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Wir sind erschüttert:
Böses Erwachen nach Publikumsbeschimpfung   (Juni 2006)

Ort:  Berlin-Moabit: HickHack-Club
Anlass:  Ein Fetisch-Event mit integrierter Provokationskunst (durch Leo)
Zeitpunkt:  15. Juni 2006, ca. 2 Uhr 45
Beteiligte:  Ein Groupie, ein Fan, ein Flaneur, ein Mitläufer sowie Leo

Im Berliner HickHack-Club kam es kürzlich zu einem dramatischen Zwischenfall, an dem der sympathische Provokationskünstler Leo G. sowie drei seiner Fans beteiligt waren.
Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Es konnte noch nicht endgültig geklärt werden, was genau sich kurz vor drei Uhr morgens in einem Hinterzimmer des Clubs an folgeschweren Ereignissen abspielte.
Fest steht jedoch schon jetzt: Leo wird nach diesem Vorfall kaum mehr derselbe sein, der er vor dieser Nacht in Moabit war.

Vielleicht war es die Kombination aus Fetisch-Sex-Event sowie professioneller Publikumsbeschimpfung an diesem Abend, die zu der aufgepeitschten Atmosphäre in einem Hinterzimmer des Clubs führte, in dem sich der Künstler nach seinem Auftritt zur Ruhe begeben hatte und in dem sich ein ehemaliges Groupie, ein Fan sowie ein Mitläufer an ihm vergingen.
Das Groupie gilt als Anstifterin der Tat und befindet sich zur Zeit in Untersuchungshaft.
Im folgenden einige Personen, die an besagtem Abend ebenfalls in dem Club, der sich in einem verlassenen Industrie-Areal befindet, anwesend waren und eventuell Licht ins Dunkel der unschönen Vorgänge um den in letzter Zeit vom Schicksal gebeutelten Leo G. bringen können:


ein Mitläufer,
Edith Schröder
Als Freund des schnellen Springens über die Kanäle hätte dieser Herr die fragliche Nacht vermutlich lieber daheim im Fernsehsessel verbracht. Von solchen dramatischen Ereignissen, wie dem Kampf `Moderne´ gegen `Dekadenz´ im HickHack-Club, wird in der Glotze allerdings nur selten berichtet. Hierfür würden sich vermutlich keine Kunden für die Werbezeiten finden.
Im Angesicht der eskalierenden Ereignisse in Moabit konnte auch keine Fernbedienung für Mäßigung sorgen:
Das Programm stand fest - Lautstärke und Szenenabfoge lagen in der Hand der anwesenden Protagonisten.
Die Frage, ob diese hierbei ihrer Verantwortung gerecht wurden,
bleibt vorerst ungeklärt.


ein Fan,
ein Fan
`Nein, Madame ! Wenn Sie uns auf unsere Frage, was denn an jenem Abend im HickHack-Club Spektakuläres passiert sei, lediglich von einer grandiosen Nackenmassage, die Ihnen zu teil wurde, berichten, dann hilft uns das nicht wirklich weiter.
Natürlich ist es erfreulich, dass Sie eine optimale Methode zur Förderung Ihres körperlichen Wohlbefindens gefunden haben - aber mit Verlaub: ENTSPANNUNG ist nun ziemlich genau das Gegenteil, wozu Sie und Ihre Begleiter Herrn Greller in dieser Nacht verhalfen.
Aber sich `Fan´ nennen !
Hätten Sie Ihr ehemaliges Idol mal lieber harmlos massiert, anstatt ...´


ein Flaneur,
ein Flaneur
Dieser Mann beteuert glaubhaft, in der fraglichen Nacht keinesfalls wegen Leo den HickHack-Club besucht zu haben.
Allem Anschein nach ging es ihm bei dem Event um vordergründigere Sinnesfreuden als die Darbietungen Grellers.
Leider nervt der Flaneur die an dieser Geschichte Beteiligten mit seiner Idealisierung des oben genannten Sexclubs als einen Ort der Aufklärung.
Auch die Metaphern weißer und rosa Kaninchen für einander widersprechende Artikel des deutschen Grundgesetzes, die er ins Spiel bringt, vermögen wenig Licht in die verworrene Situation zu bringen.


