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Lühr on Ear
Hamburg, Hörspiel und "gehobene Narrenfreiheit"


von Ludo Kamberlein (2013)

Hartmut Lühr wird 1970 in Hamburg/Wandsbek geboren. Im Vorschulalter erforscht er das Innenleben von Musik-Kompaktkassetten, zu denen er bald ein präpubertär-erotisches Verhältnis entwickelt. Den lebhaften Sohn mit Kinderkassetten ruhig stellen wollend, wecken die Eltern früh dessen Interesse an Hörspielen. Die auditiven Parallelwelten, deren zwanghafte Besuche ihn schnell zum Außenseiter unter Gleichaltrigen machen, lassen Lühr von nun an nicht mehr los. Im Frühjahr 1983 gründet er zusammen mit einem Freund im jugendlichen Überschwang ein eigenes Kassettenlabel, das wegen der Minderjährigkeit der beiden glücklicherweise nicht den recht rauen Marktgesetzen der Kinderruhigstell-Industrie unterworfen ist. So können in der Idylle des Hamburger Elbvororts Rissen tragikomische Geschichten um havarierte Ostblockreisende oder das Doppelleben eines Kriminalinspektors entstehen, in denen die beiden jungen Hörspieler jeweils die Darstellung sämtlicher Rollen übernehmen. 1986 entstand zusätzlich ein Promotionfilm. Jahrzehnte später bedauert Lühr, dass er in nachfolgenden Stücken "nie wieder so ungehemmt improvisieren, neue Figuren entstehen und sofort wieder in der Versenkung verschwinden lassen konnte, wie in jenen vom Hörbuchkommerz unbeschwerten Tagen". Er entwickelt in dieser Zeit ein hörbares Gespür für auditives Timing, welches jedoch nicht von langer Dauer sein soll.

Vier Jahre später beschließt Lühr, seinen "auditiven Horizont" auf musikalische Elemente auszuweiten: Zusammen mit dem späteren Bildhauer Tim Paal und Stefan Trienes gründet er die Elektrocombo `ABORTIVE GASP´. Die drei jungen Männer sind musikalisch so produktiv, dass Lühr geplante Hörspielprojekte für längere Zeit auf Eis legt. Es entstehen einige für die damals populäre `Electronic Body Music´ relevante Langspieler, über die Musikkritiker Brian Duguid anmerkt: "Anarchic, electric and very American. Very far-off beam rock music essentially, with its bizarre electronics and chaotic structures." Im Dezember 1989 engagiert die Hamburger Szenediscothek Kir `Abortive Gasp´ als Support Act der (damals noch) jugoslawischen Kunstrocker von `Borghesia´ aus dem Dunstkreis der legendären Gruppe `Laibach´ zur Einläutung des anstehenden Dekadenwechsels. Der Abend wurde ein durchschlagender Erfolg (Hamburger Morgenpost: `Mit der Faust voran ins kir´) und Lühr verließ noch vor Anbruch der neunziger Jahre auf ihrem Höhepunkt `Abortive Gasp´, die sich danach in `the Checkmates´ umbenannten.

Verschiedene vorangegangene Ausbildungsbemühungen verwirft Lühr 1993, um das Studium der Soziologie aufzunehmen, das ihn mit Unterbrechungen sieben weitere Jahre an seine Heimatstadt Hamburg bindet. Der Schwerpunkt des Studiums verlagert sich hierbei langsam von der Kriminologie zur Medienforschung. Den Abschluss bildet seine Diplomarbeit zum Thema `das Hörspiel in der Erlebnisgesellschaft´. Er zeigt darin die Gefahr auf, dass das öffentlich-rechtliche Hörspielwesen in Deutschland in zunehmendem Maße von den Anforderungen der Spaßgesellschaft beeinflusst werden könnte, wenn nämlich "ambitionierte Inhalte, die ihren Rezipienten anhand der dargestellten Figuren z.B. moralische Handlungsweisen präsentieren ... in steigendem Maße Inhalten, die vorrangig dahin ausgelegt sind, beim Publikum schöne Erlebnisse auszulösen, weichen müssen."

