `Fan´ nennen ! Hätten Sie Ihr ehemaliges Idol mal lieber harmlos massiert, anstatt ...´
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MEUCHELEI II
Der Schlaf eines Unschuldigen
Zwar ist `Schlafen´ nach seiner eigenen Aussage Leos zweitliebste Tätigkeit - aber als er sich nach seinem Auftritt, durch den er übrigens keine neuen Freunde gewann, an jenem Abend erschöpft auf ein versifftes Sofa hinter der Bühne im HickHack-Club sinken ließ und entschlummerte hatte ihn nicht nur die Müdigkeit, sondern auch der Leichtsinn übermannt: Er war nicht alleine in dem Raum, sondern zusammen mit ehemaligen Groupies, Fans und Bewunderern. Greller-AnhängerInnen zeichnen sich allerdings durch für Außenstehende besonders befremdlich, ja geradezu exzentrisch anmutende Verhaltensweisen aus, was Leo möglicherweise zum Verhängnis werden sollte. Die Erlangung finalen Ruhms hatte er sich jedenfalls anders vorgestellt ...
Ein festgenommener Flaneur versichert glaubhaft, in der fraglichen Nacht keinesfalls wegen Leo den HickHack-Club besucht zu haben. Allem Anschein nach ging es ihm bei dem Event um vordergründigere Sinnesfreuden als die Darbietungen Grellers. Leider nervt der Flaneur die an dieser Geschichte Beteiligten mit seiner Idealisierung des oben genannten Sexclubs als einen Ort der Aufklärung. Auch die Metaphern weißer und rosa Kaninchen für einander widersprechende Artikel des deutschen Grundgesetzes, die er ins Spiel bringt, vermögen wenig Licht in die verworrene Situation zu bringen.
Man sollte sich vom unschuldigen Lächeln eines ebenfalls festgehaltenen weiblichen Groupies nicht beeindrucken lassen. Würde man mit ihm im selben Raum wirklich einen ruhigen und sicheren Schlaf finden ? Der sympathische Provokationskünstler Leo hat es am Rande einer Fetisch-Nacht versucht weil er sich von seinem anstrengenden Auftritt erholen wollte. Mittlerweile hat er seinen Leichtsinn bereut. Nein, das nebenstehende Foto stammt NICHT aus einem Einrichtungskatalog, sondern wurde nach einem für Außenstehende nur schwer nachvollziehbaren gemeingefährlichen Vorfall im Berliner HickHack-Club aufgenommen.
Eine Frau, die man nicht unbedingt im HickHack-Club erwartet hätte, muss sich ebenfalls vor der Polizei rechtfertigen: Edith Schröder aus Berlin-Neukölln. Dort hat sie es mit Beharrlichkeit und einer gehörigen Portion Womanpower zu einiger Berühmtheit gebracht. Mittlerweile spielt sie in Fernsehserien wie `Verdreht in Berlin´ irritierende Nebenrollen und ist auf dem besten Wege, vom Seniorenfernsehen zur neuen Mutter der Nation aufgebaut zu werden. Hoffentlich regt sich das Berliner Original wegen der Schlagzeilen der Yellow-Press nach dem dramatischen Abend in dem Moabiter Nachtclub nicht zu sehr auf in ihrem Alter ! Das würde sich Leo Greller nie verzeihen ...
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KOCHREZEPTE
Blaubarsch mit Senfsauce I
Wenn man von Berlin über die Autobahn nach Hamburg hinein fährt und das Radio eingeschaltet hat, heißt einen die Stadt mit Evergreens von Madonna bis Phil Collins willkommen. In Hamburgs Äther regiert neben dem üblichen Dudelfunk nahezu absolutistisch der NDR. Und das ist eine Regime, das man leider nicht abwählen kann. Radiohörer sowieso nicht und kleine Künstler wie ich erst recht nicht.
Wenn man sich von öder Musik zur Begrüßung nicht abschrecken lässt und trotzdem weiter in die Stadt fährt, kommt man schnell zu unserer bunten Meile, der Reeperbahn. Dort habe ich standesgemäß in einer Seitenstraße `ne kleine Wohnung zum Hinterhof.
