Die dem `Berliner Mehrwert´-Bündnis übergeordnete Initiative `Wir-sind-wichtig - Der Wirtschaft zuliebe !´Bündnis `Berliner Mehrwert - Die Hauptstadt geht vor´



Vertreterinnen der Erlebnis-Gesellschaft (auf einer Künstler-Demonstration in Berlin, 2010) SUCHTEXT

Zähe Stiefeletten und Verlierertypen

An welchen Typus `Frau´ mag eigentlich Ulrich Beck gedacht haben als er vor Jahrzehnten die `Risikogesellschaft´ verfasste ? An Feministinnen wie Eva Herman, Kuschel-Pädagoginnen wie Amy Chua und Priesterinnen der Gewalt wie Thea Dorn, die alle zum Glück nie der Versuchung erlagen, Emanzipation mit Degeneration zu verwechseln ? Oder an Menschenfreundinnen wie Bascha Mika, Frauen-Kennerinnen wie Alice Schwarzer und intellektuelle Leuchten wie Kristina Schröder, die ganz und gar nicht degeneriert die normative Macht der Religion schätzen und zu keinem Zeitpunkt - weder wegen Krankheit noch wegen psychischer Spätfolgen prekärer Abtreibungen - Kandidatinnen für Selbstmord oder Therapie waren ? Möglicherweise schwebten Beck auch überhaupt keine Emanzen oder Frauen bei seinen soziologischen Überlegungen vor, sondern `Männer´ und andere Verlierer wie etwa der Maskulist Eugen Maus, der Sozialexperte Thilo Sarrazin oder der neoliberale Nörgler Malte Lehming. Sich deren Psychologie zu widmen, müsste für einen Wissenschaftler eigentlich ähnlich spannend sein, wie die öden sozialen Phänomene rund um das immer wieder beschworene Prekariat oder die Wohlstands-Verwahrlosung zu erforschen. Wie auch immer: Beck sollte den Stab langsam an Richard David Precht abgeben - die Zeit scheint reif.

Wenn man Konversationen auf facebook oder twitter zum Thema Verschwörungstheorien im Allgemeinen oder 9/11 im Besonderen verfolgt, dann fallen schnell die Namen Daniel Barenboim oder auch Claus Peymann. Videos zum Thema kann man auf Youtube anschauen oder sich mit gestellten Gesprächen hierüber von Talkshows à la Sandra Maischberger oder Markus Lenz berieseln lassen, wenn dort nicht gerade Eckart von Hirschhausen oder Heidi Klum mit im Studio sitzen. Aber nicht immer muss es im Fernsehen zynisch oder ironisch zugehen - wichtige News über den Kulturkampf oder die Energiewende könnten auch mal in den Hintergrund treten, die aktuellen Schlagzeilen der Nachrichten-Redaktionen müssten uns nicht fortlaufend hysterisch machen: Mehr erbauliche Beiträge im Programm wären schön - beispielsweise über Stefan Raab und seine witzige und stylishe Schöpfung Lena Meyer-Landrut. Bernd Zeiler könnte ein paar Gags und zusätzlich auch Humoriges über den Aufklärungsfundamentalismus vom Stapel lassen, Steffi Kammerer könnte für einen kurzen Moment die verheerende Pisa-Studie außer Acht lassen, Jakob Augstein das Gejammer über Ausgrenzung, Armut und die Krisen der Finanzmärkte vorübergehend einstellen. Mario Barth könnte Toleranz beweisen gegenüber sensiblen Zeitgenossen, die seinen Anblick nicht ertragen, Sascha Lobo für Menschen, die seiner Frisur kein Verständnis entgegen bringen und seine Atomausstiegs-Rhetorik als Anbiederung an den Zeitgeist empfinden und Sybille Berg könnte Respekt für die Elite der Nicht-Spiegel-Leser aufbringen, die trotzdem mehr wissen als ihre Busenfreundinnen aus Hamburg.

Obiger Text erhebt keinen Anspruch auf Sinnhaftigkeit, sondern spielt lediglich mit einigen populären Namen und Begriffen.





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