Die etwas reduzierte Effektivität der Hamburger Hochschulorganisation verschafft Lühr in diesen Jahren Gelegenheit, aufgeschobene Projekte anzugehen: Die Einzelteile seiner ersten Hörspiel-TRILOGIE mit Schauspielerbesetzung tragen die Titel GETRÜBTE EINIGKEIT (1994/95), GEHOBENE NARRENFREIHEIT (1996) sowie GETEILTE EINSICHT (1996) und thematisieren Rüstung, Terrorismus, Obdachlosigkeit sowie käufliche Kunst. Vor allem GETRÜBTE EINIGKEIT, in dem Constanze Köpp als Journalistin über Sinnlichkeit in linksterroristischen Kreisen recherchiert, erweist sich als stark von Lührs Vorbild Michael Gaida beeinflusst, der die Form der Hörspielgroteske wie kaum ein anderer deutschsprachiger Autor perfektionierte, bis der öffentlich-rechtliche Hörfunk ihn fallen ließ. Klaus Schmitz vom Südwestfunk hält über den Trilogie-Auftakt fest: "Die Dialoge von vier Personen über die Befindlichkeit von Gesellschaft, Land, Welt attackieren Allgemeinplätze und begeben sich gleichzeitig voll in neue. In allen sind Funken von Wahrheit enthalten, mal auf `Bild´-Niveau, mal auf dem Niveau des `Spiegel´, mal auf dem der `Brigitte´. Für jedes Argument gibt es die Gegenposition. Und alles sind praktische, nützliche Gedanken - wie von Leuten, die allabendlich in der Kneipe ihr Unbehagen thematisieren, aber den Rand vom Glas als Maß ihres Horizontes benutzen." Auch das Arbeiterdrama GEHOBENE NARRENFREIHEIT bleibt dieser Grundtendenz treu, wenn Carsten Kölln als Direktor einer Autozubehörfabrik über die Vorschläge seiner Betriebsräte schimpft "Das ist ja schon nicht mehr einfach nur links - das ist ja richtig kriminell !" Lühr distanziert sich Jahre später von seiner Trilogie, die er im Nachhinein als "zum Teil unerträglich gewerkschaftsnah und den Sozis in die Tasche gelogen" bezeichnet.

Thorsten Korsch holt ihn im Herbst 1998 zur `Hörwelt´, einem neuen Radio- und Audiobuchmagazin, und betraut ihn  mit Beiträgen für die Jugendsparte. Die auf dem bundesdeutschen Zeitschriftenmarkt neu lancierte Zeitschrift steht unter keinem guten Stern und muss nach dem Wechsel von Korsch zu Thomas Krüger an der Spitze ihr Erscheinen Ende 1999 einstellen. Diesen nicht nur in seinen Augen sehr bedauerlichen Verlust für die hörspielinteressierte Öffentlichkeit gedenkt Lühr kurze Zeit später ein wenig wettzumachen:
Im Juli 1999 gründet er das unabhängige und werbefreie Internetmagazin `Der Hörspieler´ für das er seither verantwortlich zeichnet. Inhaltlich stehen Kritik und Analyse zum Hörspiel im Mittelpunkt. Neben eigenen Essays wie `Die Niveau-Drücker - vom volkswirtschaftlichen Schaden durch Flachfunk´ oder `Viel Lärm um nichts - über die schwindende Vielfalt im Hörspielgeschäft´ veröffentlicht er dort Interviews mit Autoren wie Michael Gaida, Sprechern wie Jens Wawrczeck und Verlegern wie Caspar Oelschlägel. Versprengten Hörspielliebhabern, die in dem Medium nach wie vor eine wegweisende Kunstform sehen, bietet er mit der Seite eine virtuelle Heimat. Lühr sieht sich inzwischen als Hörspielaktivisten: Als Mahner öffentlich-rechtlicher Funktionsträger im Hörfunk, die "jede Gelegenheit zu nutzen scheinen, sich innovativer Strukturen im von ihnen verantworteten Hörspielwesen ohne viel Aufsehens zu entledigen." Auf gebetsmühlenartig heruntergeleierte Phrasen à la "wir dürfen unseren Hörern keine risikofreudigen Stücke mehr zumuten und müssen uns den geänderten Rezeptionsgewohnheiten der MTV-Generation anpassen" reagiert Lühr nach anfänglichem Befremden mittlerweile zunehmend ungehalten.