Mein Zuhause in der Hein-Hoyer-Straße: Es war ein verregneter Sonntagnachmittag vor ungefähr einem dreiviertel Jahr im April. Ich hatte irgendwie wieder mal den Blues. Erst mal grundsätzlich und an dem Tag glücklicherweise auch noch zusätzlich in Form meines Mittagessens `Blaubarsch mit Senfsauce´. Der brauchte noch ungefähr 10 Minuten im Backofen, also hörte ich nebenher etwas Radio. Ich war an dem Tag nicht besonders scharf auf Musikhören. Damals hatte ich gerade meinen letzten Song `Halblang, Kleines!´ aufgenommen und er verkaufte sich nur sehr mau. Im Radio wurde er natürlich überhaupt nicht gespielt. Gut, ich kannte das schon.
Es lief also der Deutschlandfunk und ich hoffte auf irgendein interessantes Gespräch. Das hätte sich fast auch ergeben: Eine junge Objektkünstlerin schilderte uns Zuhörern, wie sie dadurch, dass sie sich häufig alle möglichen Dinge von ihren Bekannten lieh, an den Materialkosten für ihre Werke sparte. Als sie sich gerade darüber beklagte, dass gute Freunde für eine Künstlerin wie sie wirklich schwer zu finden seien, schnitt ihr der Moderator --erstaunlich spät- das Wort ab: `Jetzt haben wir aber schon wieder viel zu lange geredet. Als nächste Musik gibt´s gleich für unsere Zuhörer einen ganz besonderen Leckerbissen.´ Leckerer als mein Blaubarsch im Backofen ? Unüberhörbar. Der Wichtigtuer im Radio meinte: `Für Sie daheim oder unterwegs habe ich während meines letzten Aufenthaltes in den USA eine ganz besondere CD aufgetrieben. Wir alle kennen den in den Staaten irrsinnig erfolgreichen Bruce Springsteen. Aber kennen wir auch seine Cousine ?´. Ich bekam direkt ein schlechtes Gewissen. Der Moderator schien das zu ahnen und setzte nach: `Es ist wirklich seltsam, dass die Dame hierzulande noch völlig unbekannt ist. Sie hat bereits ihre dritte CD eingespielt. Von der hören wir jetzt den Titelsong.´ Wow ! Was für eine durch und durch musikalische amerikanische Familie, die der Deutschlandfunk mir da ins Haus schickte! Wie gut, dass dieser Sender seine Reporter hinaus in die medial noch viel zu wenig erschlossene Neue Welt schickt, damit wir uns hierzulande nicht von einheimischen Nachwuchsbands volldröhnen lassen müssen ...
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KOCHREZEPTE
Blaubarsch mit Senfsauce II
Als ich den Kram damals im Radio gehört hatte, dachte ich, ich hätte doch lieber Herrn Begemann oder Herrn Schamoni den Vortritt lassen sollen bei diesem Feature. Leute, die die Sendung gehört hatten, mussten ja denken, Leo Greller sei ein postpubertärer Schlappes.
Vor allem womit Ludo zitiert wird: Wen interessieren denn olle Kamellen wie die, dass ich meinen Eltern vor zig Jahren mal 300 Mark geschuldet habe ? Ich stellte meinen Herrn Manager natürlich zur Rede. Er meinte: `Ja, ich bekenne mich schuldig, Leo. Ich hab´ der Hörfunkbraut viel mehr erzählt als ich eigentlich vorhatte. Die hat mir die ganze Zeit geschmeichelt, fast `n bisschen geflirtet und Du weißt ja: Für eine vom NDR war sie sogar relativ frisch. Jeder Mensch braucht ab und zu n´ paar Streicheleinheiten, egal von wem.´ Der bisher einzige Lichtblick in dem Feature war meine Lieblingsbarfrau auf St. Pauli. Die weiß eben, was sie ihren Stammkunden an Diskretion schuldet. Ganz im Gegensatz zu der Dame, die sich vor einem dreiviertel Jahr meine Freundin schimpfte - Mit Manuela das Peinlichste kommt ja erst noch. Und was von der aufdringlichen Klatschkolumnistin nachher noch zu hören sein wird, gehört eigentlich auch nicht in `ne seriöse Sendung. Aber im Quotenradio muss es wohl ständig ordentlich `menscheln´.