ein Groupie,
Groupie
Man sollte sich vom unschuldigen Lächeln dieser Dame nicht beeindrucken lassen. Würde man mit ihr im selben Raum wirklich einen ruhigen und sicheren Schlaf finden ?
Der sympathische Provokationskünstler Leo hat es am Rande einer Fetisch-Nacht versucht weil er sich von seinem anstrengenden Auftritt erholen wollte. Mittlerweile hat er seinen Leichtsinn bereut.
Nein, das nebenstehende Foto stammt NICHT aus einem Einrichtungskatalog, sondern wurde nach einem für Außenstehende nur schwer nachvollziehbaren gemeingefährlichen Vorfall im Berliner HickHack-Club aufgenommen.


eine gänzlich unbeteiligte Frührentnerin aus Berlin-Neukölln
Edith Schröder (Ades Zabel)
Eine Frau , die man nicht unbedingt im HickHack-Club erwartet hätte: Edith Schröder  aus Berlin-Neukölln. Dort hat sie es mit Beharrlichkeit und einer gehörigen Portion Womanpower zu einiger Berühmtheit gebracht. Mittlerweile spielt sie in Fernsehserien wie `Verdreht in Berlin´ irritierende Nebenrollen und ist auf dem besten Wege, vom Seniorenfernsehen zur neuen Mutter der Nation aufgebaut zu werden.
Hoffentlich regt sich das Berliner Original wegen der Schlagzeilen der Yellow-Press
nach dem dramatischen Abend in dem Moabiter Nachtclub nicht zu sehr auf
in ihrem Alter !
Das würde sich Leo Greller nie verzeihen ...


und ein professioneller Schläfer.
Leo Greller
Zwar ist `Schlafen´ nach seiner eigenen Aussage Leos zweitliebste Tätigkeit -
aber als er sich nach seinem Auftritt,
durch den er übrigens keine neuen
Freunde gewann, an jenem Abend
erschöpft auf ein versifftes Sofa
hinter der Bühne im HickHack-Club
sinken ließ und entschlummerte
hatte ihn nicht nur die Müdigkeit,
sondern auch der Leichtsinn übermannt:
Er war nicht alleine in dem Raum,
sondern zusammen mit ehemaligen Groupies,
Fans und Bewunderern -
Greller-AnhängerInnen zeichnen sich aller-
dings durch für Außenstehende besonders
befremdlich, ja geradezu exzentrisch an-
mutende Verhaltensweisen aus, was Leo
möglicherweise zum Verhängnis werden sollte.
Die Erlangung finalen Ruhms hatte er sich jedenfalls anders vorgestellt ...

zum Seitenbeginn
 
Trennlinie

`Hamburger Schule´-Anhänger verärgert ... Grellers Fangemeinde empört ... Skandal-Feature sorgt für Ärger ... Leo im Würgegriff der Medien


Wir sind stinkig:
Leos Vertrauen schamlos mißbraucht   (April 2005)

Zunächst hört sich alles harmlos an: Ein lange nicht mehr durch erwähnenswerte Produktionen aufgefallener öffentlich-rechtlicher Hamburger Rundfunksender plant ein Radiofeature über die `Hamburger Schule´ deutschsprachiger Popmusik und bittet Greller über dessen Agenten Kamberlein um inhaltliche Unterstützung für das Projekt.
Leo unterstützt die Recherchen nach anfänglichen Bedenken mit Rat und Tat.