Inzwischen in Berlin lebend realisiert er, einem vermeintlich unpolitischen Impuls nachgebend, den Science Fiction DER WÄCHTER (2002), der Einsamkeits- und Entfremdungsprozesse einer Ménage à trois von Raumfahrern zum Inhalt hat. Sascha Gluth spielt darin den Wächter über eine Satellitenstation, der sich trotz des Besuchs zweier ehemaliger Liebschaften emotional lieber der künstlichen Intelligenz seines Bordcomputers zuwendet. Durch diesen thematischen Ausrutscher wird Lühr klar, dass er Teilen seiner Hörerschaft offenbar keine allzu großen Sprünge über Genregrenzen hinweg zumuten darf - Kritiker Horst G. Tröster über das Stück: "Überlichtflug und Weltregierung und Roboterzivilisation und fremde Planeten und Raumpatrouille und Plasmapudding und Telepathie - das ist einfach zu viel des Guten." Durch Reaktionen wie diese erkennt Lühr, dass sich die Eignung soziologisch vorgebildeter Autoren, ex professo gesellschaftliche und lebensweltliche Utopien zu entwerfen und im vorliegenden Fall in Form eines Hörspiels zu kommunizieren, noch nicht überall im Weltall - offenbar nicht einmal überall in Deutschland - herumgesprochen hat, und er beschließt sich in seiner nächsten Arbeit wieder der vertrauten Form der Satire zu bedienen.

Dies geschieht kurz darauf in ABGESANG AUF LEO G. (2003) mit Nina Ernst und Thomas Wlaschiha, bei dem Lühr erstmals seine Kunstfigur Leo Greller, einen mäßig erfolgreichen Liedermacher der `Hamburger Schule´, auftreten lässt, der sich laut Holger Rink von Radio Bremen „an seiner Umwelt reibt, ... chaotisch ist und es ablehnt, sich ... korrumpieren zu lassen“. Eigentlich also ein edler, allenfalls etwas verkannter Charakter - aber zuweilen eben auch eine moralisierende Nervensäge im Hamburger Kulturzirkus rund um den NDR. Lühr beschreibt in dem Stück, wie Greller sich der Zudringlichkeiten einer alternden Redakteurin des norddeutschen Rundfunkhauses erwehren muss, die eine Sendung über ihn betreut: "So ist das Showbiz - da tut man eben ein paar Dinge, wenn man weiterkommen will !" Biographische Einsprengsel des Autors in das Stück ? Oder lediglich Kompensation eines Hörspielers, dessen Texte allzu oft von den Öffentlich-Rechtlichen ignoriert wurden ? In jedem Fall eine besonders persönliche Satire über die Akteure des Medienmarkts.

In den folgenden Jahren verabschiedet er sich von seinen Vorbehalten Liveauftritten gegenüber und `tingelt´ mit seinen jeweils neuesten Stücken als Kleinkünstler durch Theater, Galerien und Kulturzentren der Hauptstadt - den Sympathiebonus, der Hörspielschaffenden zugestanden wird, ausnutzend. Hierbei gewinnt seine Kunstfigur Leo aus dem vorletzten Jahr immer mehr an Kontur und an Zuspruch aus dem Publikum, weshalb er sie in GROUPIEDÄMMERUNG (2006) an der Seite von Ades Zabel und Laurent Daniels erneut zum Einsatz kommen lässt, als er die Hedonisten Berlins am Beispiel der Besucher eines imaginären Nachtclubs von einer besonders trostlosen Seite vorführt: "Verhärmte Großstadt-Amazonen, tumbe Stiernacken mit Glatze, graue Mäuse und halbe Portionen" ... Lühr attackiert in dem Stück vermeintlich `gute´ Zeitgenossen, die seiner Überzeugung nach "diese zutiefst verunsicherte Gesellschaft mehr und mehr den Feinden der Moderne ausliefern". Die taz bescheinigt ihm, mit seinen Hörspielen auf das Meinungsmonopol der Massenmedien aufmerksam zu machen, was naturgemäß gerade bei öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalten dazu führt, dass die entsprechenden Stücke gerne ignoriert werden. Würde der solide Vertrieb seiner Produktionen über das Internet ihm nicht Motivation zum Weitermachen liefern, hätte er beruflich inzwischen vermutlich längst umsatteln müssen. Scheuklappen inklusive.