Vielleicht hätte ich doch darauf eingehen sollen als mir die Carstensen im Café Schwanenwik anbot, wenigstens meine Rolle in den Spielszenen selber zu sprechen. Statt dass sie so´n Lackaffe von Vorabendserienschauspieler verunstaltet. Die können doch eigentlich immer nur sich selber spielen ... . Wenn ich mich selber gemimt hätte, dann hätte ich sicher mehr Einfluss darauf gehabt, was letztendlich gesendet worden wäre. Eigentlich war ich ja auch gar nicht so abgeneigt. Ich dachte mir halt, es wäre vielleicht taktisch klug, erst einmal mit dem nicht so grandiosen Image des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei uns Wortkünstlern zu kokettieren. Hätte ich aber vielleicht doch für mich behalten sollen, meine gespielte Bescheidenheit: `Frau Carstensen, ich bin ganz durch´n Wind, dass sie mich als Sprecher in Erwägung ziehen. Dabei passe ich doch gar nicht so recht ins NDR-Programm. Schließlich kämpfe ich mit meiner Kunst gerade gegen Sprachverfall und Gutmenschentum an.´
Ich bin einfach davon ausgegangen, dass so eine üppig bezahlte Redakteurin vom Staatsfunk über genügend Selbstbewusstsein verfügt, über meine kleinen Sticheleien hinwegzusehen. Ich meine, O.K. -- wer bin ich denn schon ? Und wie viel Macht, Geld und Einfluss hat der Norddeutsche Rundfunk ? Und also auch seine Redakteurinnen. Ich meine, die haben einfach die Mittel. Gut -- man hört das ihren allermeisten Sendungen natürlich nicht an ! Aber das ist doch trotzdem kein Grund, sich von `nem kleinen Sänger irritieren zu lassen.
Naja, wenigstens kam durch die Produktion dieses Features niemand ernsthaft zu Schaden. Obwohl: Frau Carstensen blieb doch nicht ganz unversehrt -- Sie erlitt einen kleinen Hörsturz als Sie einmal unangekündigt in die Proben zu meiner neuen Show hereinplatzte. Das zählt aber nicht, denn das wäre nicht passiert, wenn sie einfach nur ruhig dort sitzen geblieben wäre, wo ich´s ihr gesagt hatte -- `Ach wissen Sie, von hier vorne sehe ich Sie aber viel besser !´. Nicht mal meine kaum benutzten Oropax wollte sie sich leihen lassen: `Nee, lassen Sie mal stecken, Herr Greller !´ - Dann kann ich auch nichts dafür, wenn Michael den `Blue Devil´-Verstärker für seine E-Gitarre hochfährt und die Carstensen spricht davor gerade in ihr Handy mit dem Intendanten. Ich glaube ja, dass sich der Ohrring, den es ihr bei diesem Zwischenfall vom Kopf gepustet hat, bei einer der nächsten Proben wieder anfinden wird. Kann doch aus meiner Band niemand was mit anfangen, mit so `nem ehrwürdigen Familienerbstück. Außerdem hat sich Michael später noch telefonisch bei ihr entschuldigt. Kann natürlich sein, dass sie das so kurz nach diesem kleinen Unfall noch nicht richtig wieder hören konnte ...
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INTERVIEW I
Am Beckenrand
Interviews mit dem als schwierig geltenden Liedermacher Leo Greller misslingen in schöner Regelmäßigkeit.