Nachdem uns eine Vorab-Hörprobe des Features zugespielt wurde, müssen wir jedoch leider feststellen:
Das angebliche Konzept der zuständigen Redakteurin Carstensen, am Beispiel Leo Grellers das Leben eines typischen Hamburger Liedermachers aus verschiedenen Perspektiven zu dokumentieren, befremdet in seiner tatsächlichen Umsetzung nicht zuletzt wegen der der willkürlichen Auswahl der Zeitzeugen aus Leo Grellers sozialem Umfeld:
   
Leos Manager Ludo Kamberlein,
Der Mann des Vertrauens für den Liedermacher. Kamberlein unterstützte die Feature-Redakteurin der Sache wegen, obwohl er neben Greller auch noch ein esoterisches Sängerinnen-Duo und eine Underground- Electrocombo aus Wedel betreut. Nach seinem Interview meinte er, er hätte `dieser Radiofrau´ viel mehr erzählt als er ursprünglich vorgehabt hätte, da sie ihm während der Gespräche ständig geschmeichelt hätte.

 
seine Ex-Freundin Manuela,
Es ist kaum seriös zu nennen, in einem Feature über die Hamburger Schule im allgemeinen und Leo Greller im besonderen ausgerechnet eine Ex-Freundin des vielbeschäftigten Sängers zu Wort kommen zu lassen. Insbesondere dann, wenn man die Dame im Feature ausführen läßt, warum sie illoyalerweise eher auf Rockmusik als auf die Klänge der Hamburger Schule steht. Und dies mit einer Begründung, die auch Männer mit mehr sexuellem Selbstbewußtsein als dem Grellers peinlich berühren würde.

 
ein ehemaliger Schulkamerad,
Dieser ist mittlerweile Sanitärtechniker in Heide (Holst.). Hätte das nicht gereicht ? Der Mann wirkt wie voll durch seinen Beruf ausgelastet. Dies ist natürlich zu begrüßen, aber wir fragen trotzdem: 
Mußte ausgerechnet dieser Herr für das Feature über kulturelle Themen befragt werden ? War es tatsächlich eine glückliche Wahl, gerade einen ehemaligen Schulkameraden über Greller sinnieren zu lassen ? Jemanden, der Leo während der Schulzeit nicht sonderlich nahestand und den nachweislich schon die Betrachtung eines harmlosen Musikvideos aus dem Hause Greller überreizt ? 
Wir meinen, nein !

 
Leos  Schwester,
Man hatte offenbar auch keine Skrupel, aus Leos engstem Familienkreis Personen über die `Hamburger Schule´ und über Greller `auspacken´ zu lassen. Heraus kam bei Leos  Schwester eine laienhafte psychologische Analyse über Grellers Sozialisation hin zum Liedermacher.
Das hier bediente Klischee ` bei gleichaltrigen Mädchen erfolgloser Teenager flüchtet sich in eine poetische Traumwelt, in der später von der unfreiwilligen Askese beeinflußte authentische Lieder über Frauen entstehen ´ vermag bei genauerer Betrachtung von Leos Biografie jedoch nicht nachhaltig zu überzeugen.

 
die vertrauensselige Barfrau aus Leos Stammkneipe,
Will man seriös über prominente Personen recherchieren, dann sollte man nicht auf Informanten zurückgreifen, die diese Menschen regelmäßig in alkoholisiertem Zustand erleben. Es sollte daher schon die Fairneß gebieten, Barpersonal nicht zu Indiskretionen zu verleiten.

Hat sich Redakteurin Carstensen in ihrem Feature daran gehalten ? 
Leider nicht, was mittlerweile allerdings kaum noch überrascht ... .