Für die freie Politik- und Kunstplattform moderne21 startet Lühr die Initiative DUDELSTOPP – MUSIK OHNE ZWANG (2007), mit welchem er den Misstand unfreiwilligen Musikkonsums verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rücken und für mehr Rücksicht werben will. Hierbei bedient er sich nicht wie bisher rein auditiver Darstellungsformen, sondern verbreitet seine provokativen Thesen gemeinsam mit einer Gruppe von Schauspielern mit Hilfe von Internetvideos. Dies so erfolgreich, dass sich scheinbar paradoxerweise viele Popgruppen und -künstler aus Deutschland offiziell mit Lührs DUDELSTOPP-Bewegung solidarisieren, wozu dieser über `ZEIT online´ erklärt: `Ich sehe das als Geste, dass die Dauerbeschallung mit ihrer Musik nicht immer im Sinne der Bands ist.´

Für moderne21 bleibt Lühr seiner Strategie treu, Schwächen der `finalmodernen Gesellschaft´ auf satirische Art darzustellen. Hierbei richtet sich sein Augenmerk nun auf die zu Unrecht häufig durch die Medien diffamierten Nichtwähler. In seinem Aktionsvideo für WAHLABSAGE – VERKANNTEN MODERNISIERERN DEN RÜCKEN STÄRKEN (2008) ist die Aktivistin Malah Helman mit der Aussage zu hören, dass eine neuzugründende `Partei gegen Arschlöcher´ von Mercedesfahrern und Kampfhundehaltern mit Sicherheit nicht eine einzige Stimme bekäme. Trotz Vereinnahmungsversuchen vornehmlich linker Kreise hält Lühr beim WAHLABSAGE-Projekt strikt seinen politisch neutralen Kurs. Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema fordert der Publizist Florian Felix Weyh von ihm, den Wählern nahezubringen, „warum sie Nichtwähler sein dürfen".

Für die Initiative GEWALT GEHT IMMER – VIOLARE HUMANUM EST (2008) stellt Lühr den paradoxen Umgang staatlich Verantwortlicher mit Gewaltkriminalität als Symptom eines von der Gesellschaft gänzlich entkoppelten Justiz- und Sozialarbeiterapparats heraus. Auch seine eigene Profession, die Soziologie, nimmt er hierbei von Kritik nicht aus, da er die Aufgabe ihrer Vertreter anspruchsvoller beschrieben sehen will als lediglich in der `Erstellung hochbezahlter Gefälligkeitsgutachten´, wie er BerlinOff zu Protokoll gibt. Die öffentliche Diskussion von moderne21 mit persönlich Betroffenen gerät außerordentlich heftig, was erklären könnte, weshalb die Massenmedien Lühr in puncto Berichterstattung für das heikle Thema `Kriminalität´ zunächst einen (Maul-)Korb verpassen.

Anders das vierte Projekt unter dem Dach seiner neuen Plattform: Mit WIR SIND WICHTIG (2008), der Initiative, die sich mit den Verlierern der Individualisierung beschäftigt und die Opfer der Single-Gesellschaft zu Wort kommen lässt, trifft Lühr offenbar erneut den Nerv der Zeit. Bei der Präsentation im `Kunsthaus Tacheles´ erinnert Daniel Fallenstein von den damaligen `Freunden der offenen Gesellschaft´ zwar an eine Zeit, zu der "Eremiten hoch geachtet wurden" - aber die Achillesferse hochmoderner Länder wie der Bundesrepublik tritt dennoch deutlich zu Tage: Individualisierte Selbstverwirklicher leben zunehmend entfremdet und empfinden sich als entwurzelt. Vereinsamung wird zum Massenphänomen, über das aus Scham viel zu selten gesprochen wird. Lühr will mit moderne21 die Schweigespirale offenlegen.