Das nachfolgende Gespräch führte Michaela Peinrich im September 1999 auf dem Beckenrand einer Badewanne sitzend, in der Leo sich gerade `entspannte´. Michaela musste während des Interviews ständig darauf achten, dass ihr ihr Mikrofon nicht in´s Badewasser fiel. Leo gab unter anderem von sich: "Ich steh´ total auf Wasser: Ich leb´ in ´ner Hafenstadt; Ich geh´ 2 mal pro Woche schwimmen -meistens-; Und ich bade auch total gerne ... . Schließlich kommt ja auch alles Leben aus dem Wasser. ... Ich werde wirklich in fast jedem Gespräch mit Journalisten auf dieses Label der `Hamburger Schule´ angesprochen. Für die einzelnen Leute, die es beschreiben soll, ist es meiner Meinung nach genauso wenig aussagekräftig, wie z.B. der `Club of Rome´ oder die `Schwestern der perpetuellen Indulgenz´. Oder die `Weight Watchers´. Nach unserem Oberlehrer, Herrn `Studienrat´ Begemann, umfaßt die `Hamburger Schule´ Musiker, die `...in verständlicher Sprache über Dinge singen, die nachvollziehbar sind.´, also weniger artifizielle oder ironische Lieder. ... Krümmel liegt südwestlich von Hamburg und Stade nordöstlich. ... Ich muss erst noch verdauen, wie mies `hanseatic necrophile´ von der Presse behandelt worden ist. Vor allem auch von den Studentenblättern. Denen ist scheinbar der Sinn für subtile Ironie total abhanden gekommen. Da haben so viele Leute dran mitgeschuftet. Und Eike war so stolz auf sein Werk - Er meinte damals, dass er mit diesem überdrehten Atommovie gerade seine persönliche `Steinbeck-Phase´ durchleben würde. ... Die Leute sind an `hanseatic necrophile´ nicht richtig rangegangen. Nicht locker genug. Wenn Du da wegen des Themas `Atom-Supergau´ schon von vornherein mit so´ner `Bäh´-Haltung in´s Kino gehst, also wenn man den Film von Anfang an aus ´ner `I´-Position anschaut, aus ´ner `Igitt´-Position - Dann kann man natürlich gar nicht richtig entspannen und das Werk einfach auf sich einwirken lassen. Es hätte mich schon gefreut, wenn wir mit unserem Film ein bißchen mehr Anerkennung eingeheimst hätten - Es muss ja nicht gleich das Prädikat `wertvoll´ sein; Irgend ´ne kleine Auszeichnung tut´s ja oft auch schon. Ich meine, sogar Kleingartenvereine bekommen hin und wieder Preise.
Für meine Lieder brauche ich keine Anerkennung. Die Tatsache, dass sie veröffentlicht werden und dass über sie geschrieben wird, ist schließlich schon Bestätigung genug. ... Ich will das alles wirklich nicht zu hoch hängen, denn ich möchte auch nicht, dass die Leute meine Musik zu ernst nehmen; dass sie sich bei jedem Lied diese `Was will uns der Sänger damit sagen ?´-Frage stellen. Bitte nicht ! Das wäre in meinen Augen ´ne falsche Ehrfurcht.
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INTERVIEW II
Unterbewertete B-Movies
Als weiterer Beleg für die amateurhaftigkeit Leo Grellers können einige Zitate aus einem Interview angeführt werden, das der Hamburger dem Düsseldorfer Lifestyle-Magazin 'Mago' gab:
Als mein Manager Ludo Kamberlein mir eine Zeitungsseite zeigte, auf der als charmanter Junggeselle dargestellt wurde, lag ich gerade darnieder, weil ich mir aus ´nem Italien-Urlaub ´ne hartnäckige Gelbsucht mitgebracht hatte. In so´nem Zustand macht man sich weniger Gedanken darüber, ob man nun Sex-Appeal ausstrahlt oder nicht. Ich musste wegen dieses Mitbringsels die Aufnahmen zu `Nach dem Regen´ verschieben und auch die geplante Sommertournee fiel erst mal flach. Die kommt jetzt im Winter, als Wintertournee. In Anbetracht dieses ganzen Ärgers verlor die Junggesellen-Geschichte schnell an Bedeutung für mich. ...
Claudia Dittersdorf, die meine Freundin in dem berüchtigten Trashmovie `hanseatic necrophile´gespielt hat, ist seit diesem Film übrigens eine kleine Berühmtheit in der Hamburger Lesbenszene. Sie hat in `hanseatic necrophile´ wirklich voll aufgedreht und die harten Actionparts übernommen, für die ja gewöhnlich der männliche Hauptdarsteller zuständig ist. Aber mir war es wichtig, meine Rolle eher musikalisch anzulegen. Ich habe zum Beispiel jede Menge gesungen als Teekoster Theo. Die Lieder `Der Jungfernstieg schwieg´ und `Lauf, wenn Du kannst´ aus dem Film sind auf meiner neuen CD `Nach dem Regen´ drauf.