 
die Winterhuder Kolumnistin Reifenstein-Herbig,
Was bitte hat die Rundfunkredakteurin Carstensen dazu bewogen, sich ausgerechnet der bekannten Winterhuder Kolumnistin Reifenstein-Herbig als Quelle für ihr Feature zu bedienen ? 
Die  Spatzen pfeifen seit Jahren von Hamburgs Dächern, daß es mit der Chemie zwischen der Zeitungsdame und dem wiederholt in Ihrer Kolumne schuldlos niedergemachten Liedermacher nicht zum besten bestellt ist. Und dies aus vollkommen privaten Gründen, die nichts in einem öffentlichen Rahmen zu suchen haben.
Wir unterstellen, daß es die Hörer nicht interessiert, wer im vorliegenden Fall einen Korb vom jeweils anderen kassieren mußte: Der 36jährige Liedermacher oder die um einige unwesentliche Dekaden erfahrenere Zeitungsdame.
Daß Frau Reifenstein-Herbig der `Hamburger Schule´ deutscher Popmusik ablehnend gegenübersteht, war daher vorhersehbar und hätte nicht noch zusätzlich durch besagtes Feature dokumentiert werden müssen.

 
und schließlich  Leo Greller selber
Foto: Hartmut Schofeld
Leo ließ sich -trotz Bedenken- zur beratenden Mitwirkung an dem Feature breitschlagen . Was er nicht wissen konnte war, daß es besagter Redakteurin bei ihrer Arbeit offenbar mehr um die Bestätigung  bürgerlicher Vorurteile gegen Künstlerpersönlichkeiten aller colour (hier der Hamburgerischen) ging als um eine aufrichtige Dokumentation. Leo wörtlich: 
`Ich habe immer schon gerne Hörspiele gehört und auch Radio- Features. Das letzte war eine wirklich interessante Dokumentation über das frühe Ableben von Sven-Simon Springer, dem Sohn von Axel Springer. Nicht zuletzt deshalb wollte ich an dem Hamburger Schule - Feature mitwirken. Hat nur leider offenbar nicht viel genutzt. ´

Aus den genannten Gründen distanzieren wir uns zwar von besagtem Feature, welches demnächst wohl als HÖRBUCH erscheinen wird. Andererseits geben wir zu, dass es über die `Hamburger Schule´ deutschsprachiger Popmusik leider viel zu wenig Dokumentationen gibt, so dass selbst ein an vielen Stellen zu reißerisch aufgemachtes Feature-HÖRBUCH für kulturell aufgeschlossene Hörer interessant sein könnte   zum Seitenbeginn


Trennlinie

Wir sind hocherfreut:
Leo Greller und die `Hamburger Schule´ werden verfeaturet
 (März 2003)

Ein aufstrebender Berliner Hörspielmacher plant ein Feature über die `Hamburger Schule´ deutschsprachiger Popmusik: Am Beispiel Leo Grellers soll dabei das Leben eines typischen Hamburger Liedermachers aus verschiedenen Perspektiven dokumentiert werden.

Obwohl  Leo Verbindungen zwischen Bildung und Kunst immer schon sehr skeptisch gegenüberstand (O-Ton: „Ich weiß nicht, ob ich diese heimliche Bildungsinvasion wirklich unterstützen soll“), ließ er sich dennoch für das ehrgeizige Projekt verpflichten. Dank für die diesbezüglich geleistete unermüdliche Überzeugungsarbeit gilt daher Grellers Manager Ludo Kamberlein, der sich wegen seines Einsatzes wochenlangen Schmähungen des eigensinnigen Popstars ausgesetzt sah.

Wir sind gespannt auf das fertige Feature, an dem Leo Greller maßgeblich mitgewirkt haben wird und werden es rechtzeitig auf dieser Homepage kommentieren.   zum Seitenbeginn



 

die SchauspielerInnen auf dieser Seite (von oben nach unten):
CHRISTIAN SENGER, JENNY BINS, LAURENT DANIELS, DEBORA WEIGERT,
ADES ZABEL (Foto: Jörn Hartmann),

 THOR W. MÜLLER, NINA ERNST,  TOM WLASCHIHA, KERSTIN FAUDE,
UTA V. KOHLENBRENNER (Foto: Dana Laurich), BRANKA HANISCH (ohne Bild)

Foto von Herrn Greller: Hartmut Schofeld
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