Als mittlerweile akklimatisierter Hauptstädter stellt Lühr mit Befremden fest, dass Berlinerinnen und Berliner als Hauptprofiteure des Länderfinanzausgleichs de facto `mehr wert´ sind als Bewohner anderer Bundesländer. Der Kritik aus Hessen, Bayern und Baden-Württemberg an diesem Umstand wird seiner Beobachtung nach von den Entscheidungsträgern der Hauptstadt mit der vermeintlich geleisteten gesellschaftspolitischen Pionierarbeit der Spreemetropole unter Führung der Sozialdemokratie begegnet. Die Plattform `moderne21´ ruft daher das Bündnis BERLINER MEHRWERT (2010) ins Leben, mit dem fortan Aufklärungsarbeit geleistet wird über die vom Zeitgeist als positiv und progressiv gewertete Rolle der Hauptstadtpolitik.

Seit dem Jahr 2009 ist Lühr gezwungen, sich um mehr als ausschließlich Inhalte zu kümmern, da seine kreative Wahlheimat, das im Zentrum der Hauptstadt gelegene weltbekannte Berliner `Kunsthaus Tacheles´, allmählich Begehrlichkeiten bei Investoren und Bauspekulanten weckt. Zusammen mit den Künstlern der Berliner Institution, die jährlich über 400.000 Besucher zählt, leistet er Aufklärungsarbeit über den sich abzeichnenden TACHELES-SKANDAL, in der die Hauptstadt-SPD unter Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit eine unrühmliche Rolle spielt. Trotz dreieinhalb Jahren zähen, kreativen und friedlichen Widerstandes wird das `Kunsthaus Tacheles´ im September 2012 auf Betreiben der HSH-Nordbank von der Polizei geräumt - eine empfindliche Niederlage für Lühr und seine Politik- und Kunstplattform `moderne21´. Immerhin gehört er weiterhin zum kleinen Kreis zertifizierter Tacheles-Künstler - einem Titel, den sich die Macher des Kunsthauses von den marodierenden Finanzspekulanten nicht nehmen lassen. Dem Umzug der Kernbelegschaft der `Tachelesen´ aus der Berliner KREATIVEN MITTE ins angesagte, wenn auch deutlich abgelegenere, Neuköllner `Rollbergviertel´ folgt er allerdings nicht.

Unmittelbar vor der Bundestagswahl 2013 veröffentlicht Lühr das Hörbuch `STAATSNAH ... geht die Moderne stiften´, in dem er sich satirisch mit dem institutionalisierten Stiftungswesen auseinandersetzt. Zur Premiere in der Berliner Tucholsky-Buchhandlung erscheint auch die offizielle Sprecherin des Deutschen Stuftungsverbandes, die sich mit der Art und Weise, wie in dem Hörspiel mit bürgerlichem Engagement umgegangen wird, nur wenig anfreunden kann. Immerhin bleibt die Wahlberichterstattung von dem Hörspiel mit seinen Sprechern um Manfred Callsen nicht gänzlich unbeeinflusst: Ein bekanntes Hamburger Nachrichtenmagazin hält Lührs satirische Figur der `Sonja Schmidt-Peters´ für real und lässt in seiner Titelstory über Nichtwähler kein gutes Haar an der von Schauspielerin Nadia Panknin übernommenen Rolle. Eine Ausgabe später muss das Magazin hierzu eine Korrektur veröffentlichen.

Ludwig `Ludo´ Kamberlein, geb. 1966 in Altona, diverse Aushilfstätigkeiten in verschiedenen Etablissements auf der Reeperbahn in Hamburg-St.Pauli. Seit November 1996 Manager und Mitstreiter Leo Grellers bzw. Hartmut Lührs.
Betreut neben Greller noch ein esoterisches Sängerinnen-Duo sowie eine Underground-Electrocombo aus Wedel.
Kontakt: info(bei)xn--hrspieler-07a.de, http://www.regierungstreu.de

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