Initiative `Gewalt geht immer / violare humanum est'Initiative `Gewalt geht immer / violare humanum est'



IDENTITÄT

Fern der Heimat

Weltweit steigt der Bedarf an Polizeivollzugskräften, da internationale Krisen und Konflikte zivile Einsatzkräfte binden. Die Entsendung hunderter Experten aus der Bundesrepublik an Orte wie Kunduz in Afghanistan sollte daher positiv gesehen und unterstützt werden, zumal Gewaltkriminalität in deutschen Metropolen nur ein Randphänomen darstellt, zu dessen Bekämpfung weit weniger Polizisten und andere Ordnungshüter benötigt werden als man bislang annahm. Vom 'Krieg in unseren [eigenen] Städten' sind wir in der Bundesrepublik zum Glück noch jahreweit entfernt. Bürgerkriegsähnlichen Zuständen, wie sie notorische Schwarzmaler wie etwa Udo Ulfkotte voraussagen, steht in Deutschland ein nach wie vor gut funktionierender und solide finanzierter Wohlfahrts- und Sozialstaat entgegen.

Soldaten in Ex-Jugoslawien Der ehemalige US-General Sheehan wird zitiert mit einer Aussage, nach der schwule holländische Soldaten die Kampfkraft der UN-Schutztruppen in Ex-Jugoslawien derart geschwächt hätten, dass es zu dem verhängnisvollen Massaker in der damaligen bosnischen Uno-Schutzzone Srebrenica kommen konnte. Diese leicht zu durchschauende Polemik dürfte willkommenes Futter für die Befürworter offen schwuler Soldaten bei der US-Army sein, denn dass Sheehan mit seinen Äußerungen für einen Sturm der Entrüstung in den Massenmedien sorgen würde, war wohl klar. Mit derart unqualifizierten Argumenten stellen sich die Gegner von Homosexuellen bei den Streitkräften ins selbstverschuldete Abseits.
Es ist sehr lobenswert, wie sehr sich Homosexuellenverbände für den Einsatz von Schwulen und Lesben als potentielle Mörder einsetzen. Von einem schwulen Mann zu verlangen, im Ernstfall einen gegnerischen (möglicherweise ebenfalls schwulen) Soldaten zu töten, ist vermutlich ähnlich heikel, wie wenn ein heterosexueller Mann gezwungen würde, eine feindliche weibliche Soldatin zu töten. Diese ethisch brisanten Fragen werden uns noch so lange beschäftigen, bis es endlich gelingt, die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten automatisierten Armeen aus Robotern zu überlassen, wie es mittelfristig für das 21. Jahrhundert erwartet werden kann.




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