Initiative `Gewalt geht immer / violare humanum est'Initiative `Gewalt geht immer / violare humanum est'



UNPARTEILICHKEIT

Mit Qualitätspolitik für mehr Sicherheit

Das Projekt Gewalt-geht-immer thematisiert unter dem Motto `violare humanum est´ den für Laien häufig paradox anmutenden offiziellen Umgang mit Gewaltkriminalität. Die Ansicht, das Strafrecht wirke nicht abschreckend, weil immer mehr Gewaltverbrecher in Deutschland ohne gerichtliche Verurteilung davonkommen, ist tatsächlich weit verbreitet und nicht ganz von der Hand zu weisen. Allzu oft wird hierbei allerdings übersehen, dass die Begleitumstände von Gewaltkriminalität unverzichtbare Voraussetzung für hochprofessionelle Berufszweige in Justiz, Sozialarbeit oder der Sicherheitsindustrie sind. Deren Interessen sind naturgemäß wesentlich besser organisiert als die zusammengeschlagener Jugendlicher oder vergewaltigter Frauen. Diesen Zusammenhang stellen die Satiriker von moderne21 deutlich heraus.

Carl von Hollen (Projekt 'Gewalt-geht-immer')Ihr Projekt steht keiner politischen Partei, keiner staatlichen Institution und noch nicht einmal einem großen Medienunternehmen nahe, weshalb sie kein Blatt vor den Mund nehmen müssen: ?Es ist tragisch, dass Bürgerinnen und Bürger Gewaltkriminalität immer ohnmächtiger gegenüber stehen. Nicht selten begeben sich allerdings Menschen auch freiwillig in gefährliche Situationen, so dass leider oft von einer erheblichen Mitschuld der Verbrechensopfer gesprochen werden muss?, heißt es auf der Homepage des Projekts.
?Das scheinen maßgebliche Politiker tatsächlich so zu sehen. Ehrlich darüber sprechen können sie nicht, sonst würden sie das staatliche Gewaltmonopol in Frage stellen?, bedauert der Jurist und MODERNE21-Unterstützer Dr. Eberhard Klaschka. Offenbar ist es zeitgemäß und zudem wichtig, den neuen Trend zur Kriminalisierung von Opfern schwerer Gewalttaten mit satirischen Mitteln aufzuzeigen. Gefährdeten Menschen kann auf diesem Wege verdeutlicht werden, welche Risiken sie mit übertrieben couragiertem oder einfach auch nur selbstbewusstem Verhalten eingehen, wenn sie mit aggressiven Tätern konfrontiert werden: Wegsehen oder Abhauen ist oft die gesündere Alternative.





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