Nebenbei: Ich wäre auch gerne bekannter bei den Hamburger Lesben. Und das kommt nur für diejenigen unvermutet, die nicht mein Lied `Sie lieben mich nicht´ auf `Halblang, Kleines !´ gehört haben. Darin singe ich ja zum Beispiel `Sie lassen mich hier nicht rein / Die Damenbars sind zu für mich / Dabei würd´ ich doch so gern´ / Hier als männliche Gabi verkehren´. Und der Refrain: `Sie sagen, Sie lieben mich nicht / Sie sagen, Sie brauchen mich nicht / Dabei wär´s doch wirklich so einfach / Dabei wär´s doch einfach Pflicht´. Also, hoffentlich wird´s nochmal was mit den Lesben. Ich arbeite da nämlich hart dran. In meine Klasse auf der Realschule gingen zum Beispiel mehrere Mädchen, die ich im Verdacht hatte, heimlich gegenseitig aufeinander zu stehen. Ich mache mir da heute ab und zu noch Vorwürfe, dass ich damals nicht stärker zwischen ihnen vermittelt habe. Deshalb suche ich heute wohl unbewußt die Nähe zu dieser Szene, weil ich glaube, da was wieder gutmachen zu müssen ... Jetzt stell´ mich in dem Interview aber bitte nicht als verhinderten Missionar dar, das wäre wirklich mehr als unpassend !
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KOSTENLOS
Hörbuch-Podcast
Hier können Sie legal ungewöhnliche Hörbücher herunterladen, die auch anderswo im Internet abrufbar sind. Es handelt sich allerdings in punkto Titel, Cover und Stereointensität um veränderte Versionen. Wir wünschen gute Unterhaltung mit einem komplizierten und sensiblen Liedermacher aus Hamburg-St.Pauli, seiner mordlüsternden Anhängerschar sowie Irrungen und Wirrungen aus der deutschen Hauptstadtregion.
Im Hörbuch 'Gut gebrüllt, Leo' geht es unter anderem um die lange nicht mehr durch erwähnenswerte Produktionen aufgefallene Redakteurin eines norddeutschen Rundfunksenders. Sie realisierte vor einiger Zeit ein Radiofeature über die `Hamburger Schule´ deutschsprachiger Popmusik und bat den exzentrischen Liedermacher Leo Greller um inhaltliche Unterstützung für das Projekt. Er ließ sich nicht lange bitten, was, wie wir heute wissen, ein Fehler war. Hier können Sie jeweils Teil 1, 2, 3, 4, 5 und 6 herunterladen.
Das Hörbuch 'Meuchelei im Nachtclub' spielt in einem Berliner Club, in dem es zu einem Zwischenfall kam, an dem der sympathische Künstler Leo Greller sowie drei seiner Fans beteiligt waren. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, noch herrscht Verwirrung vor. Aber fest steht jedoch schon jetzt: Leo wird nach diesem Vorfall kaum mehr derselbe sein, der er vor dieser Nacht in Moabit war. Hier können Sie jeweils Teil 1, 2, 3 und 4 herunterladen.
Im Doppel-Hörbuch 'Stadt-Land-Schluss' zieht ein anachronistischer Straßenkämpfer durch die noblen Einkaufsviertel Berlins und hinterlässt eine Spur der Verwirrung. Leider geht sein Streifzug nicht ganz ohne Gewalt ab. Nicht viel besser geht es auch einer Germanistikstudentin, die als Folge eines angekündigten Verrats zusammen mit ihren anarchistischen Freunden aus ihrem selbstverwalteten Bauernhof geworfen wird. Hier können Sie jeweils Teil 1 (Schmerz Statt Kommerz) und Teil 2 (Verrat auf dem Land) herunterladen.
Hier finden Sie weitere Hörbuch-Downloads und hier unser Impressum. Wir grüßen den Gratistempel aus Dresden sowie 'alles zum runterladen' und würden uns außerdem sehr über einen Besuch auf unserer Schwesterseite moderne21 freuen. |
Hinweis: Alle Namen und Figuren im Zusammenhang mit den vorgestellten Hörspielen auf dieser Seite sind frei erfunden - Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig. |
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